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Piccolo
Maximum

| Bei der Entwicklung dieses
Ultraleichten war bestimmt etwas Bequemlichkeit im Spiel. Das Liegendfliegen mit dem
Minimum war wohl nicht die Sache von Herrn Kecur. Ein ordentlicher Konstrukteur weiß hier
selbstverständlich Abhilfe. So konstruierte die Firma Drachenstudio Kecur ein Minimum,
das im Sitzen geflogen werden kann. Es sieht schon etwas verwunderlich aus, wenn man mit diesem Ding zum
Start rollt. Die Steuerung erfolgt durch Gewichtsverlagerung, denn mit den Händen kommt
man ja nicht bis zu den Steuerbügelrädern runter. Man schiebt sich mehr schlecht als
recht hinter den Trapezstangen hin und her. Bei wenig Wind und ebener Bahn
funktioniert das auch recht ordentlich. Durchgesetzt hat sich das System nicht in großen
Stückzahlen. Wer nicht liegend fliegen wollte, leistete sich halt dann gleich ein Trike. |

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Die Motorleistung ist bescheiden,
der Luftwiderstand hingegen nicht. Der Piccolo wird durch den bei Minimums üblichen
Solomotor mit ca. 12 PS angetrieben. Die Aufhängung, das Spornrad und die Schubstangen
entsprechen weitgehend der Konstruktion beim Minimum. Als Fläche wird ein Drachen aus
eigener Fertigung verwendet, der Tropi. Am Hängegleiter sind Umbauten erforderlich: Trapez mit verlängerten
Seitenstangen, damit man hoch genug sitzt und die Beine beim Start nicht am Boden
schleifen, sowie eine geänderte Unterverspannung. Wer mit demselben Hängegleiter wieder
Drachen fliegen möchte, muss das Gerät erst wieder rückbauen.
Es dürfte schwierig sein, heute auf dem
Gebrauchtmarkt noch so ein Gerät aufzutreiben. |

Maximum

| Eine hervorragende Idee - aber damals
miserabel vermarktet. Der Motorgurt Maximum wurde von der kleinen Firma SDW
Ultraleicht in Gummersbach 1986 herausgebracht und bis etwa 1990 gebaut. Die Motoreinheit - ein
Solo Zweitakter, wie er auch beim Minimum verbaut wird, ist komplett in einem Karpfengurt
untergebracht. Schon 1984 konstruierte Helmut Großklaus so ein Gurtzeug mit
integriertem Motor. Er nannte es Biene Maja. Diese Erfindung des
Motorschirmgurtes verfolgte der Tüftler jedoch nicht weiter, sondern
überließ die Vermarktung den Schwaben. Was man bei konsequenter
Entwicklungsarbeit daraus hätte machen können, zeigten ein paar Jahre
später die Schweden mit ihrem Mosquito. Das
Fußstart-UL Maximum kann aber auch problemlos mittels Rollstart in die Luft gebracht werden. Die
Spornstützen werden in der Luft eingeklappt. Der 12 Liter-Tank ist an der Kielstange
befestigt. Als aerodynamisches Highlight gab es sogar einen Klapppropeller. Als
Rettungsschirm dient ein Turmsystem.
Zwar sieht das UL wegen der Steuerbügelräder und
dem wuchtigen Integralgurt nicht so dynamisch wie der heutige Mosquito aus, dafür
kann man aber auf Gras ohne weiteres ein Stück rollen und Laufschwache (+ kein
Gegenwind) bringen das Ding mit dem Rollstart doch noch in die Luft. Als Problem stellte
sich bei höheren Außentemperaturen die Kühlung des Motors heraus. |
Das SW-Bild ist dem drachenflieger magazin 6/87
entnommen
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