anlässlich der Feierlichkeiten zum 100.
Geburtstag des Nähmaschinenwerkes Wittenberge hat man an mich die Bitte herangetragen,
ein Grußschreiben zu senden.
Diese Bitte ehrt mich sehr und gern erfülle ich diesen Wunsch; dennoch stellte ich mir
die Frage - warum gerade ich.
Mit Nadel und Faden kam ich erstmals in der Grundschule in Berührung;
da stand einmal wöchentlich das Unterrichtsfach Nadelarbeit auf dem Stundenplan. Zu den
Lieblingsfächern gehörte Nadelarbeit für mich nun nicht gerade.
In meinem Elternhaus stand natürlich eine Singer-Nähmaschine. Meine
Mutter schneiderte darauf für mich und meinen Bruder so manches Kleidungsstück.
Später dann, während meiner Wettkampfreisen hätte ich mit öfters
gewünscht, dass eine Nähmaschine zur Verfügung steht. Durch die hohe Beanspruchung der
Trainings- und Wettkampfbekleidung platzte auch schon mal eine Naht und mir blieb nichts
anderes übrig, als zu Nadel und Faden zu greifen.
Die Erfindung der Nähmaschine ist wirklich ein Segen für die
Menschheit.
Zum nunmehrigen 100. Geburtstag gratuliere ich ganz herzlich.
Mit freundlichem Gruß
Jens Weißflog