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Mondfinsternisse könnten so schön
sein, wären da nicht immer diese lästigen Wolken am Himmel.
So oder so ähnlich lautet das Fazit des Schreibers dieser Zeilen
für das Jahr 2011. Auch wenn manchen immer wieder erklären
"Mondfinsternisse? Kennst Du eine, kennst Du alle...", so gehören
die kosmischen Schattenspiele doch immer wieder zu meinen
persönlichen Highlights in der Beschäftigung mit der
Astronomie. 2011 konnten zwei Mondfinsternisse von Deutschland aus
zumindest teilweise beobachtet werden. Am 10. Dezember 2011 war der Aufgang des nur
noch teilverfinsterten Mondes für die Zeit ab etwa 16:20 an meinem
Wohnort zu erwarten. Zusammen mit zwei Freunden aus Bremerhaven, mit
denen wir schon in China 2009 erfolgreich und Anfang 2011 eben in
Bremerhaven weniger erfolgreich im Schatten des Mondes gestanden haben,
begaben wir uns zu unserem "Standard-Beobachtungsplatz" am Wartturm bei
Schaafheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg (Südhessen).
Abb. 1: Es ist angerichtet Die totale Verfinsterung des Mondes war dort
nicht mehr zu beobachten aber das Ende der Finsternis wollten wir uns
natürlich trotzdem nicht entgehen lassen. Und ebenso
natürlich befand sich über den Bergen des Spessart am
Nordosthorizont, jsut dort wo der Mond aufgehen sollte, eine
hartnäckige Wolkenbank. ![]() Abb. 2: Da ist doch was zwischen den Wolken... Diese Wolkenbank lockerte sich zunächst
einmal nur in einem schmalen Streifen, ab etwa 16:45 Uhr dann aber mehr
oder minder ganz auf und so konnten wir dann doch das Ende des
Schauspiels noch ganz gut verfolgen, wie auch die hier gezeigten Bilder
belegen können. ![]() Abb. 3: Unten das Maintal mit
Aschaffenburg, oben lugt der Mond wieder hinter den Wolken hervor.
Abb. 4 und 5: Nicht perfekt aber
stimmungsvoll, der Mond mit Erdschatten...
Abb. 6: Kleine Zugabe, die Venus
als Abendstern über Windrädern und...
Abb. 7: ...nachdem die Mondfinsternis
zu Ende war, gesellten sich noch zwei Nebenmonde an Gut ein halbes Jahr zuvor war am Abend des
15. Juni
2011 am Himmel
über
Deutschland auch die zweite Hälfte einer Totalen
Mondfinsternis zu
beobachten. Erst nachdem der Mond bereits vollständig in den
Kernschatten der
Erde eingetreten sein war, war er allerdings über dem
Südosthorizont
aufgegangen. Der Schreiber dieser Zeilen versuchte auch
dieses Ereignis wieder am Wartturm bei
Schaafheim zu
beobachten.
Wolken versperrten auch hier - wie sollte es denn anders sein -
zunächst den Blick zum Mond. Erst
nach dem Ende der totalen Verfinsterung geben dann Wolkenlücken
den Blick auf den langsam aus dem Kernschatten der Erde wieder
heraustretenden Mond frei. Leider hatten da die meisten der rund 70
interessierten Mitmenschen, die den Weg zu diesem exponierten
Aussichtspunkt für dieses Schauspiel gefunden hatten, aber
bereits aufgegeben und den Heimweg angetreten. So enstanden die
nachfolgenden Bilder in kleinem Kreise mit dem 12,7cm MEADE
Apo-Refraktor und der Digitalkamera des Autors.
Abb. 8: Alles war angerichtet
mit
bester Horizontsicht... auf die Wolken....
Abb. 9: Kaum war die Totalität
vorbei, gaben die Wolken endlich den Blick auf den Mond frei.
Abb. 10: Immer wieder zogen noch dünne Wolken vor dem Mond vorüber...
Abb. 11: Je
weiter der Mond aus dem Kernschatten heraustrat, desto rarer machten
sich die Wolken Und
dieses Mal war die Dauer der totalen Verfinsterung mit 101 Minuten
ja sogar bemerkenswert
lang (maximal möglich sind 107 Minuten),
um so mehr war es schade, dass das Wetter mal wieder nicht mitspielte;
(c) Fotos UB, M. Libert, M. Hanke
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