Normung der hellklaren Farben.   Um in die unübersehbar große Mannigfaltigkeit der bunten Farben Ordnung und Übersicht zu bringen, ist es auch hier nötig, sie zu normen, wie das in der Graureihe gesche­hen war. Diese Arbeit wird dadurch erleichtert, daß in beiden Fällen ganz ähnliche Gesetze bestehen.

Um nämlich Abstufungen hellklarer Farben herzustellen, welche glei­chabständig erscheinen, muß man die Verhältnisse ebenso nach einer geometrischen Reihe bestimmen wie bei der Graureihe (S. 9). Dabei tritt die Vollfarbe an die Stelle des Schwarz, während die Anteile des Weiß dieselben sind wie dort. Man bezeichnet sie demgemäß auch mit den gleichen Buchstaben a c e g i l n p  usw. wobei a wie in der unbun­ten Reihe Weiß (ohne Buntfarbe) bedeutet. Mit c wird die blasseste, d. h. am meisten Weiß enthaltende Farbe bezeichnet, mit p die tiefste mit dem wenigsten Weiß. Doch ist p keineswegs die tiefste überhaupt her­stellbare Farbe, denn auf Wolle, Seide, insbesondere Samt kommt man nach tiefer. Nur die benutzten Papierfärbungen bewirken hier eine prak­tische Grenze.

(Mitte Seite 21)

 

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