das licht im saal erlischt der vorhang hebt sich
und da steht er der clown wir erwarten seinen tanz
so ist der tanz des clowns ein wandern zwischen
weinen und lachen zwischen traum und wirklichkeit
er hält uns den spiegel vor wir sehen in unser gesicht
und erblicken die seele des clowns
Ich steh` in meinem Garten hab` den Grill am Laufen
die Sonne brennt aus vollen Röhren auf mein Hirn
In der Rechten ´n Bier zum Löschen von Bränden
in der Linken ´n Fön zum Entfachen derselben
Es ist ´n dufter Tag so wie ich ihn liebe
es ist Samstag, heut` mach` ich mich frei
den Grill entmottet und vor dem Liegestuhl geparkt
nachher kommen die Jungs noch vorbei
Plötzlich kommt neben mir ´n Rasenmäher zu Stehen
und mir ist fast klar was jetzt kommt
mein Depp von Nachbar grinst mich schräg von der Seite an
Na machen Sie sich´s heut` schön
Aber können Sie vielleicht ´n bißchen mit dem Rauch aufpassen
unser Hund ist da sehr empfindlich
Ich nicke freundlich und denke leck` mich am Arsch
für mich zählt heut` nur eins
Party On
Mein Nachbar labert weiter, erzählt mir was von Krieg
von Bestechung in der Politik
morgen seien Wahlen und ob ich denn auch schon
den neuen Nachrichtensender krieg`
Ich erzähl` ihm mein Kumpel hätte seine Tochter gebügelt
und die wär dann jetzt wohl schwanger
dazu brauch` ich keine Nachrichtensender
das erzählt sich die ganze Straße
Party On
Sein Gelaber bleibt ihm im Halse stecken
dann schreit er mich an das könne nicht sein
ich sage Mann ich war leider nicht dabei
aber sie soll ganz gut gewesen sein
Dann wende ich mich der Sonne zu
check` die Lage auf dem Rost
und während ich an der Flasche sauge
spiel` ich ´n Solo auf`m Fön.
(S.D. 22.02.02)
Ich will tanzen mit Dir auf dem höchsten Stern
Mache Dir den Horizont zum Geschenk
Die Dunkelheit wird hell durch uns
Wir scheißen auf die Zeit segeln Richtung Ewigkeit
Spiegel des Mondes im Angesicht
Schließe die Augen und vergesse den Weg
Laß Dich treiben durch schlichtes Sein
Der Weg zum Ziel findet sich von allein
Öffne den Mund und laß es hinein
Der Geschmack der Droge wird nicht bitter sein
Laß Deine Sinne explodieren
Mein Schatz hab` keine Angst vor`m Ausprobieren
Ich kenn mich aus was Dir gefällt
Weise Dir die Schönheit dieser Welt
Freier Fall in dumpfes Nichts
Völlig normal das geht vorbei
Begrüß` schon mal Deine Weggefährten
Lächelnde Engel im Schlepptau den Tod
Lächelnde Engel im Schlepptau den Tod
Lächelnde Engel im Schlepptau den Tod
Ein Schritt zu weit, kein Weg zurück
denn so stark bist Du nicht
Klammer` Dich an Dein kleines bißchen Leben
daß in Deinen Händen zerfällt
Gewöhn` Dich dran an das Gefühl
der Angst und der Unbefriedigung
Deiner Sucht doch wenn Du was brauchst
dann komm ruhig zu mir
komm ruhig zu mir
komm ruhig zu mir
(S.D. 30.06.01)
Wir haben uns ewig nicht gesehen
doch ich hab` dich gleich wiedererkannt
In deinen Augen brennt immer noch - dieses Feuer
makellose Züge lächeln mich an
täuschen Unschuldigkeit vor
wüßt` ich nicht Bescheid wär`s schon wieder - um mich geschehen
Du Göttin & Hure in einer Gestalt
Du Botin des Teufels im Engelsgewand
1. Du liebkosender Wind, Du tobender Sturm
2. Gaukelst machtlosen Männern wahre Liebe vor
Du schwärmst von alten Zeiten
schilderst sie so wunderschön und bunt
wenn du noch weiter redest - glaub` ich fast selber dran
Erzählst was von ewiger Liebe
von wahren Gefühlen die niemals vergeh`n
hab` mich längst in deinen Augen verloren - bereit zum untergeh`n
Ref.
Schneller Fick in weißem Licht
Vernunft in Alkohol ertränkt
hab` wahrhaftig geglaubt, ich kann dir widersteh`n
(S.D. 23.07.01)
Ich hab` nie die Sonne am Himmel bemerkt
Ich hab` nie nach dem ´Warum` gefragt
Ich hab` mich nie über mein Dasein gefreut
Ich hab` nie - gespendet
´Vom Winde verweht` hab` ich nie gesehen
noch nie vor Freude geschrien
Ich hab` nie mein Herz zerspringen hören
Doch dann traf ich Dich (4x)
Ich hatte nie im Leben ´nen feuchten Traum
Ich war niemals schüchtern
Ich hab` nie Bücher über Liebe gelesen
Ich hab` nie - geweint
Horoskope waren mir egal
Briefmarken erst recht
Wer waren doch gleich Romeo und Julia
Doch dann traf ich Dich (4x)
Letzte Nacht hab` ich Dich gefragt,
ob Du mich heiraten würdest.
Du hast mich bloß ausgelacht,
scheiß auf blöde Liebeslieder.
(S.D. 29.12.2000/03.05.2001)
eine welt die sich um uns dreht
eine reise von der man nicht weiß wohin sie geht
ist hier ziel oder beginn
hunger und reichtum geben sich die hand
gott segne unser vaterland
hört das jauchzen der chöre in der nacht
das leise verhallt
asche zu asche und staub zu staub
ein leben voll lügen und voll ironie
auf dem schlachtfeld gegen das schicksal verloren
was bestimmt den weltenlauf
zeichen der zeit auf sturm
der einzelne stirbt für das kollektiv
stimmt bei der wahl für die abrüstung der hirne
klatscht in die hände verfallen dem wahn
der euer denken bestimmt
Lautes
Lachen in der Nacht
Der
Geist der Fastnacht ist erwacht
Die
Turnhalle erstrahlt im hellen Glanz
Der
Elferrat, er bittet zum Tanz
Öffne
die Tür und trete ein
Traue
dich dabei zu sein
Bei
uns geht keiner über Bord
Wer
einmal dabei ist will nie mehr fort
Karneval
Frischbörner
Karneval
Setzt
die Segel seid bereit
Wir
reisen durch die 5. Jahreszeit
Der
ganze Saal festlich geschmückt
Ganz
Frischborn ist angerückt
Zur
großen Narrenschau
Hier
im Turnhallenbau
Hoppeditz
und Elferrat
Ballett
vom Hof und Prinzenpaar
Jeder
schafft soviel er nur kann
Wir
stehen zusammen bis zum letzten Mann
Karneval
Frischbörner
Karneval
Setzt
die Segel seid bereit
Wir
reisen durch die 5. Jahreszeit
Vergesst
Mainz oder Kölle am Rhein
Wer
die wahre Fastnacht spür`n will
Muss
mindestens einmal in Frischborn gewesen sein
Sie ist wieder da
Die närrische Zeit
Es brennt in unser`n Herzen
Jetzt ist es endlich so weit
Jetzt geht nur noch Vollgas
Durch die Kampagne nach vorn
Wer die Stille sucht
Hat bei uns nix verlor`n
Frischborn
Helau, Frischborn Helau
Frischborn
Helau, Frischborn Helau
So soll
es laut und hell erklingen
Durch
die ganze Welt
Frischborn
Helau
Der Elferrat
Endlich wieder aufgeplant
Und nur für euch
Legen wir uns ins Zeug
Alle Aktiven
Und ihr hier im Saal
Begrüßt mit mir
Den Geist Karneval
Frischborn
Helau, Frischborn Helau
Frischborn
Helau, Frischborn Helau
So soll
es laut und hell erklingen
Durch
die ganze Welt
Frischborn
Helau
Die Narrenkappe
Tief im Gesicht
Das Herz am rechten Fleck
Und muss die Welt
Auch irgendwann untergeh`n
Frischbörner Karneval wird ewig besteh`n
Auf dem Weg zur Arbeit
Treff` ich einen Freund
Hundert Jahre nicht geseh`n
Mann ham wir uns gefreut
In der nächsten Kneipe
Lassen wir den Tag ausklingen
Und bis auf die Straße
Hört man uns singen
So
jung, so jung, so jung komme mir net mehr zusamme`
Abends in der Disco
Seh` ich eine Frau
Paar Augen wie Smaragde
Super Körperbau
Ich gleich zu ihr hin
Und stell` mich erstmal vor
Und dann flüster` ich
Leise in ihr Ohr
So
jung, so jung, so jung komme mir net mehr zusamme`
Der eine steht auf Äppelwoi
Der andere steht auf Bier
Doch alle woll`n wir feiern
Und darum sind wir hier
Das Leben ist zu kurz
Um nur Trübsal zu blasen
Drum schreit es alle
Laut durch die Straßen
(Steffen Dahmer, 2011)