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VEER - ZAARA war nominiert für die 55. Berlinale und gewinnt die Herzen der Deutschen Nation. Auch andere Länder honorieren dieses Epos des indischen Films

Die anspruchsvolle deutsche Presse schreibt:

„Yash Chopras leideschaftliches Plädoyer für Völkerverständigung, Frauenemanzipation und romatische Liebe ist Überwältigungskino in Vollendung - eine berauschende, hemmungslos sentimetale, grandios komponierte Sinfonie aus Farben, Bildern und Tönen. Gegen diese opulenten, kurzweiligen und herzzereißenden drei Kinostunden wirken "Romeo und Julia" oder "Titanic" geradezu nüchtern und langweilig! "Veer und Zaara" ein Musterbeispiel dafür, wie sich politisch-utopisches Potenzial und die traditionelle Gestalt hinreißenden Bollywood-Entertainments bestens vertragen können."
(TZ München)

"Shah Rukh Khan kämpfte, liebte, sang und litt als Agent für das indisch-pakistanische "Projekt Versöhnung". "VEER & ZAARA" urteilt nicht einseitig; kein Land wird verdammt, beide Religionen, Hinduismus und Islam, respektvoll gewürdigt. Die Fronten verlaufen zwischen den Generationen, hier die Kinder, dort die rückwärts gewandten Väter."
(Die Welt)

"Ein großartiges Melodrama. Jede Szene startet von Null und in jeder Szene erkennt man sich ein wenig selbst. Die Emotionen sind intensiver als in den großen Epen von MGM und Century Fox.“
(Süddeutsche Zeitung)

Die kreisende Kamera, der fallende Regen, das gleißende Licht, die überragende Musik und der unglaubliche Akt der Selbstlosigkeit potenzieren diesen Film zu einem Selbstläufer und kosmischen Ereignis.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Ein hemmungsloses Kinovergnügen, ein Fest der ganz großen Gefühle. Ein solcher Film wäre auch zwischen einem Israeili und einer Palästinenserin, zwischen einem Türken und einer Kurdin, in Nordirland oder Nordkorea eine große Tat. Bollywood ist utopisch. Seine Botschaft ist es diesmal nicht."
(Der Tagesspiegel)

"Man wippt bei den Songs mit den Füßen, seufzt aus tiefster Seele und hat 192 Minuten lang ein Herz für Inder."
(Woman)


Die Filmgiganten Bollywoods
Yash Chopra und Shahrukh Khan.

"Veer-Zaara" ist klassisches Bollywood-Kino in Vollendung. Kaum einer versteht sich darauf so gut wie Regisseur Yash Chopra, der als Produzent mit seiner Familienfirma Yash Raj Film eine der großen Legenden der Bollywood-Geschichte ist. Sein Sohn Aditya Chopra schreibt seit einigen Jahren die Drehbücher zu vielen der Yash-Raj-Filme und hat die Muster, die Klischees und die Plotvariationen, die es im kommerziellen indischen Kino in durchaus überschaubarer Anzahl gibt, offenkundig nicht nur verinnerlicht, sondern versteht sich auf die eigentliche und große Kunst des Systems: Sie in jedem gelungenen neuen Film wieder frisch aussehen zu lassen.

Was er auch zeigt, ist die gelegentlich etwas überraschende Tatsache, dass man mit der denkbar wirklichkeitsfernen Form des Bollywood-Films in denkbar wirklichkeitsferner Darstellung und zugleich großer Direktheit politisch werden kann, ohne dass das ins Verlogene kippen würde. Bar jeden Realismus ist etwa der Dialog vom Feminismus, den die Pakistanin Zaara mit Amitabh Bachchan, dem größten Star des indischen Kinos und damit dem wahrscheinlich berühmtesten Schauspieler der Welt, führt. Frauen sollten gleichberechtigt sein.

Keineswegs ist das die Hauptsache des Films, der die Herzen rühren und die Zuschauer bewegen will. Auch die pakistanisch-indische Versöhnungsbotschaft, auf die alles hinausläuft, ist Hauptsache nur nach Art des Nebenbei, mit dem sich die Wiedervereinigung der Liebenden ganz wie von selbst auch als Versöhnung der geteilten Nation lesen lässt. Im gelungenen Fall wird in Bollywood der schiere Kitsch zum reinen, unverlogenen Medium des Gefühls wie der Utopie. Wie aus der Künstlichkeit des Kitsches Gefühle ohne Falsch hervorgehen, das ist das Geheimnis und das Wandlungswunder von Bollywood, das sich in „Veer-Zaara“ durchaus erleben lässt.
(Auszug aus dem Archiv der TAZ)

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