AFFENBROTBAUM!.... Die Vegetation im Krüger Nationalpark besteht vorwiegend aus Bushveld, einer Mischung aus Grasland, verschiedensten Büschen und Bäumen. Im nördlichen Teil des Parks ist der Bewuchs, bedingt durch höhere Niederschläge, dichter als im Süden. Hier findet man auch die charakteristischen Baobabs, die afrikanischen Affenbrotbäume. Der Affenbrotbaum zeichnet sich durch einen relativ kurzen, aber extrem dicken Stamm aus.
Bemerkenswerterweise werden diese
Ausmaße allein durch primäres Dickenwachstum erreicht. In Ostafrika treten sehr häufig auch flaschenförmige Stammformen auf, bei der sich der Stamm abrupt in wenigen Metern Höhe stark verjüngt. Die Baumkrone besteht aus kräftigen, oft unförmig erscheinenden
Ästen, die eine
weit ausladende Krone bilden. Im unbelaubten Zustand erinnert die Astkrone an ein Wurzelsystem, was zu der Legende beigetragen hat, der Affenbrotbaum sei ein vom Teufel verkehrt herum gepflanzter Baum. Der Stamm ist häufig tief gefurcht oder weist kehlige Vertiefungen auf. Die graubraune bis graue Rinde ist zwischen fünf und zehn Zentimeter dick, deshalb kann der Baum auch kleinere Buschbrände relativ unversehrt überstehen. Sie ist außen hart und innen faserig. Junge Bäume haben
zuerst eine Pfahlwurzel. Mit zunehmendem
Alter des Baumes entwickelt sich ein Lateralwurzelsystem, das bis in 1,8 Meter Tiefe reicht. In horizontaler Richtung erstreckt sich das Wurzelsystem weiter als die Baumhöhe.Welche Ausmasse diese Brotbäume haben, ist deutlich auf dem Bild rechts zusehen. Dagegen bin ich nur ein kleines Lebewesen.
ELEFANT!.... Ein Afrikanischer Elefantenbulle wird durchschnittlich 3,20 m groß und 5 t schwer. Ausnahmsweise können Bullen auch eine Körpergröße von 4 m und ein Gewicht von 7,5 t erreichen. Kühe
sind kleiner und leichter
als Bullen, im Schnitt werden sie 2,50 m groß und 2,8 t schwer. Die Kopfrumpflänge beträgt 6,00 bis 7,50 m, der Schwanz ist etwas länger als 1,00 m.Im Gegensatz zum Indischen Elefanten besitzen sowohl die Männchen als auch die Weibchen in aller Regel Stosszähne. Sie können beim Männchen gelegentlich bis 3 m lang und 100 kg schwer sein. Beim Bullen wachsen die Stoßzähne ein Leben lang sowohl in die Länge als auch in die Breite. Die Stoßzähne der
Kuh wachsen nach dem 15. Lebensjahr nur noch in die Länge und dies
mit einer sehr viel langsameren Geschwindigkeit als beim Bullen; sie wirken daher schlanker als die des Bullen. Die Stoßzähne werden zum Graben, Stochern und zur Verteidigung eingesetzt und damit abgenutzt; sie können dabei auch ganz oder teilweise abbrechen.Am Rüsselende besitzt der Afrikanische Elefant zwei Finger, der Indische Elefant nur einen. An den Vorderfüßen trägt er meist nur vier und an den Hinterfüßen meist drei Zehen. Elefanten können nicht schwitzen.
Nur über die gut durchbluteten Ohren, die von
bis zu 14 Litern Blut pro Minute durchflossen werden, kann überschüssige Wärme abgegeben werden. Das erklärt ihre Größe.
PAVIAN!...Der Bärenpavian (Papio ursinus) ist eine Primatenart aus der Gattung der Paviane. Mit einer Körperlänge
von bis zu 115 cm und einem Gewicht von 15 bis 31 kg bilden sie die größte und schwerste Pavianart. Äußere Kennzeichen sind das dunkelbraune oder graue Fell, die lange Schnauze und die Tatsache, dass Männchen im Gegensatz zu anderen Pavianarten keine Mähne haben.Ihr Verbreitungsgebiet ist das südliche Afrika und erstreckt sich bis Südafrika. Innerhalb des Verbreitungsgebietes können Größe und Fellfärbung variieren, besonders kleine Bärenpaviane
kommen zum Beispiel in der Kalahari vor.Wie alle Paviane leben sie
in Gruppen, meistens in gemischten Gruppen, in manchen Regionen (zum Beispiel das gebirgige Südafrika) dominieren jedoch die Einmännchengruppen. Sie besitzen ein komplexes Gruppenverhalten und kommunizieren mittels Körperhaltungen, Gesichtsausdrucken, Lauten und durch Körperkontakte. Bärenpaviane sind Allesfresser mit einer Vorliebe für Früchte, die jedoch auch Blätter, Insekten, Samen und kleinere Wirbeltiere zu sich nehmen.
LEOPARD.... Der Leopard (Panthera pardus) ist eine Art innerhalb der Familie der Katzen, die in Afrika und Asien verbreitet ist. Im Kaukasus kommt sie darüberhinaus auch am äußersten Rande Europas vor. Der
Leopard ist nach
Tiger,Löwe und Jaguar die viertgrößte Grosskatze. Sicht-, Geruchs- und Hörsinn der Tiere sind aussergewöhnlich gut entwickelt.
Ausserdem sind die Raubkatzen gute Kletterer und Schwimmer. Die Leoparden des
Bushvelds wiegen im Durchschnitt selten mehr als 70 kg. Dennoch sind sie in der
Lage, auch grosse Beutetiere, wie z.B. Impalas, in Bäume hochzuziehen, um sie
vor anderen Raubtieren in Sicherheit zu bringen.
Leoparden sind Einzelgänger. Männliche und weibliche Tiere leben in getrennten
Territorien. Das Gebiet des Männchens überlappt aber meist mehrere weibliche
Reviere, und während der Paarungszeit paart sich ein Leopard mit jedem
brünstigen Weibchen seines "Herrschaftsbereiches".
WARZENSCHWEIN.... Warzenschweine ähneln auf den ersten
Blick einem etwas flacheren Wildschwein mit einem etwas zu groß
geratenen bizarren Kopf. Vor allem die sechs paarig angeordneten Warzen
am Kopf und die halbkreisförmigen, bis zu sechzig Zentimeter langen,
gekrümmten Hauer (die Eckzähne des Oberkiefers) tragen zu diesem
Eindruck bei. Die unteren Eckzähne sind ebenfalls verlängert, sie sind
kürzer, aber schärfer. Die Warzen, die besonders bei alten Männchen
sehr groß sein können, sind reine Hautgebilde ohne knöcherne oder
Muskelgrundlage, die bereits beim Embryo angelegt sind. Der kurze Hals
trägt eine Art Wamme. Das gewöhnlich graue Fell der Warzenschweine
ist aufgrund seiner wärmeren Heimat wesentlich weniger dick als das der
mitteleuropäischen Wildschweine. Es hat eine lange Nacken- und
Rückenmähne, die sich bei Gefahr aufstellt und einen mit einer Quaste
versehenen Schwanz, den es bei Flucht oder Angriff aufstellt. Diese
Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 90 bis 150 Zentimeter, der
Schwanz wird 25 bis 50 Zentimeter lang und die Schulterhöhe beträgt 64
bis 85 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 50 und 150 Kilogramm,
wobei die Männchen schwerer als die Weibchen werden.
ANTILOPEN....Antilopen gehören zur grossen Gruppe der
Hornträger . Sie tragen ihre Hörner ihr Leben lang und werfen sie
niemals ab. Bei den meisten Arten tragen nur die Männchen die
Stirnwaffe. Bei einigen Arten haben jedoch beide Geschlechter Hörner.
Antilopen sind besonders im Kruger Park sehr zahlreich vertreten.
Allein von den anmutigen Impalas , der am meisten verbreiteten Art,
gibt es ungefähr 100.000 Exemplare. Daneben kann man die sprungstarken
Kudus beobachten, die mühelos über 2,50 Meter hohe Zäune springen
können oder die etwas "anrüchigen" Wasserböcke (rechts), deren Fleisch
einen ranzigen Geschmack annimmt, sobald sie älter als drei Monate
sind. Das schützt sie relativ gut vor Verfolgung durch Raubtiere. Auch
die inzwischen seltene Kuhantilope ist in vielen Parks wieder heimisch
gemacht worden..
IMPALA.... Impalas erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm
und ein Gewicht von 40 kg (Weibchen) bis 65 kg (Männchen). Sie sind
oben rehbraun gefärbt, die Flanken haben dabei eine etwas hellere
Farbe. Der Unterbauch, die Brust, die Kehle und das Kinn sind weißlich.
Den Steiß ziert beidseitig ein senkrechter schwarzer Streifen. Der
Kopf ist zierlich, die Augen groß und die Ohren schmal und spitz. Die
Männchen haben leierartige Hörner, die bis zu 90 cm lang werden können
und nach hinten, seitwärts und oben ausschwingen. Während der
Fortpflanzungszeit bewacht ein Impalamännchen in der Regel eine Gruppe
von Weibchen. Dabei geht er wie auf einer Parade hin und her, zeigt
seine Hörner, legt die Ohren zurück und hebt seinen Schwanz. Der Kampf
der Männchen um einen Harem lässt sich in drei Kampffolgen aufteilen.
Im ersten Teil demonstriert der Herausforderer seine helle Bauchseite,
gähnt und lässt die Zunge herausschnellen. Dann senkt das Männchen
seinen Kopf als Herausforderung zum Kampf. In der zweiten Phase stehen
sich die beiden Rivalen einander mit erhobenem Kopf gegenüber, rücken
vor und ziehen sich wieder zurück. Gibt nach dieser Demonstrationsphase
noch keines der Männchen auf, verkeilen die beiden Tiere die Hörner
ineinander und schieben sich vor und zurück, trennen sich wieder und
beginnen mit ihrem Schiebekampf wieder von vorne, bis eines der Tiere
aufgibt.
GNUS.... Streifengnus - so benannt wegen ihrer dunklen
Streifen auf Hals und Flanken - leben in den offenen Savannen
Südafrikas. Sie sind gesellig und man sieht sie meist in Gruppen von 20
bis 40 Tieren, zuweilen auch in grösseren Herden. Die Herde besteht
meist aus Kühen und Kälbern und wird von einem Leitbullen angeführt.
Daneben gibt es Herden, die aus Junggesellenbullen bestehen. Streifengnus
äsen, wenn es kühl ist, also am frühen Morgen und späten Nachmittag.
Während der wärmeren Tageszeit sieht man sie meist passiv unter
schattigen Bäumen stehen. Zur Paarungszeit nehmen die Bullen ein
Territorium ein, das energisch verteidigt wird. Kühe gebähren nach
achteinhalb Monaten Tragzeit ein bis zwei Kälber, die sofort laufen
können. Die Lebenserwartung des Streifengnus beträgt 15 bis 20 Jahre.
ZEBRA.... Das Steppenzebra zeichnet sich im Vergleich zu
anderen Arten wie dem Grevyzebra und dem Bergzebra durch kürzere Ohren
und breite, pferdeartige Hufe aus. Die Färbung der Steppenzebrarassen
ist örtlich sowie auch individuell außerordentlich verschieden, die
Keulenzeichnung aber reicht immer weit auf die Körperseiten hinaus. Je
nach lokaler Rasse unterscheidet sich die Farbe der Streifung von
lackschwarz bis dunkelrotbraun, die helle Grundfarbe von klarweiß bis
rötlichbraun. Dabei zeichnet sich das Fell durch "Schattenstreifen"
aus, die manchmal die weißen Streifen überlagern. Dabei setzen sich die
Streifen auf dem Bauch fort. Eine schwarz-weiße Mähne erstreckt sich
vom Scheitel bis zum Widerrist. Steppenzebras haben relativ kurze
Beine und erreichen eine Widerristhöhe von 1,40 Meter. Sie sind etwa
2,3 Meter lang und wiegen ca. 230 kg. Bei der Geburt wiegt ein
einzelnes Fohlen ca. 30 kg. Steppenzebras sind sehr soziale Tiere
und leben normalerweise in kleinen Familiengruppen, die aus einem
einzelnen Hengst, einer bis zu mehreren Stuten sowie deren Nachwuchs
bestehen. Die Gruppengröße ist dabei abhängig von der Qualität des
Lebensraumes. Je schlechter die Lebensbedingungen, desto geringer die
Herdengröße. Zeitweilig leben die Steppenzebras in größeren Herden
zusammen, sowohl mit anderen Zebraherden als auch völlig verschiedenen
Gattungen, wie beispielsweise den Gnus.