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der Himmelshund die Sonne verschlingt Genau 18 Jahre, 10 Tage und ein paar Stunden nach erfolgreicher Beobachtung der "großen" totalen Sonnenfinsternis vom 11.07.1991 in Baja California (Mexiko) konnte der Schreiber dieser Zeilen in Wuhan / China Zeuge der nächsten Sonnenfinsternis aus diesem Saros-Zyklus werden. Und es war wieder eine "Big One", eine der großen Sonnenfinsternisse. Streng genommen war es sogar die längste totale Sonnenfinsternis in diesem begonnen 21.Jahrhundert unserer Zeitrechnung. ![]() Abb.
1: Schild in einem der zahlreichen Busse im Stadtgebiet von Wuhan, Über die Internetseite Astronomie.de
buchten wir zu Beginn des Jahres eine entsprechende Rundreise durch das
Reich der Mitte. Da die Reise von einem erfahrenen Finsternisbeobachter
aus Deutschland begleitet wurde, konnte ihr Ablauf so organisiert
werden, dass die Beobachtung der Finsternis in der Nähe der Stadt
Wuhan (ca. 8 Mio Einwohner) stattfinden sollte. Wuhan bot nach
einschlägigen Quellen im Internet und auch nach Meinung der
amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA klimatologisch mit die besten
Aussichten für einen wenigstens halbwegs wolkenfreien Himmel
für diese Jahreszeit. Denn im Juli ist Hochsommer auch in China
und wer noch die Bilder von den Olympischen Spielen 2008 in Erinnerung
hat, kann erahnen, dass in dieser Jahreszeit gerade auch für uns
Mitteleuropäer die meteorologischen Bedingungen dank großer
Hitze und zumindest im Süden hoher Luftfeuchtigkeit eher
suboptimal sind. Die Rundreise dauerte 12 Tage und führte unsere
16köpfige Reisegruppe von Peking über Xian und Wuhan nach
Nanjing, Suzhou und schließlich nach Shanghai.
![]() Abb.
2: Ob Verbotene Stadt und Kaiserpalast, ob Große Mauer oder die
nächtliche Skyline von Shanghai, die Rundreise durch den Osten
Chinas ließ fast kein touristisches Highlight aus. Aber im eigentlichen Fokus der Reise stand natürlich stets der Morgen des 22.07., wo unsere Reisegruppe die Finsternis einen Steinwurf nördlich der Zentrallinie nahe eines kleinen Dorfes beobachten wollte. Unser fachlicher Reiseleiter Günther Bendt aus Aachen hatte einen kleinen Hügel unweit des Flughafens ausgeschaut, von dem man einen sehr guten Rundumblick in die Landschaft hatte. Zeigte sich bei der frühmorgendlichen Fahrt vom Hotel zum Beobachtungsplatz der Himmel noch mit kompakten hohen und mittelhohen Wolkenfeldern übersät, so besserte sich rechtzeitig vor Beginn der Finsternis Himmelsbild und in Folge davon auch die Stimmung der Weitgereisten deutlich.
![]() Abb. 12: Herrschaftszeiten, es wird schon wieder heller!! Sind denn tatsächlich schon 5 min 25 sek Totalität gleich wieder zu Ende? Das waren bis jetzt doch höchstens gefühlte 20 Sekunden!!! ![]() Abb. 13: Tatsächlich, ein unvergeßlich schöner doppelter Diamantring beendet das Spektakel schon wieder...
Ein unvergessliches Erlebnis mit einer tollen Reisegruppe und einer Vielzahl von neuen Eindrücken aus einem Land zwischen Kapitalismus und Kommunismus liegt hinter uns. Übrigens: In 18 Jahren, 10 Tagen und ein paar Stunden wird der Mond wieder komplett die Sonne verdecken, dann über dem Tal der Könige in Ägypten. Drei Finsternisse eines Saros-Zyklus in drei Erdteilen, an den Stätten dreier der bedeutendsten Kulturen der Menschheit sehen, das wär doch mal was... also wir haben uns das jedenfalls schon Mal im Kalender dick angestrichen. Aber schon nächstes Jahr wird eine totale Sonnenfinsternis über den Osterinseln zu sehen sein. Das wäre natürlich auch mal ein Hammer....*seufz* Einen weiteren, sehr gut geschriebenen und reich bebilderten Bericht von einem anderen Mitglied unserer Reisegruppe gibt es hier bei den Bremerhavener Sternfreunden zu lesen. (c) aller Bilder bei Uwe Bachmann
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UB