Die dunkelklaren Reihen.   Mischt man Vollfarben mit zunehmenden Mengen Schwarz, so entstehen dunkelklare Reihen, die ähnlichen Gesetzen folgen wie die hell­klaren. Während aber die hellklaren Reihen der verschiedenen Farbtöne sich technisch mit guter Annäherung verwirklichen lassen, gilt dies nicht für die dunkelklaren. Dies liegt daran, daß es keine schwarzen Aufstriche gibt, die nicht sehr deutlich erkennbare Men­gen Licht zurückwerfen, wie man das beim Vergleich mit dem Schwarz des Dunkel­kastens (S. 7) sieht. Ebenso werfen auch alle anderen dunkelfarbigen Aufstriche einige Hundertstel weißes Licht zurück, und dieses trübt in deutlicher Weise die Reinheit der Erscheinung.

Am besten kann man dunkelklare Farben an bunten Glasfenstern, namentlich alten Kir­chenfenstern, sehen, in deren Farben Weiß nicht oder nur wenig vorkommt. Dort, wo die Farben des bunten Glases (absichtlich durch das Einbrennen eines schwarzen Pul­vers oder unabsichtlich durch Staub und Ruß) stufenweise bis zur Undeutlichkeit verdun­kelt werden, erscheinen dunkelklare Farben, die von der reinen Farbe des bunten Gla­ses bis zum vollständigen Schwarz führen.

(Ende Seite 24)

 

Hier ist eine Beimischung von Weiß ausgeschlossen; weil deren Ursache bei Aufstri­chen und Geweben, das von der Oberfläche zurückgeworfene ungefärbte Licht, nicht vorhanden ist.

 

 

In Gestalt von Aufstrichen kann man die dunkelklaren Farben nur unvollkommen verwirk­lichen; die Farben 128 bis 132 stellen die beste Annäherung dar, die sich mit den ver­fügbaren Hilfsmitteln erreichen läßt, doch enthalten sie noch 04 bis 02 Weiß.

(Ende Seite 25)

 

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