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Kaitersberg

Lage: 5 km östlich von Bad Kötzting im Bayerischen Wald  - Koordinaten 49 02 34 N    12 43 16,7 E  -  Startrichtung Süd -  Klippenstart - Höhenunterschied 550 m - Geräte müssen 160 Höhenmeter hochgetragen werden - HG und GS - HP: Verein


Bergmassiv des Kaitersberges

Fliegen im Land der "Acht Tausender"

Das Bergmassiv des Kaitersberges besteht aus mehreren Gipfeln: Riedelstein mit den Rauchröhren - 1134 m - Mittagsstein mit Kötztinger Hütte - 1036 m - Kreuzfelsen mit Gipfelkreuz - 999 m.  Die Stadt im Hintergrund ist Bad Kötzting. Der Grat ist 5 km lang, und bietet hervorragende Thermikbedingungen. Blickt man in die Runde, so kann man tatsächlich acht über tausend Meter hohe Gipfel des Bayerischen Waldes bestaunen. Und wer in Orthographie nicht so firm ist, dem kann man eben Flüge im Land der "Acht Tausender" vorgaukeln, ohne im Himalaja gewesen zu sein.
Startplatz Mittagsstein

Übrigens kann man von nahen Flugplatz Arnbruck ganz legal mit einem Fußstart-Ultraleicht (Mosquito o. ä. ) starten und dann in der Thermik über dem Kaitersberg das lautlose Fliegen genießen. 

Die Thermik reicht an Sonnentagen mit südlicher Strömung um "fast mit der Bildzeitung oben bleiben zu können".

Bei östlicher Windrichtung fliegt man am Hohen Bogen, das ist die nächste Bergkette in nördlicher Richtung. Im Bild gerade noch erkennbar.

Vor dem Start steht ein schweißtreibender Aufstieg zum Mittagsstein. Mit Gleitschirm und etwas sportlicher Fitness kein Problem.

Eine Hängegleiterausrüstung (Bergsteigerdrachen) konnte vor Jahren ebenfalls noch hochgetragen werden. Für heutige Hochleister mitsamt dem Gurtzeug benötigt man schon einen Hilfsträger, am besten gleich zwei. Und wer hat die?

Der Start ist ein kleiner Nervenkitzel. 40 m Klippenstart über die Felsen sind nicht Jedermanns Sache. Nichtvereins- mitglieder dürfen lt. Geländeordnung nur mit B-Schein starten-.

Die Felsen dienen Freeclimber als Trainingsgelände; der Schwierigkeitsgrad reicht bis 11.

Wer vom Kaitersberg starten möchte muss sich auf alle Fälle wegen der besonderen Auflagen zuerst kundig machen. Die Leute von DGFC Regental helfen gerne.

Die Räuber Heigl-Geschichte: Vor rund 150 Jahren machte der Häuslersohn Michael Heigl von Beckendorf die Gegend um Kötzting unsicher. Jahrelang narrte er ein Großaufgebot von Gendarmen. Legendär ist seine Geschicklichkeit, der Verhaftung immer wieder zu entgehen. Er war einer der nicht den Armen das Wenige wegnahm, sondern den reichen Klerus und die Großgrundbesitzer mit seinen Raubzügen schröpfte. Heigl war ein Einzelgänger. An der Südflanke des Mittagssteins, etwa hundert Meter unterhalb des Gipfels befindet sich die "Räuber-Heigl-Höhle". Ein paar Felsbrocken, die vor einer Steilwand übereinander liegen, bildeten sein Geheimversteck, das die Polizei jahrelang verzweifelt suchte. Aus der Luft ist die Höhle nicht zu erkennen!

letzte Aktualisierung  Februar 2009