Brigadetagebüchererzählen über die sozialistische Arbeits- und Lebensweise auf den Fischereischiffen der DDR in den Jahren 1974 -bis zum Ende der DDR 1991 |
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Dem Schiffskoch Reinhardt Jennermann ist es zu verdanken, dass hier auf der Page von 2 Schiffen die Inhalte der Brigadetagebücher vorgestellt werden können. Brigadetagebücher sind ein ganz typisches Relikt der sozialistischen Lebens- und Arbeitsweise in der damaligen DDR. Ob an Land oder auf See - überall wo die "Werktätigen" zusätzlich am Jahresende einige DDR-Mark zusätzlich in die Tasche stecken wollten und das war der überwiegende Teil der Arbeitskollektive in den Betrieben und auf den Schiffen wurde der 'Kampf um den Titel' "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" aufgenommen. Um den Titel zu erhalten mußten alle Gewerkschaftsmitglied sein, dem Kollektiv der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft angehören, ein Brigadetagebuch führen , auf dessen Grundlage der Titel verteidigt werden mußte und wenigstens einmal im Jahr ein Solidaritätsbeitrag für die "um ihre Freiheit kämpfenden Völker " gespendet werden und natürlich die Planziele und der Gegenplan erfüllt werden. Meistens gehörte noch eine Patenschaft, wie hier eine Schulklasse, dazu. Ich will hier die Aufzählung beenden, damit aber keineswegs auf Vollständigkeit plädieren. Die Kopien der Beiträge aus diesen Brigadetagebüchern sind eventuell für manchen Leser etwas beschwerlich lesbar, doch die meisten Berichte erklären uns recht gut wie es im sozialistischen System zuging, wenn auch Kritik eigentlich gar nicht gern gesehen wurde und man damit sehr sehr sparsam umgehen mußte. Doch wer dieses Land DDR verstehen lernen möchte bekommt diesen Staat auf diesen Seiten sehr gut und lebensnah vorgeführt.
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