Abschied
Am späten Nachmittag erreichen wir Killini. Wir beginnen mit der Suche nach einem Campingplatz bei Fournia-Beach. Sonja möchte sich den Platz erst anschauen. Nach etwa 10 Minuten kommt sie zurück und meint, der Platz wäre ja ganz schön, aber zum Strand muß man über eine etwa 5 bis 10 m hohe Böschung runter und der Strand ist relativ schmal. Mit den Kindern wäre das etwas mühsam. Also machen wir uns durch die Kürbisfelder auf dem Weg zu Ioanian Beach. Diesmal gehe ich auf Erkundungstour. Der Platz ist relativ groß und mit allem ausgestattet, was das Camperherz begehrt. Da wir aber nicht die typischen Camper sind, haben wir auch keine Lust darauf, auf dem sehr gut belegten Campingplatz in einer der engen Parzellen, die für unser Gefährt sowieso viel zu kurz geraten sind, zwischen den Nachbarn eingezwängt zu stehen. Der Strand ist im Verhältnis zu den vielen Stellplätzen zu klein und dann befinden sich auch noch zahlreiche Motorboote im Wasser.
Also nichts für uns, so dass wir uns entschließen, auf den Campingplatz Aginara-Beach zu gehen. In der Nordwestecke der Anlage finden wir einen schönen großen Platz unter hohen Eukalyptusbäumen.
Hier verbringen wir noch 3 schöne Tage, an denen die
Kinder ausgiebig baden können. Sylvia geht nur noch mit Taucherbrille ins Wasser und
meist sieht man von ihr nur den Schnorchel aus dem Wasser ragen.
Der Wind zum Surfen ist optimal und diesesmal ziehe ich die Surfschuhe gleich an, noch bevor ich auf einen Seeigel trete, wie letztes Jahr. Zum Starten gehe ich etwas abseits vom Strand. Dort sind zwar Felsen, an die man mit der Finne entlang schrammt, wenn man nicht aufpasst, aber ich störe niemanden und kein Schwimmer ist mir im Wege. Die meisten der anderen Surfer starten vom relativ kleinen Strand aus und drehen ihre Halsen ziemlich nahe am Strand. Damit vertreiben sie förmlich die Badegäste aus dem Wasser. Den Höhepunkt dieser Rücksichtslosigkeit liefert ein Katamaranbesitzer, der in voller Fahrt bis auf den Strand heran fährt. Wir fragen uns, warum die Campingplatzbetreiber hier keine Ordnung schaffen und nicht den Surf- und Badebereich trennen.

Als an einem Nachmittag kein Wind weht, mache ich mich mit dem Fahrrad auf eine Erkundungstour. Zunächst fahre ich nach Arkoudi, einem kleinen, malerisch verwinkelten Ort am Meer. Als nächstes komme ich nach Loutra Killini, das nie fertig gestellte Kurzentrum. Der Campingplatz Xenia Beach ist verlassen. Ich drehe einen der Wasserhähne auf und tatsächlich kommt Wasser. Wem es nicht zu unheimlich ist, auf dem verlassenen Campingplatz zu nächtigen, kann hier mit dem Wohnmobil wunderbar im Schatten stehen. Zum Strand ist es nicht weit und eine Taverne gibt es auch am Meer, gleich neben dem Campingplatz.
Bevor wir zur Fähre fahren, wollen wir in Patras noch einkaufen und zum Weingut Achaia Clauss fahren, um etwas Wein mitzunehmen.
Am späten Nachmittag erreichen wir das Weingut. Wir
dürfen den berühmten Mavrodaphne probieren und erhalten eine kurze Führung durch das
Weingut. Natürlich kaufen wir wieder mehr Wein, als wir eigentlich wollten - aber der
muß ja auch bis zum nächsten Griechenlandbesuch reichen und bei einem Glas griechischem
Wein lässt es sich einfach am besten vom Urlaub erzählen.
Im Hafen liegt bereits unsere Fähre und ein paar Wohnmobile warten schon an der Pier. Das Hafenbüro öffnet erst in 2 Stunden. Von einem der Wartenden erfahren wir, wo das Zentralbüro ist, in dem man ebenfalls einchecken kann. Wir haben noch genügend Zeit, also mache ich mich mit Sylvia auf den Weg. Als wir nach einer Stunde wieder zurück sind, ist der Parkplatz beim Schiff voll mit Wohnmobilen und es herrscht das übliche Gedränge.

Auf der Fähre nehmen wir beim Abendrot der im Meer versinkenden Sonne Abschied von Griechenland und genießen anschließend noch ein griechisches Abendessen im Restaurant.
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