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Festspielstory

Ein durch die Betriebsleitung des VEB Nähmaschinenwerk Wittenberge berufenes Festspielkomitee organisierte und veranstaltete im Jahre 1970 die ersten Betriebsfestspiele, die Veritas-Festspiele.

Unter der Regie der Klubhausleitung erarbeitete das Festspielkomitee ein Rahmenprogramm für und vor allem mit den Werksangehörigen. Die Festspiele waren eine Art "Leistungsschau" über die verschiedensten Genres der kulturellen Freizeitbeschäftigungen der Arbeiter und Angestellten des Nähmaschinenwerkes Wittenberge. Das "Hobby" stand dabei im Mittelpunkt aller Veritas-Festspiele.

Man sollte alle Tage wenigstens
ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen
und wenn es möglich zu
machen wäre einige
vernünftige Worte sprechen.

Johann Wolfgang von Goethe

Im Nähmaschinenwerk Wittenberge wurde seit der Grundsteinlegung des Werkes im Jahre 1903 die Kultur und Kunst, in dieser oder jener Form der politischen Systeme, unterschiedlich stark gefördert.

Zahlreiche 
Nähmaschinenwerker
pflegten ihr Hobby oder
ihre Leidenschaft in
verschiedenen Zirkeln,
Arbeitsgemeinschaften,
Projekten,
Kameradschaften,
Volkskunstkollektiven,
Vereinen oder
Interessenklubs. Einige
von ihnen brachten
es bis zum 

Professionalismus, zum Beispiel das Arbeitervarieté. Der tiefe Sinn der Festspiele, das Amateure und Berufskünstler gemeinsam kulturell und künstlerisch agieren, entfaltete sich im Arbeitervarieté der Stadt Wittenberge auf beeindruckende Weise und war für beide Seiten von hohem Nutzen. Das Arbeitervarieté hatte einen hervorragenden Ruf auf dem europäischen Festland.

  Die Veritas-Festspiele waren das "Grand Spektakel" der Kulturevents in
  der Prignitz. Unter der Regie der Klubhausleitung wurden die Festspiele
  alljährlich durchgeführt.

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