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„THE
MUSIC NEVER STOPPED“
Der Filmtitel basiert auf einen Song, der von einer verschlafenen
Gemeinde erzählt, die durch ein Rock-Konzert im Sommer zu neuem Leben
erwacht und auch noch weitertanzt nachdem „the band's all packed and
gone”. Die Band sind „Grateful Dead“ die in diesem Film noch eine
besondere Rolle spielt.
Henry (J. K. Simmons) und sein Sohn Gabriel (Lou Taylor Pucci) haben
eine gemeinsame Leidenschaft. Sie hören beide gerne Musik. Das sind in
den 1950er Bing Crosby, Frank Sinatra und die Bigband von Count Basie.
Doch Gabriels Musikgeschmack verändert sich in den Folgejahren. Jetzt
sind es plötzlich die Beatles, Bob Dylan und Grateful Dead.
Vater und Sohn verstehen sich nicht mehr. Und als Gabriel sich der
Anti-Vietnam-Bewegung anschließt, eskaliert das Ganze. Gabriel verlässt
sein Elternhaus auf Nimmerwiedersehen. Bis im Jahre 1986 sich ein
Krankenhaus bei den Eltern meldet. Gabriel leidet unter einem
Gehirntumor und muss sofort operiert werden.
Der Tumor ist zwar gutartig, aber sein Erinnerungsvermögen ist schwer
beschädigt, insbesondere sein Kurzzeitgedächtnis und er selbst ist
völlig hilflos. Nur wenn er Musik hört, erwachen seine Lebensgeister. Um
endlich wieder Kontakt zu seinem Sohn zu haben, engagiert der
verzweifelte Henry die Musiktherapeutin Dr. Dianne Daly (Julia Ormond).
Mithilfe des legendären Beatles Hits „All You Need is Love“ findet sie
einen ersten Zugang zu ihrem Patienten. Schnell wecken die größten Songs
der 60er und 70er Jahre verschollene Erinnerungen in Gabriel und helfen
ihm allmählich auch aktuelle Ereignisse im Gedächtnis zu behalten.
Gleichzeitig lässt Henry alle Ressentiments gegen die Musik seines
Sohnes fallen. Er entdeckt, dass Bands wie Cream und Sänger wie Bob
Dylan auch ihm etwas zu sagen haben. Und schließlich ergattert er sogar
Karten für ein ausverkauftes Grateful Dead-Konzert!
Ein kleiner, intimer Film, der aber eine wunderbare Geschichte erzählt
und auf der Basis von wahren Begebenheiten beruht. Mit einem wunderbar
harmonierenden Ensemble gekonnt dargeboten wird. Wobei Lou Taylor Pucci
als Gabriel der Höhepunkt ist.
105 Minuten – nicht für die breite Masse, eher für Nostalgiker und
Musikfans der 60iger.

ab dem
29.03.2012 im KINO
A.G.Wells
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