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Ich habe mir nun über mehr als fünfzehn Jahre hinweg Zeit gelassen, und habe mich dabei jeden Tag etwas mehr aktiviert, um mir von Tag zu Tag ein bisschen mehr abzugewöhnen Gott zu hassen, denn ich konnte niemals den Gott der von Ritualmenschen gemachten Weltreligionen fassen, drum musste ich ihn hassen. Ich weiß nun aber, die Naturbegabten im Glauben und in der Liebe, die können so viel Lieblosigkeit überhaupt nicht fassen, denn sie warten immer noch auf ein plötzliches Blitzlicht, über welches sie sich dann von Gott erleuchten lassen.
Keiner von ihnen weiß etwas von seinem Hassen, warum sollte Gott sie also nicht in Unwissenheit darüber lassen, denn nur wer sich ernsthaft hinterfragt, der beginnt auch etwas Wahres (die Wahrheit, die hinter seinem Hass, den der ganz normale Mensch zumeist verdrängt, verborgen ist) zu fassen.
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