Herstellung.   Dem Maler sind die hellklaren Reihen bekannt, da sie entstehen, wenn man einen möglichst reinfarbigen Farbstoff mit zunehmenden Mengen eines weißen vermischt. Bei der Malerei mit Wasserfarben werden ähnliche Reihen erhalten, wenn man den Farbstoff in immer dünneren Schichten auf das weiße Papier legt. Hierbei

(Ende Seite 21)

 

(Ende Seite 22)

 

stellt sich heraus, daß auch diese Reihen (wie alle Reihen in der Farbenlehre) stetig verlaufen.

Eine genauere Untersuchung ergibt indessen; daß beim Vermischen mit Weiß oder Verdünnen mit Wasser der Farbton des Pigments meist eine Verände­rung erfährt. Im Kreß geht der Farbton mit zunehmender Verdünnung nach Gelb.

Rot und Veil ändern sich wenig; Blau wird grünlicher bei der Verdünnung; Grün um 21 bleibt stehen, Gelbgrün wird blauer. Dies sind die allgemeinen Verhält­nisse, die indessen noch durch die besondere Natur der Farbstoffe beeinflußt und abgeändert werden. Auch verhält sich derselbe Farbstoff etwas verschie­den, wenn er, mit Deckweiß vermischt oder als Lasur über Weiß gelegt wird, im erste Falle werden die Mischungen im allgemeinen blauer. Dies rührt daher, daß alle „trüben Mittel" (zu denen Deckweiß gehört) eine blaue Farbe bewirken, wenn sie auf einem dunklen Grunde. liegen. Ein solcher ist bei den Mischungen mit Deckweiß durch die Körnchen des Farbstoffs gegeben.

 Die Blätter 115-118 zeigen die Farben eines. blauen Farbstoffs bei zuneh­mender Verdünnung, während 119-122 die zugehörigen Farbtöne des Farb­tonkreises zeigen. Man erkennt, daß die Abweichung um so größer wird, je weiter die Verdünnung geht. Zwischen 115 und 118 beträgt sie zwei Normstu­fen.

(Unteres Viertel Seite 23)

 

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Weiter mit: Änderung des Aussehens

Home