Sechster Abschnitt

Die Harmonie der Farben

 

Der Hauptsatz.   Die Erfahrung lehrt, daß gewisse Zusammenstellungen verschie­dener Farben angenehm, andere unangenehm oder gleichgültig wirken. Es ent­steht die Frage, wovon dies abhängt.

Die Antwort lautet: Angenehm wirken solche Farben; zwischen denen ein gesetz­mäßiger Zusammenhang, d. h. eine Ordnung besteht. Fehlt ein solcher, so wirken sie unangenehm oder gleichgültig.

Angenehm wirkende Farbengruppen nennen wir harmonisch; wir können daher das Grundgesetz aufstellen:

 

Harmonie = Ordnung.

 

Um alle möglichen Harmonien zu finden, muß man die möglichen Ordnungen im Farbkörper aufsuchen. Je einfacher die Ordnung ist, um so einleuchtender oder verständlicher ist die Harmonie. Solcher Ordnungen haben wir hauptsächlich zwei gefunden, nämlich die wertgleichen Kreise. und die farbtongleichen Dreiecke Die Kreise ergeben wertgleiche Harmonien aus, verschiedenen Farbtönen, die Dreiecke ergeben farbtongleiche Harmonien verschiedenen Weiß- und Schwarz­gehaltss.

(Unteres Drittel Seite 43)

 

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