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Südfrankreich |
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Gruissan
Von Gruissan aus unternehmen wir Ausflüge zum Canal du Midi und nach Carcassonne. Natürlich wird hier auch ausgiebig gebadet. Der Strand in Les Ayguades ist vom feinsten. Schön breit, mit feinstem Sand, zieht er sich kilometerlang in beiden Richtungen hin.
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Mit Hans und Lisa vereinbaren wir, dass sie uns morgen zu einer Fahrradtour abholen. Ansonsten steht bei herrlichem Sonnenschein nur noch Baden auf dem Programm.
Wir sind gerade mit dem Frühstück fertig, da kommen Hans und Lisa und wir machen uns gemeinsam auf den Weg Richtung Gruissan. Der Himmel ist bewölkt, also ideales Wetter für eine Fahrradtour. Wir radeln auf dem festen Sand zwischen Meer und dem Etang de Mateille nach Gruissan-Village, dem alten Ortskern.
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Durch malerische Gassen fahren wir zur Kirche, stellen dort unsere Räder ab und besteigen den Burgberg. Oben bei der Burgruine hat man eine schöne Aussicht auf die Umgebung.
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Weiter geht es anschließend nach Gruissan-Port, dem jüngsten Ortsteil. Man hat sich mit dem Baustil Mühe gegeben und versucht dem Auge des Touristen etwas architektonische Abwechslung zu bieten. Die Dächer und die Fassaden sind mit vielen halbrunden Elementen bestückt.

Am sehenswertesten sind aber die Jachten und Segelboote, die hier liegen, unter anderem die Géant, ein Trimaran für Hochseerennen.
Interessant ist auch Gruissan-Plage, eine schon ältere Ferienhaussiedlung aus den Anfangszeiten den Tourismus. Hier standen die Ferienhäuser ursprünglich auf Stelzen, wie an einigen, nicht renovierten Häusern erkennbar ist. Bei den meisten Häusern wurde inzwischen dort wo vorher die Stelzen waren, ein Erdgeschoss eingebaut, das anscheinend als Kellerraum genutzt wird.
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Lisa schlägt vor, auf die Halbinsel mit der Base Conchylicole hinauszufahren, auf der eine Art Großmarkthalle steht, bei der man Muscheln kaufen kann. Die aufgestellten Bänke sind gut besetzt und es werden überall frisch geerntete Muscheln gegessen. Wir erhalten zur Auskunft, dass die Muscheln alle roh sind. Wir probieren eine davon und entscheiden uns darauf hin, erst später zu essen. Im Ort kaufen wir in einem Sparmarkt ein paar tiefgefrorene Pizzen und fahren damit zum Ferienhaus von Lisa und Hans. Dort machen wir es uns auf der Terrasse gemütlich. Hans befestigt für die Kinder eine Hängematte und bringt für uns einen Rotwein aus der hiesigen Winzergenossenschaft.
Inzwischen bereiten die Frauen das Essen zu. Nach einem Cappuccino schlägt Lisa vor, noch zum Schwimmen zu gehen. Wenn wir schon in Gruissan sind, wollen wir auch Baden und den Strand kennen lernen, der gleich hier um die Ecke liegt. Während Lisa und Sonja ihre Bahnen schwimmen, um etwas für Fitness und Figur zu tun, tobe ich mit den Kindern im Wasser herum. Und es kommt wie es kommen musste: Ich trete mit dem linken Fuß auf einen Seeigel. Wir haben uns auf dem Weg hierher über Seeigel unterhalten. Lisa meinte, sie hätte schon des öfteren gehört, dass es hier welche gäbe, aber selbst noch nie einen gesehen und ist auch noch auf keinen getreten. Selbst wenn dies der einzige Seeigel am ganzen Strand war was aber kaum der Fall sein dürfte dann musste ich den treffen. So erging es mir schließlich auch in Griechenland und auf Sardinien. Sylvia und Konstantin sind ziemlich erschrocken und genau so schnell wie ich aus dem Wasser raus. Ich rufe Lisa und Sonja noch zu, dass sie auf Seeigel aufpassen sollten und gehe mit den Kindern zurück zur Ferienwohnung. Dort beginne ich mit der Operation.
Lisa und Sonja kommen auch bald zurück vom Schwimmen. Es ist inzwischen Zeit geworden
für die Rückfahrt. Hans und Lisa begleiten uns noch. Sie wählen den Weg entlang des
Naturschutzgebiet La Clape. Man radelt hier durch den Pinienwald, der ganz intensiv
duftet, vorbei an Weinfeldern nach Les Ayguade.
Canal du Midi
Eine der Sehenswürdigkeiten im Languedoc ist der Canal du Midi, der im 17. Jahrhundert von Paul Riquet erbaut wurde. Er wollte damit das Mittelmeer mit dem Atlantik verbinden.
Neben dem Canal kann man unter den 300 Jahre alten Platanen auf Treidelwegen gemütlich mit dem Rad entlang fahren. Früher wurden die Schiffe auf dem Canal von Pferden gezogen, für die der Weg entlang des Kanals angelegt wurde, auf dem es sich unter Platanen so schön radfahren, joggen oder spazierengehen lässt. Heute sieht man nur noch Hausboote auf dem Kanal, für die Frachtschiffahrt hat er keine Bedeutung mehr.
Wir starten vom Colombiers Richtung Capestang, also nach Westen. Bald müssen wir wieder absteigen. Der Kanal verläuft durch einen Tunnel.
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Die Kinder wollen unbedingt den Weg durch den Tunnel nehmen, so dass wir unsere Räder durch den schmalen Durchgang schieben. Wie wird das wohl mit dem Pferdeantrieb der Schiffe im Tunnel funktioniert haben?
Am anderen Ende muss ich die Räder über eine Treppe hochtragen, da wir über dem Tunnel den Kanal überqueren müssen. Unterwegs begegnen uns immer wieder Hausboote, deren Besatzung stets freunlich herüber winkt. An einem Trimm-Dich-Pfad halten wir, da die Kinder ein Klettergerüst entdeckt haben.

Wir fahren weiter und durchqueren Poilhes. Hier liegen einige malerische Hausboote vor Anker, die offensichtlich als Ferienwohnung oder Wochenendhaus benutzt werden. Alles sehr beschaulich.
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| Der Trabi unter den Hausbooten |
Bei einer Schleuse halten wir um Pause zu machen. Diese hat 2 Staustufen, durch die gerade 2 Schiffe geschleust werden. Eine Picknickbank gibt es hier auch, die wir gleich besetzen.
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Während wir uns stärken und als Nachspeise - auch die Weintrauben aus den umliegenden Weinfeldern probieren, fällt Sylvia auf, dass das Hinterrad an Sonja Fahrrad "so schmal" ist. Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass sich Sonja einen Platten gefahren hat.
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Zum Glück haben wir Flickzeug dabei und bald ist der Schaden behoben. Von einem Bauern, der am gegenüberliegenden Ufer seine Pferde füttert, werden wir gefragt, ob wir ein Problem hätten, aber da war ich schon dabei, das Fahrrad wieder zusammen zu bauen. Eher zum Spaß habe ich vorgeschlagen, dass wir die Besatzung eines der vorbeifahrenden Schiffe fragen könnten, ob sie uns mit zurück nehmen, wenn die Reparatur missglückt und die Luft nicht hält. Als dann Sonja´s Rad wieder fahrbereit ist, sind die Kinder direkt enttäuscht, denn viel lieber wären sie mit so einem Boot mitgefahren. Und so ist ihr Wunsch entstanden, den nächsten Urlaub auf einem Hausboot zu verbringen.
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Ohne weitere Panne radeln wir wieder zurück. Es ist schon finster, als wir unseren Ausgangspunkt erreichen. An der Anlegestelle richtet sich die Besatzung eines Hausbootes offensichtlich für die Nacht ein.

Carcassonne
Es ist bereits später Nachmittag, als wir nach Caracassonne kommen, um La Cité, die Festung, zu besichtigen.
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Wir schlendern einfach durch die Anlage, wobei die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen und sich vorstellen, wie hier im Mittelalter die Ritter lebten. Sehenswert ist die Kathedrale mit den kunstvollen Fenstern, die jetzt im Abendlicht besonders intensiv leuchten. Es ist aber bereits 18:00 Uhr und wir werden höflich hinaus komplimentiert.

Konstantin zieht es in das Foltermuseum. Nachdem wir einen akzeptablen Familienpreis ausgehandelt haben, wagen wir uns in das Gruselkabinett. Sylvia möchte bald wieder raus. Ich gehe mir ihr zum Ausgang, während Sonja und Konstantin sich alles genau anschauen. Nachdem die beiden fertig sind, kann ich in Ruhe die Ausstellung besichtigen, vor allem den Teil über die Katharer.
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