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Einschreibemarken an Selbstbedienungseinrichtungen

Einschreibemarken an Selbstbedienungseinrichtungen der Deutschen Post (DDR)

Seit dem 13. April 1967 bis zum Jahre 1990 gab es bei der Deutschen Post an zahlreichen Selbstbedienungspostämter (SbPÄ), Einschreibemarken. Jene EM sehen wohl einem herkömmlichen R-Zettel zum Verwechseln ähnlich, trotzdem sind die EM (Einschreibemarken) keine R-Zettel.

So zeigt sich ein maßgeblicher Unterschied in der oberen Zebraleiste der Einschreibemarken mit einem 50 Pfennig-Eindruck, wonach der Postkunde auch einen Betrag von 50 Pfennigen für diese "Leistung" zu bezahlen hatte.

Abbildung mit einer Sonder-Einschreibemarke zur Sozphilex 77 (Briefmarkenausstellung)

Abbildung mit einer Sonder-Einschreibemarke zur “Sozphilex 77” (Briefmarkenausstellung)


Es gab daher zwei verschiedene Einlieferungsscheine mit jeweils Blatt 1 und Blatt 2.

Es gab daher zwei verschiedene Einlieferungsscheine mit jeweils Blatt 1 und Blatt 2.


Es gab daher zwei verschiedene Einlieferungsscheine mit jeweils Blatt 1 und Blatt 2.

Ein Abschnitt des Einlieferungsscheines mit Blatt 1 wurde zusammen mit dem R-Brief in einem besonderen Briefkasten für Einschreibesendungen verbracht. Blatt 2 dagegen behielt der Postkunde selbst und verklebte den Quittungsteil (QT) der Einschreibemarke auf Blatt 2 des Einlieferungsscheines, jenen er dann als Nachweis aufzubewahren hatte.

Wie man sieht, also ein völlig anderes Verfahren als das Aufkleben der R-Zettel durch den Postangestellten. Wenn auch an verschiedenen größeren PÄ (Postämtern) im herkömmlichen "R-Zettel-Verfahren" verklebt wurde, so gab es trotzdem an denselben PÄ zusätzlich noch das oben beschriebene Selbstbedienungsverfahren. Die erste Hälfte der EM (Einschreibemarke) verkörpert den sogenannten Dienstleistungsteil (DLT) und wurde direkt auf den Einschreibebrief verklebt. Darüberhinaus musste natürlich noch das normale Briefporto mit 20 Pfennigen in herkömmlichen Postwertzeichen (Briefmarken) innerhalb der früheren DDR verklebt und mit 35 Pfennigen nach außerhalb der DDR frankiert werden.

Natürlich war hier ein versteckter Rationalisierungsdrang nicht zu übersehen, was jedoch weniger auf dem Rationalisieren und Sparzwang westlicher Länder basierte, sonder im wesentlichen dem allgemeinen und wohl schon fast chronischen Personalmangel entsprang!

Die Einschreibemarken sind mit ihren oft winzigen Auflagen hauptsächlich in postfrischer Erhaltung bereits gesuchtes philatelistisches Material. Auf Auktionen wurden zwischenzeitlich ganz erhebliche Aufschläge erzielt. Aber auch Briefmaterial welches in der Regel nur "echt gelaufen" vorkommt, werden schon aus zeitgeschichtlicher Optik heraus, sehr großes Interesse entgegen gebracht!
Es dürfte sich so wohl von selbst verstehen, dass dieses mittlerweile abgeschlossene Sammelgebiet innerhalb der deutschen Automatenmarken inzwischen philatelistisch nicht nur völlig neu und komplett erforscht wurde, sondern darüberhinaus auch eine hervorragende Katalogisierung erfuhr.

Als maßgebliches deutsches Standardwerk ist hier der Michel-Deutschland-Spezialkatalog zu nennen. Dieses beinhaltet die EM, natürlich ohne die verschiedenen Auflagen in der Grundkatalogisierung. Siehe auch unter http://www.briefmarken.de So verweist das Werk auch ausdrücklich auf das Handbuch und Spezialkatalog "Einschreibemarken an Selbstbedienungseinrichtungen der Deutschen Post" Das Werk erscheint zunächst auch wieder als kleine Auflage verständlich auch für den Anfänger sowie versierten Spezialisten zum Selbstkostenpreis!
So wird das Werk diesmal auch auf der nationalen Literaturausstellung "Lipsia 2007" in Leipzig, http://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig vertreten sein. Es ist dies eine Spezialausstellung im Rang 1 mit internationaler Beteiligung der Mitgliedsverbände der FEPA vom Bund Deutscher Philatelisten e.V. veranstaltet. Diese findet vom 28. September bis zum 30. September im Neuen Rathaus Leipzigs, Obere Wandelhalle statt.
Zu den Einschreibemarken der Deutschen Post (vom 13. April 1967 bis 1990) selbst, siehe auch unter "philatelie" 11/2002 ab Seite 23 unter http://www.bdph.de

 

Brief mit Stempel des ersten deutschen Selbstbedienungspostamtes

Brief mit Stempel des ersten deutschen Selbstbedienungspostamtes
in Berlin 1092, Dimitroffstraße 242

E-mail-Anfragen bitte unter ulrichhaubold@germanynet.de Für die meisten Sammler sind die kleinen Auflagen vielfach doch noch gerade erschwinglich und es gibt sogar auch noch Tauschmöglichkeiten. Interessanter für echte Sammler auch, da es sich hierbei noch um tatsächliche Bedarfspostwertzeichen handelt.
Keine "Bildchenmarken" also, welche den Postschalter noch nie gesehen hatten und mehr oder weniger nur für die Sammler gedruckt sind und wurden. Ganz besonders in heutiger Zeit sind die jeweiligen Auflagen von Postwertzeichen aller Art derart groß gehalten, als dass diese auf lange Sicht überhaupt noch jemals irgendwelche Wertsteigerungen erfahren könnten! Bei den Einschreibemarken dagegen darf man jedoch gespannt sein!
 

Brief mit Katalognummer 2B/58 - 1 b II des Haubold-Spezialkataloges

Oben abgebildeter Brief mit Katalognummer 2B/58 - 1 b II des Haubold-Spezialkataloges.


Der Ersteller betreibt keinen Handel, gibt aber gern Auskunft über Tauschverbindungen oder mögliche Bezugsquellen.

 

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