| Niedrigenergiehaus | Das Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude das
mindestens 25 % weniger Energie verbraucht als ein
Gebäude nach der derzeitig gültigen
Wärmeschutzverordnung von 1995. Da sich das Niedrigenergiehaus zunehmend zu einem Standardprodukt entwickelt für dessen Verbreitung eine besondere Unterstützung nicht mehr notwendig ist, entfällt diese Fördermöglichkeit im Rahmen des KfW Programms zu CO2 - Minderung für alle Anträge, die nach dem 30.06.1999 bei der KfW eingehen. Anstelle der bisherigen Förderung von Niedrigenergiehäusern wird die KfW die Errichtung von sogenannten Passivhäusern im gesamten Bundesgebiet finanzieren. |
Das Besondere am Passivhaus ist, dass durch höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik der Wärmebedarf so weit verringert ist, dass neben einer hoch effizienten Wärmerückgewinnung durch ein komfortables Lüftungssystem die "kostenlosen" Energiebeiträge aus
ausreichen, um das Gebäude angenehm warm zu halten. Der geringfügig verbleibende Heiz-wärmebedarf kann über eine geringe Nacherwärmung der Zuluft oder durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Die folgenden, wesentlichen Merkmale eines Passivhauses genügen, um den Passivhausstandard zu erreichen:
Im Vergleich zu Häusern im Bestand, die im Jahr nicht selten bis zu 400 kWh Heizwärme pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen, oder auch modernen Niedrigenergiehäusern mit einem Bedarf von weniger als 70 kWh/(m²a) beläuft sich der zusätzliche Heizwärmebedarf für ein Passivhaus auf maximal 15 kWh/(m²a). Da beim Passivhaus damit auf den Einbau einer herkömmlichen Heizung verzichtet werden kann, werden die beim Bau höheren Kosten für die besondere Wärmedämmung, ein Lüftungssystem und die Solarwärmenutzung zum Teil kompensiert. Außerdem macht sich die anfängliche Mehrinvestition im Laufe der Jahre durch die eingesparten Heizkosten bezahlt. Zugleich verringert sich die Umweltbelastung. Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses und bietet kostengünstiges, umweltfreundliches und behagliches Wohnen. |