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Osser
| Lage: 6 km östlich von Lam im
Bayerischen Wald an der Grenze zur CS - Koordinaten
49 12 13,0 N 13 05 48,3 E - Startrichtung
220° - Höhenunterschied 550 m - vom 1.3 - 30.6. nur
Mitglieder des GSV Bayerwald startberechtigt! -
Wetterstation 0175 - 8 18 47 72
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Flüge über
eines der ältesten Gebirge der Welt
Als vor 320 Millionen Jahren die
Urkontinentalplatten Afrika und Europa zusammenstießen, wölbte sich dieses Gebirge
auf. Im Laufe von 200 Millionen Jahren schliffen Wind und Wasser die
Gipfel zu ihrer heutigen Form. Wellen aus Gneis und Granit überzogen vom endlos
erscheinenden Dunkelgrün der Wälder lassen beim Fliegen in der Morgensonne oder
Abendthermik das Gefühl grenzenloser Einsamkeit aufkommen. |
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Der Osser hat aus Naturschutzgründen einige Einschränkungen. In der Brutzeit (Auerhahn) dürfen nur
Mitglieder des Gleitschirmvereins Bayerwald starten. So soll eine zu starke Frequentierung
des Flugberges, aber v. a. des gegen Trittschäden sehr empfindlichen Startgeländes
vermieden werden. Eingerahmt
von den Wolkenschatten bei Superthermik leuchtet der Startplatz aus dem unendlich
erscheinenden Grün der Fichtenwälder.
Den Startplatz erreicht man vom
Parkplatz Ossersattel. Diesen fährt man von Lam aus an (gut ausgeschildert). Von
hier geht es noch 250 Höhenmeter hoch zur kleinen Osserwiese, dem eigentlichen
Startplatz; der offizielle Landeplatz ist neben dem Hotel Steigenberger. |
| Der Osser war seit je her ein
sagenumwobener, geheimnisvoller Berg. Da gab es den Osserriesen, der zum Füße waschen
den einen Fuß in den Schwarzensee und den andern Fuß in den Teufelssee steckte und dabei
jedes Mal große Überschwemmungen verursachte. Über den Osser verliefen im 19.
Jahrhundert Schmugglerwege. Bittere Not der von einer kargen Landwirtschaft lebenden
Bevölkerung war das Hauptmotiv der sogenannten "Schwirza". Sie nahmen weite und
gefährliche Nachtmärsche durch den damals nahezu undurchdringlichen Wald über den
Osser auf sich. Geschmuggelt wurde v. a. Rum, Zucker, Mehl und andere Lebensmittel, sowie
Vieh. |
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Heute können Gleitschirmflieger aus
über 1000 m Startüberhöhung auf die Bergwelt des Bayerischen Waldes herabblicken. Wer hier fliegt darf behaupten im Land der achtTausender (kein Tippfehler
diesmal!) unterwegs zu sein. Denn ringsum stehen acht Berge mit über 1000 Meter Höhe.
Gestartet wird von der Wiese am kleinen Osser - bei
Südwestwind.
Die Geräte müssen die letzten knapp 300 Höhenmeter
hochgetragen werden. Nichts für Drachenflieger mit heutigen Hochleistern (-gewichtern!) |
| Auf dem gut markierten Wanderweg
gelangt man zur Osserwiese, dem Startplatz. Die Osserwiese war früher eine
Hochweidefläche. Das Vieh von Lamer Bauern wurde hier hochgetrieben und blieb den kurzen
Sommer über. Die tolle Aussicht auf den Lamer Winkel und den Arber entschädigt auch die
Begleitpersonen. |
| Für das Mit-Hochtragen der Ausrüstung
ist ein hilfreicher Geist sehr zu empfehlen. Und bevor Sie dann über den Gipfeln kreisen,
schicken Sie ihn weiter auf Wanderschaft. Der Osser ist ein fantastisches Wandergebiet.
Seit 1995 ist er wieder in alle Himmels- richtungen offen. Im Rahmen eines Abkommens mit
der CS wurde sogar ein Grenzübergang für Wanderer eröffnet. |
| Nichtflieger gehen von der Osserwiese
(1078 m) weiter zum Großen Osser die letzten steilen Höhenmeter hoch. Hier (1293 m)
bietet sich dann ein schöner Rundblick, v. a. nach Osten ins Böhmische. Auf der
Nordostseite des Gipfels steht seit 1930 das Osserschutzhaus mit Einkehr- und
Übernachtungsmöglichkeit. |
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Der offizielle Landeplatz ist neben dem
Steigenberger Hotel. Für
Gleitschirmpiloten muss es nicht unbedingt ein Brett ebener Landeplatz sein, den solche
Wiesen sind nun mal im Gebirge rar. Als Drachenflieger möchte ich nicht ausprobieren wer
den besseren Wert hat: die Hangneigung oder der HG-Gleitwinkel. Doch ist dies nur eine
akademische Frage. Einen Hochleister schleppt ohnehin niemand auf den Ossergipfel.
Meine Empfehlung für Drachenflieger: Ein
kleine Antrieb hinten dran und ganz legal vom nahen Flugplatz in
Arnbruck starten. Auch mit
einem Paramotor sind die wenigen Kilometer leicht zu schaffen.
Bei Südwind ist der Kaitersberg, bei Ostwind der
Hohe Bogen als Startberg zu empfehlen. |
letzte Aktualisierung Februar 2011
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