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13.12.
Nach dem Frühstück fahren wir zum “Shopping del Sol”. Sehr schönes Einkaufszentrum im Stil einer Amerikanischen Shopping Mall, nur nicht ganz so groß.
Nette kleine Geschäfte und Boutiquen. Shops von Nike und anderen Markenartiklern. Bin kein Markenfetischist daher kann ich die Preise mit Deutschland nicht vergleichen. Nike Turnschuhe bis etwa 100 Euro. Finde ich ziemlich teuer, das Publikum hier scheint aber auch zu den “oberen Zehntausend” zu gehören und sich an den Preisen nicht zu stören.
Einen riesigen Supermarkt gibt´s auch. Viele Produkte aus Europa, relativ hohe Preise.
Noch ein bisschen Asuncioner Streetlife, dann fahren wir zurück und verbringen den Nachmittag am Pool. Abends noch mal ins “Mburicao”, weil´s gar so lecker war. Werden wieder nicht enttäuscht.
14.12.
Wir verbringen die Zeit bis zum Nachmittag am Pool. In den letzten Tagen ist es immer heißer geworden, dazu ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. 15 Minuten lesen, eine Runde schwimmen, 15 Minuten lesen usw. So lässt es sich dann aushalten.
Heute ist der Tag, an dem wir bei Bernd und Julia zum Asado eingeladen sind. Ruben, der mittlerweile zu unserem Stamm - Taxifahrer geworden ist, fährt uns nach Lambare. Ruben hat als einer der wenigen Taxifahrer einen Wagen mit Klimaanlage. Guter Ruben!
Als wir ankommen, sind Karl, Ingrid und Franz, sowie auch Christiane und Bernd aus Limpio schon da. Die beiden Letzteren leben schon seit vielen Jahren in Paraguay und wir stellen fest, daß sie früher auch in Berlin gelebt haben. Kennen sogar noch den Werbeslogan der Firma, für die ich arbeite. Die Welt ist klein.
Bernd und Julia haben ein sehr schönes Haus mit großem Garten, noch einem direkt angrenzenden Grundstück zur freien Nutzung und einem Swimming - Pool. Der Quincho befindet sich in einer Art großem Wintergarten. Bevor es mit dem Grillen losgeht, lädt uns Franz noch ein, mit ihm, Karl und Ingrid zum nahegelegenen “Cerro Lambare” zu fahren.
Cerro heißt Berg, wie wir mittlerweile gelernt haben (danke, Kay) und von dort oben hat man eine schöne Aussicht auf Asuncion. Man sieht von dort oben, wie grün die Stadt eigentlich ist.
In den durch aufstrebende Winkel gebildeten Nischen stehen die Bronzeskulpturen von 4 paraguayanischen Führern und ein paar Schuhe.
Dieses Paar Schuhe gehörte mal zu Alfredo Stroessner, dessen Figur aber nach Ende seiner Amtszeit entfernt worden ist (bis auf die Schuhe eben).
Wir fahren wieder zurück zu Bernd und Julia. Das Fleisch auf dem Grill ist schon in einem guten Aggregatzustand, das Bier im Kühlschrank auch. Ingrid und Karl haben heute ihren paraguayanischen Führerschein bekommen, darauf wollen wir schon mal anstoßen. Soweit wir wissen, ist die Erlangung dieses Führerscheins eher eine Formsache. In manchen Gemeinden wird eine schriftliche Prüfung verlangt, in manchen noch nicht mal das. Praktische Prüfungen sind, soweit uns bekannt ist, nirgendwo vorgesehen. Ein Grund mehr, in Paraguay vorsichtig zu fahren.
Wir fühlen uns wohl, so wohl, dass wir fast vergessen, das Asado in Bild und Ton festzuhalten.
Wir bleiben lange bei Bernd und Julia. Am späten Abend rufen wir ein Funktaxi (ja, so was gibt’s in Asuncion), der Wagen ist einige Minuten später da und fährt uns zurück in´s Hotel.
15.12.
Nun lässt es sich nicht länger leugnen, wir haben bereits den größten Teil unseres Urlaubes in Paraguay hinter uns. Nach dem Frühstück gehen wir noch ein bisschen in der Nähe des Hotels spazieren, obwohl es dazu eigentlich zu heiß ist.
Beschließen dann, den Tag am und im Pool zu verbringen. Sepp Gruber zeigt uns noch seinen privaten “Papageienzoo”. Abends essen wir dann dann noch mal im “Paulista” und nehmen gedanklich Abschied von Paraguay.
Nachts um halb drei müssen wir mit dem Taxi los zum Flughafen. Haben mit Ruben, dem Guten, einen Termin dafür ausgemacht und er ist auch pünktlich da. Bekommen im Bavaria noch ein Frühstück und fahren danach los. Als wir am Flughafen ankommen, sehen wir eine große Anzeige, die zwischen Uhrzeit und Temperatur wechselt.
Die Zeit ist nicht ideal, das haben wir schon gemerkt, als wir die Temperatur sehen, wissen wir auch warum wir so schwitzen. 31 Grad, und das mitten in der Nacht gegen halb 4 Uhr. Der Flughafen ist klimatisiert aber bestimmt auch noch 27 Grad warm.
Wir fliegen mit der TAM nach Sao Paulo, haben dort 12 (zwölf!) Stunden Aufenthalt. Erschwerend kommt dazu, daß Sao Paulo ein Nichtraucherflughafen ist (grummel...)
Abends fliegen wir mit der Lufthansa nach Frankfurt.
Nach etwa 11 Stunden Flug landen wir in Frankfurt. Der Kapitän informiert uns, dass zur Zeit kein Gate zum andocken frei wäre und wir noch ca. eine halbe Stunde im Flugzeug bleiben müssten. Daraus wird dann eine ganze Stunde.
Am Flughafen selbst herrscht dann vollständiges Chaos. Obwohl wir ja gerade aus einem Flieger kommen, also schon gecheckt sind und nur weiterfliegen möchten, müssen wir alle Sicherheitskontrollen erneut durchlaufen, inclusive dieser: “Flüssigkeiten im Handgepäck dürfen nur 100 ml Volumen haben und können nur in einem durchsichtigen und verschließbaren Plastiksäckchen mit an Bord genommen werden” - Nummer.
Das besonders perfide an dieser Angelegenheit ist, dass sich Pia in Sao Paulo ein Parfüm gekauft hat. Das müssen wir ja nun zwangsläufig im Handgepäck haben. Es erweist sich als Glück, das dieses Parfüm genau 100 ml hat. Wären es mehr gewesen, hätten wir die Flasche gleich in die Mülltonne werfen können, erklärt man uns.
Nachdem ich nun seit etwa 30 Stunden unterwegs bin, möchte ich aber auch nicht mehr für jeden Blödsinn Verständnis haben und murmle etwas ziemlich unfreundliches.
Alle Leute die mit uns an den Kontrollen anstehen (und das sind viele hundert) haben noch einen “Connecting flight” irgendwo hin und haben, wie wir auch, Sorge ihren Anschlussflug zu verpassen. Da spielen sich schon Szenen ab, die an einen Sketch von Loriot oder auch an ein Buch von Kafka erinnerten.
Die Japaner rennen wild nach links, die Mexikaner wollen in die andere Richtung, die Russen blocken erst mal die Fahrstühle. Wir bekommen unsere Maschine nach Berlin noch so eben und das, obwohl wir ein Zeitfenster von 3 Stunden eingeplant hatten.
Wir müssen noch an einem Drogenhund vorbei, ich lasse ihn dann lange an Pias DKNY - Parfüm schnuppern. Wahrscheinlich ist er seitdem dienstuntauglich.
Nach einer Stunde Flug landen wir dann in Tegel. Freunde holen uns vom Flughafen ab.
Wir sind wieder Zuhause...
weiter...
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