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Krüger Nationalpark in Südafrika

 

Affenbrotbaum (Bild 1982 von HJW)AFFENBROTBAUM!.... Die Vegetation im Krüger NationalparkUnsere
Übernachtung
im Camp. (Bild 1982 von HJW) besteht vorwiegend aus Bushveld, einer Mischung aus Grasland, verschiedensten Büschen und Bäumen. Im nördlichen Teil des Parks ist der Bewuchs, bedingt durch höhere Niederschläge, dichter als im Süden. Hier findet man auch die charakteristischen Baobabs, die afrikanischen Affenbrotbäume. Der Affenbrotbaum zeichnet sich durch einen relativ kurzen, aber extrem dicken Stamm aus. Bemerkenswerterweise werden diese Ausmaße allein durch primäres Dickenwachstum erreicht. In Ostafrika treten sehr häufig auch flaschenförmige Stammformen auf, bei der sich der Stamm abrupt in wenigen Metern Höhe stark verjüngt. Die Baumkrone besteht aus kräftigen, oft unförmig(Bild 1982 von HJW) erscheinenden Ästen, die eine weit ausladende Krone bilden. Im unbelaubten Zustand erinnert die Astkrone an ein Wurzelsystem, was zu der Legende beigetragen hat, der Affenbrotbaum sei ein vom Teufel verkehrt herum gepflanzter Baum. Der Stamm ist häufig tief gefurcht oder weist kehlige Vertiefungen auf. Die graubraune bis graue Rinde ist zwischen fünf und zehn Zentimeter dick, deshalb kann der Baum auch kleinere Buschbrände relativ unversehrt überstehen. Sie ist außen hart und innen faserig. Junge Bäume haben zuerst eine Pfahlwurzel. Mit zunehmendem Alter des Baumes entwickelt sich ein Lateralwurzelsystem, das bis in 1,8 Meter Tiefe reicht. In horizontaler Richtung erstreckt sich das Wurzelsystem weiter als die Baumhöhe.Welche Ausmasse diese Brotbäume haben, ist deutlich auf dem Bild rechts zusehen. Dagegen bin ich nur ein kleines Lebewesen.

Elefant (Bild 1982 von HJW)ELEFANT!.... Ein Afrikanischer Elefantenbulle wird durchschnittlich 3,20 m groß und 5 t schwer. Ausnahmsweise können Bullen auch eine Körpergröße von 4 m und ein Gewicht von 7,5 t erreichen. Kühe sind kleiner und leichter als Bullen, im Schnitt werden sie 2,50 m groß und 2,8 t schwer. Die Kopfrumpflänge beträgt 6,00 bis 7,50 m, der Schwanz ist etwas länger als 1,00 m.Im Gegensatz zum Indischen Elefanten besitzen sowohl die Männchen als auch die Weibchen in aller Regel Stosszähne. Sie können beim Männchen gelegentlich bis 3 m lang und 100 kg schwer sein. Beim Bullen wachsen die Stoßzähne ein Leben lang sowohl in die Länge als auch in die Breite. Die Stoßzähne der Kuh wachsen nach dem 15. Lebensjahr nur noch in die Länge und dies mit einer sehr viel langsameren Geschwindigkeit als beim Bullen; sie wirken daher schlanker als die des Bullen. Die Stoßzähne werden zum Graben, Stochern und zur Verteidigung eingesetzt und damit abgenutzt; sie können dabei auch ganz oder teilweise abbrechen.Am Rüsselende besitzt der Afrikanische Elefant zwei Finger, der Indische Elefant nur einen. An den Vorderfüßen trägt er meist nur vier und an den Hinterfüßen meist drei Zehen. Elefanten können nicht schwitzen. Nur über die gut durchbluteten Ohren, die von bis zu 14 Litern Blut pro Minute durchflossen werden, kann überschüssige Wärme abgegeben werden. Das erklärt ihre Größe.

PAVIAN!...Der Bärenpavian (Papio ursinus) ist eine Primatenart aus der Gattung der Paviane. Mit einer KörperlängeEine Familie von Paviane. (Bild 1982 von HJW) von bis zu 115 cm und einem Gewicht von 15 bis 31 kg bilden sie die größte und schwerste Pavianart. Äußere Kennzeichen sind das dunkelbraune oder graue Fell, die lange Schnauze und die Tatsache, dass Männchen im Gegensatz zu anderen Pavianarten keine Mähne haben.Ihr Verbreitungsgebiet ist das südliche Afrika und erstreckt sich bis Südafrika. Innerhalb des Verbreitungsgebietes können Größe und Fellfärbung variieren, besonders kleine Bärenpaviane kommen zum Beispiel in der Kalahari vor.Wie alle Paviane leben sie in Gruppen, meistens in gemischten Gruppen, in manchen Regionen (zum Beispiel das gebirgige Südafrika) dominieren jedoch die Einmännchengruppen. Sie besitzen ein komplexes Gruppenverhalten und kommunizieren mittels Körperhaltungen, Gesichtsausdrucken, Lauten und durch Körperkontakte. Bärenpaviane sind Allesfresser mit einer Vorliebe für Früchte, die jedoch auch Blätter, Insekten, Samen und kleinere Wirbeltiere zu sich nehmen.

Leopard (Bild 1982 von HJW)LEOPARD.... Der Leopard (Panthera pardus) ist eine Art innerhalb der Familie der Katzen, die in Afrika und Asien verbreitet ist. Im Kaukasus kommt sie darüberhinaus auch am äußersten Rande Europas vor. Der Leopard ist nach Tiger,Löwe und Jaguar die viertgrößte Grosskatze. Sicht-, Geruchs- und Hörsinn der Tiere sind aussergewöhnlich gut entwickelt. Ausserdem sind die Raubkatzen gute Kletterer und Schwimmer. Die Leoparden des Bushvelds wiegen im Durchschnitt selten mehr als 70 kg. Dennoch sind sie in der Lage, auch grosse Beutetiere, wie z.B. Impalas, in Bäume hochzuziehen, um sie vor anderen Raubtieren in Sicherheit zu bringen. Leoparden sind Einzelgänger. Männliche und weibliche Tiere leben in getrennten Territorien. Das Gebiet des Männchens überlappt aber meist mehrere weibliche Reviere, und während der Paarungszeit paart sich ein Leopard mit jedem brünstigen Weibchen seines "Herrschaftsbereiches".

WARZENSCHWEIN.... Warzenschweine ähneln auf den ersten Blick einem etwas flacheren Wildschwein mitWarzenschwein (Bild 1982 von HJW) einem etwas zu groß geratenen bizarren Kopf. Vor allem die sechs paarig angeordneten Warzen am Kopf und die halbkreisförmigen, bis zu sechzig Zentimeter langen, gekrümmten Hauer (die Eckzähne des Oberkiefers) tragen zu diesem Eindruck bei. Die unteren Eckzähne sind ebenfalls verlängert, sie sind kürzer, aber schärfer. Die Warzen, die besonders bei alten Männchen sehr groß sein können, sind reine Hautgebilde ohne knöcherne oder Muskelgrundlage, die bereits beim Embryo angelegt sind. Der kurze Hals trägt eine Art Wamme. Das gewöhnlich graue Fell der Warzenschweine ist aufgrund seiner wärmeren Heimat wesentlich weniger dick als das der mitteleuropäischen Wildschweine. Es hat eine lange Nacken- und Rückenmähne, die sich bei Gefahr aufstellt und einen mit einer Quaste versehenen Schwanz, den es bei Flucht oder Angriff aufstellt. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 90 bis 150 Zentimeter, der Schwanz wird 25 bis 50 Zentimeter lang und die Schulterhöhe beträgt 64 bis 85 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 50 und 150 Kilogramm, wobei die Männchen schwerer als die Weibchen werden.

Antilope (Bild 1982 von HJW)ANTILOPEN....Antilopen gehören zur grossen Gruppe der Hornträger . Sie tragen ihre Hörner ihr Leben lang und werfen sie niemals ab. Bei den meisten Arten tragen nur die Männchen die Stirnwaffe. Bei einigen Arten haben jedoch beide Geschlechter Hörner. Antilopen sind besonders im Kruger Park sehr zahlreich vertreten. Allein von den anmutigen Impalas , der am meisten verbreiteten Art, gibt es ungefähr 100.000 Exemplare. Daneben kann man die sprungstarken Kudus beobachten, die mühelos über 2,50 Meter hohe Zäune springen können oder die etwas "anrüchigen" Wasserböcke (rechts), deren Fleisch einen ranzigen Geschmack annimmt, sobald sie älter als drei Monate sind. Das schützt sie relativ gut vor Verfolgung durch Raubtiere. Auch die inzwischen seltene Kuhantilope  ist in vielen Parks wieder heimisch gemacht worden..

IMPALA.... Impalas erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm und ein Gewicht von 40 kg (Weibchen) bis 65 kgImpala (Bild 1982 von HJW) (Männchen). Sie sind oben rehbraun gefärbt, die Flanken haben dabei eine etwas hellere Farbe. Der Unterbauch, die Brust, die Kehle und das Kinn sind weißlich. Den Steiß ziert beidseitig ein senkrechter schwarzer Streifen.  Der Kopf ist zierlich, die Augen groß und die Ohren schmal und spitz. Die Männchen haben leierartige Hörner, die bis zu 90 cm lang werden können und nach hinten, seitwärts und oben ausschwingen. Während der Fortpflanzungszeit bewacht ein Impalamännchen in der Regel eine Gruppe von Weibchen. Dabei geht er wie auf einer Parade hin und her, zeigt seine Hörner, legt die Ohren zurück und hebt seinen Schwanz. Der Kampf der Männchen um einen Harem lässt sich in drei Kampffolgen aufteilen. Im ersten Teil demonstriert der Herausforderer seine helle Bauchseite, gähnt und lässt die Zunge herausschnellen. Dann senkt das Männchen seinen Kopf als Herausforderung zum Kampf. In der zweiten Phase stehen sich die beiden Rivalen einander mit erhobenem Kopf gegenüber, rücken vor und ziehen sich wieder zurück. Gibt nach dieser Demonstrationsphase noch keines der Männchen auf, verkeilen die beiden Tiere die Hörner ineinander und schieben sich vor und zurück, trennen sich wieder und beginnen mit ihrem Schiebekampf wieder von vorne, bis eines der Tiere aufgibt.

Gnu (Bild 1982 von HJW)GNUS.... Streifengnus - so benannt wegen ihrer dunklen Streifen auf Hals und Flanken - leben in den offenen Savannen Südafrikas. Sie sind gesellig und man sieht sie meist in Gruppen von 20 bis 40 Tieren, zuweilen auch in grösseren Herden. Die Herde besteht meist aus Kühen und Kälbern und wird von einem Leitbullen angeführt. Daneben gibt es Herden, die aus Junggesellenbullen bestehen. Streifengnus äsen, wenn es kühl ist, also am frühen Morgen und späten Nachmittag. Während der wärmeren Tageszeit sieht man sie meist passiv unter schattigen Bäumen stehen. Zur Paarungszeit nehmen die Bullen ein Territorium ein, das energisch verteidigt wird. Kühe gebähren nach achteinhalb Monaten Tragzeit ein bis zwei Kälber, die sofort laufen können. Die Lebenserwartung des Streifengnus beträgt 15 bis 20 Jahre.

ZEBRA.... Das Steppenzebra zeichnet sich im Vergleich zu anderen Arten wie dem Grevyzebra und demZebra (Bild 1982 von HJW) Bergzebra durch kürzere Ohren und breite, pferdeartige Hufe aus. Die Färbung der Steppenzebrarassen ist örtlich sowie auch individuell außerordentlich verschieden, die Keulenzeichnung aber reicht immer weit auf die Körperseiten hinaus. Je nach lokaler Rasse unterscheidet sich die Farbe der Streifung von lackschwarz bis dunkelrotbraun, die helle Grundfarbe von klarweiß bis rötlichbraun. Dabei zeichnet sich das Fell durch "Schattenstreifen" aus, die manchmal die weißen Streifen überlagern. Dabei setzen sich die Streifen auf dem Bauch fort. Eine schwarz-weiße Mähne erstreckt sich vom Scheitel bis zum Widerrist. Steppenzebras haben relativ kurze Beine und erreichen eine Widerristhöhe von 1,40 Meter. Sie sind etwa 2,3 Meter lang und wiegen ca. 230 kg. Bei der Geburt wiegt ein einzelnes Fohlen ca. 30 kg. Steppenzebras sind sehr soziale Tiere und leben normalerweise in kleinen Familiengruppen, die aus einem einzelnen Hengst, einer bis zu mehreren Stuten sowie deren Nachwuchs bestehen. Die Gruppengröße ist dabei abhängig von der Qualität des Lebensraumes. Je schlechter die Lebensbedingungen, desto geringer die Herdengröße. Zeitweilig leben die Steppenzebras in größeren Herden zusammen, sowohl mit anderen Zebraherden als auch völlig verschiedenen Gattungen, wie beispielsweise den Gnus.

 

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Revised and partly renewed by Hansi Wolters, last modified Novembre.2009