Wir und die meisten Gründungsmitglieder der
Landesgruppe Harz und Heide im Verein der Rassehunde-Freunde e.v. (VRF) waren
im selben Hundeverband organisiert. Dort traf man sich auf Ausstellungen und
auf Vereinsversammlungen. Im laufe der Zeit kam man intensiver ins Gespräch uns
es stellte sich heraus das alle unter denselben Unzulänglichkeiten litten. Es
wurde von allen anderen Mitgliedern berichtet, dass sie zum Anfang sich sehr
gut aufgehoben fühlten und auch Beachtung fanden. Dieses Verhalten des
Verbandes änderte sich aber je länger man aktiv bei der Sache war. Vieles wurde
als selbstverständlich hingenommen und zum Teil auch verlangt. Ging es um
Hilfestellung auf Ausstellungen oder um die Organisation Vereinsinterna, wurde
dies ohne wenn und aber abverlangt. Es entstand zum Teil der Eindruck als habe
das ganze Leben um den Verband zu drehen. Leider wurde dabei vergessen, dass
die meisten Mitglieder berufstätig sind und auch Kinder zu versorgen haben. Es
entstand auch immer häufiger der Eindruck als seien die Hunde und die
Hundezucht völlig nebensächlich. Das einzige das wichtig schien waren die
Ausstellungen. Es konnten ganz junge Welpen an Ausstellungen teilnehmen und
selbst tragende Hündinnen wurden gerichtet, obwohl dieses laut
Ausstellungsordnung untersagt ist. Je mehr Einblick man in Verbandsinterna
hatte um so mehr fragte man sich nach welchen Kriterien Zuchttauglichkeiten
vergeben wurden. Auch die angekündigten Besichtigungen der Zuchtstätten
unterblieben und so konnten sich immer mehr „schwarze Schafe“ im Verein
etablieren um dort nach Lust und Laune Hunde vermehren. Wurde dieses Thema
einmal angesprochen war niemand aus der Führungsriege bereit dieses Thema zu
erörtern geschweige etwas zu verändern. Dazu kamen dann die Versuche
Mitglieder, welche Kritik äußerten, mundtot zu machen oder aus den Verband zu
entfernen. Dies alles führte dazu, dass die Idee, eine eigene Gruppe zu gründen
und sich einem seriösen Verein anzuschließen geboren wurde. Relativ schnell fanden
sich einige verantwortungsvolle Züchter und Deckrüdenbesitzer welche gerne
bereit waren sich der Gruppe anzuschließen und den Verband zu wechseln. In der
Landesgruppe Harz und Heide des VRF sind Hunde der unterschiedlichsten Rassen
vertreten, aber alle haben eins gemeinsam. Es geht in erster Linie um die Hunde
und eine verantwortungsvolle Zucht. Einen passenden Verein zu finden war nicht
ganz einfach denn die Zuchtordnung ist in fast allen Vereinen identisch und
damit zum Teil zu großzügig. Im VRF e. V. fanden wir dann das was unseren
Vorstellungen entspricht. Bis jetzt ist die Landesgruppe mit der Betreuung
durch den VRF vollends zufrieden und wir hoffen, dass die Zusammenarbeit in der
Zukunft auch weiterhin erfolgreich besteht.