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1979 setzte der Italiener Gian Piero Reverberi seine Idee, ein Kammerensemble für ein breitgestreutes Zielpublikum zu gründen, in die Tat um. Dabei liess er zwei Musiker und sieben Musikerinnen in venezianischen Original Rokoko-Kostümen des 18. Jahrhunderts auftreten, um dem Glanz und der mondänen Pracht des Barock neues Leben einzuhauchen. Zudem galt es, die Eigenkompositionen Reverberis in der für die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts bzw. erste Hälfte des 19. Jahrhunderts typisch leichten und gängigen Art zu spielen und zu produzieren, sowie eine eigenständige Mischung von Barock und Popmusik zu schaffen: Eine gelungene Mixtur von Schlagzeug und Streichern, Klavier und Synthesizern. In Anlehnung an diese, "Rondo'"genannte Musik, entstand Rondo Veneziano. Gian Piero Reverberi wurde am 29. Juli 1939 in Genua geboren und zählt zu den wichtigsten und hervorragendsten Persönlichkeiten der italienischen Musikszene. Sein Multitalent als Dirigent, Arrangeur, Komponist und Pianist zeichnet ihn ebenso aus wie seine unbestrittenen Fähigkeiten als exzellenter Produzent.
Nach Abschluss seines Studiums in den Fächern Klavier und Komposition am Paganini Konservatorium in Genua schloss sich Gian Piero Reverberi mit seinem um fünf Jahre älteren Bruder Gian Franco zusammen, welcher in der Musik- und Schallplattenszene bereits in den 60er Jahren sehr erfolgreich war. Den ersten Millionenhit "Se mi vuoi lasciare" schrieb Gian Piero Reverberi 1963 für Michele - einen Sänger der leichten Muse und Entdeckung seines Bruders Gian Franco. Danach ging es Schlag auf Schlag: 1968 produzierte er die Alben bekannter Rockgruppen wie "New Trolls" und "Le Orme", deren Album "Senza orario, senza bandiera" mit Texten von Fabrizio de Andre¨ als das erste Konzept-Album der italienischen Rockmusik gilt. Für Fabrizio de Andre (Top Hit in Deutschland: "Andrea") schrieb er nicht nur die Arrangements für seine ersten 8 Alben, sondern komponierte für ihn auch mehrere Songs. Über 7 Jahre arbeitete Reverberi als Arrangeur, Pianist und Dirigent mit Lucio Battisti zusammen und galt selbst für internationale Künstler wie Paul Anka, Neil Sedaka, Caterina Valente und einheimischen Künstlern wie Lucio Dalla, Ricchi e Poveri, Ornella Vanoni und Mina als Erfolgsgarant.
Auch bei Rondo Veneziano liess der Erfolg nicht lange auf sich warten: "La Serenissima" und "Odissea" traten ihren Siegeszug um die Welt an und gelten heute allgemein als konzertante venezianische Evergreens. Dance-Versionen dieser Titel wurden ebenfalls zu internationalen Erfolgen. Obwohl ein Grossteil der Titel von Rondo Veneziano nach wie vor der Feder Gian Piero Reverberis entspringen, ergänzt sich das Repertoire mittlerweile durch ausgewählte klassische Werke. Zudem versteht es Gian Piero Reverberi, seine Musik Rondo Veneziano zu thematisieren: Er bindet Originalinstrumente meisterhaft in "barockeske" Kompositionen ein, ohne dass dabei die Leichtigkeit der venezianischen Musik je darunter leidet. Seit nunmehr 23 Jahren gibt es Rondo Veneziano und alle Fans hoffe wohl auch noch 23 Jahre länger !!!
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