Berufen zum Mit-Arbeiter

Predigttext: Matthäus 25, 14-30

In den letzten Tagen und Wochen Seines Dienstes auf dieser Erde hatte Jesus mit Seinen Jüngern immer wieder darüber gesprochen, wie sie diesen Dienst der Ausbreitung des Evangeliums fortsetzen sollen. Jesus hat sie beauftragt, zu allen Menschen und Völkern hinauszugehen und sie "zu Jüngern" zu machen (Mt 28,19). Menschen sollen also nicht einfach nur Christen werden, sondern aktive Glieder am Leib Christi. Wir sind also von Gott berufen, Mitarbeiter zu sein.

Das Bild von den Anvertrauten Talenten.

Jesus benutzt hier als Gleichnis eine Begebenheit, die die Leute damals in Israel gut kannten. Es war durchaus üblich, dass sich Großgrundbesitzer oder reiche Kaufleute auf eine lange Reise begaben, um z.B. Geschäfte im Ausland zu tätigen. In dieser Zeit übergaben sie ihren Besitz ihren Knechten, ihren Angestellten, die jetzt dafür verantwortlich waren, dass die Geschäfte weiterliefen. Sie hatten den Auftrag, selbständig den Besitz zu verwalten und zu mehren. Eines Tages kamen die Herren zurück und haben Rechenschaft verlangt. Dies greift Jesus auf und gebraucht es als ein Bild für das Reich Gottes.

In der Luther-Übersetzung ist von "Zentnern Silber" die Rede. In anderen Übersetzungen lesen wir etwas von "Talenten". Das ist einfach das griechische Wort, welches später in unsere deutsche Sprache übernommen wurde. Wir verstehen heute unter "Talenten" "Fähigkeiten". Das kommt von diesem Text her. Eigentlich ist "Talent" aber die größte Münzeinheit der damaligen Zeit. Ein Talent sind 6.000 Denare, und ein Denar ist der Lohn eines Tagelöhners. Bei einer 6-Tage-Arbeitswoche (ohne Urlaub) ist "ein Talent" der Lohn von fast 20 Jahren. Wenn wir einmal mit einem sehr niedrigen Lohn von 800 Euro pro Monat rechnen, geht es immerhin um 250.000 € – also um wirklich viel Geld.

Wer sind die handelnden Personen? Die Diener, die Knechte sind die Jünger Jesu. Jesus hat sie in Gleichnissen immer wieder so genannt (vgl. Mt 13,27f; 18,23ff; 21,33ff; 22,1ff). Der Mensch, der außer Landes geht, ist Jesus selbst. Er kündigt damit im Grunde Seine in wenigen Wochen bevorstehende Himmelfahrt an. Und dann kommt der Herr eines Tages aus dem fernen Land zurück – das ist die Wiederkunft Jesu mit dem Gericht am Jüngsten Tag. Auch auf den Zeitfaktor geht Jesus kurz ein: "Nach langer Zeit kam der Herr zurück." Er möchte Seine Jünger darauf vorbereiten, dass bis zu Seiner Wiederkunft viele Jahre vergehen können.

Die Grundausstattung für unsere Mitarbeit.

Jesus hat Seine Jünger drei Jahre ausgebildet. Sie haben Seine Predigten gehört, Er hat mit Ihnen in kleinen Gruppen darüber gesprochen, hat sie selbst zum Dienst beauftragt und ausgesandt.

Jetzt – die Begebenheit spielt kurz vor Karfreitag – trifft Jesus die letzten Vorbereitungen, um in Kürze "außer Landes zu gehen". Er ordnet Seinen Besitz und vertraut ihn Seinen Mitarbeitern an. Das Vermögen ist die gesamte Frohe Botschaft, das Evangelium von der Vergebung der Sünden, dadurch ewiges Leben zu empfangen, damit aber auch eine positive Veränderung unseres Lebens hier und heute zu erfahren. Auch Heilung und Befreiung, der Dienst an den Armen und Schwachen, all das ist Teil des Evangeliums, wie es Jesus gelehrt und praktiziert hat, und wie er es jetzt Seinen Jüngern aufgetragen hat, weiterzugeben.

Und wir sehen, dass ein jeder Talente bekommt. Ein jeder empfängt einen Teil von diesem Vermögen. Jeder Christ, jeder Jünger, der zur Gemeinde Jesu gehört, hat einen Auftrag, hat Anteil an diesem Auftrag, den Jesus gegeben hat. Jeder Christ ist ein Mitarbeiter im Reich Gottes.

Aber die "Talente" sind unterschiedlich verteilt – wie die Gaben des Heiligen Geistes. Gott teilt sie in Menge und Art ganz unterschiedlich zu. So entspringt aus dem unterschiedlichen anvertrauten "Vermögen" – den Gaben – ein dementsprechender Auftrag. So hat jeder, der Glied am Leib Christi ist, irgendeine Gabe, irgendein Talent, eine Fähigkeit, um an dem Gesamtauftrag der Gemeinde, dem Weitersagen der Botschaft von Jesus, mitzuarbeiten.

Und dann lässt Jesus Seine Jünger allein: "Der Herr zog außer Landes." Jesus entlässt Seine Jünger in die Selbständigkeit. Er hatte sie drei Jahre lang ausgebildet. Jetzt war es Zeit, dass sie auf eigenen Beinen standen. Wir wissen, dass noch der Heilige Geist kommen sollte, um die Jünger zu leiten, um ihnen Kraft zu geben usw. – so gesehen waren sie nicht wirklich allein. Aber der Schwerpunkt dieses Gleichnisses liegt doch auf der selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeit der Jünger Jesu. Jesus sagt im Grunde: "Ich habe euch ausgebildet und alle Voraussetzungen gegeben. Ihr habt Talente empfangen – und jetzt ist es an euch, damit zu wuchern, die Gaben so einzusetzen, dass Frucht entsteht." Jesus fordert uns also auf, im Rahmen der Gebote Gottes und immer mit der Bitte um Weisheit jetzt selbständig Entscheidungen zu treffen, zu investieren, zu arbeiten, zu dienen. Der Herr ist außer Landes. Es gab keine Handys und kein eMail, um noch mal schnell beim Herrn nachfragen zu können. Wir wünschen uns manchmal den sprichwörtlichen "Zettel vom Himmel". Natürlich haben wir das Gebet zu Gott – und das ist zentral und wichtig. Aber wenn wir ausschließlich diese Seite, also die Führung durch den Heiligen Geist, betonen, geht ein wesentlicher Gedanke verloren, nämlich der Anspruch Gottes, dass wir mündig und erwachsen werden, dass wir im besten Sinn des Wortes selbständig arbeiten und eigenverantwortlich entscheiden.

Die Treuen und tüchtigen Knechte.

Was macht der tüchtige Knecht, nachdem sein Herr das Land verlassen hat? Er geht sofort an die Arbeit (V. 16). Mit dem Weggang des Herrn war alles gesagt. Die Voraussetzungen waren gegeben. Jetzt ging es nur noch darum, sich zu überlegen, wie man das Geschäft so leitet, dass der beste Ertrag dabei erwirtschaftet wird.

Natürlich wird es der Knecht am besten so tun, wie es der Meister vorgemacht und gelehrt hat. Das gilt es, praktisch umzusetzen. Also: Was hat Jesus getan, wie hat er gepredigt, wie hat er mit Menschen gebetet, wie haben später die Apostel ihren Dienst getan? Wie haben Männer und Frauen Gottes in den Erweckungszeiten segensreich gewirkt? Daran können wir uns orientieren, davon können wir lernen. Man muss also nicht ständig das Rad neu erfinden, immer wieder jeder neuen Welle nachhecheln, die jetzt das ultimative Erweckungs- und Gemeindeaufbaukonzept anpreist. Das ist eigentlich alles nicht wirklich nötig. Das, was wirklich zentral und wichtig ist, ist gesagt worden und steht geschrieben. Das haben wir vom Herrn empfangen. Die Grundlinien sind einfach da. Deshalb geht der treue und tüchtige Knecht sofort los, er setzt sich Ziele, er plant, er fällt Entscheidungen, er investiert und legt selber Hand an. Und was kommt am Ende heraus? Einhundert Prozent Gewinn.

Wir finden ein paar Kennzeichen: zum einen die Selbständigkeit. Der Chef ist nicht erreichbar. Der Knecht handelt selbständig. Er ist von ihm beauftragt. Der Herr hat den Rahmen klar abgesteckt. So wie er es gelernt hat, setzt er es um. Auch Risikobereitschaft kommt dazu. Wer bereit ist, sein Geld in den Wirtschaftskreislauf einzubringen, geht ein Risiko ein. Gerade die Aktienmärkte führen uns das immer wieder deutlich vor Augen. Im geistlichen Bereich hinkt dieses Bild sicher etwas – Gott sei Dank!. Wenn wir wirklich unsere geistlichen Talente einsetzen, glaube ich nicht, dass Gott allen Segen einfach mal so abstellt, wenn wir wirklich nach Seinem Auftrag handeln. Das Risiko ist aber zumindest insoweit vorhanden, als dass wir nie hundertprozentig im Voraus wissen, wie z.B. eine Evangelisation läuft, wie jemand auf mein Zeugnis oder einen Brief reagiert oder was auch immer.

Ein weiteres Kennzeichen: Der treue und tüchtige Knecht identifiziert sich mit dem Auftrag seines Herrn. Er sagt: "Herr, fünf Talente hast du mir gegeben. diese fünf hier habe ich dazu gewonnen“. Der untreue Knecht dagegen sagt: "Hier, das ist deines. Damit habe ich eigentlich nichts zu tun." Der treue Knecht macht die Sache seines Herrn wirklich zu seiner eigenen.
Wir fragen uns vielleicht: Kann man wirklich so reden? Ist nicht alles geistlich Gute immer das Werk der Gnade Gottes? Wie kann man da sagen: "Ich habe gewonnen"? Wir finden in der Bibel immer wieder Texte, die das ganz ähnlich ansprechen, z.B. 1Kor 3,6-10. Da heißt es (V. 6): "Ich, Paulus, habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen gegeben." "Ich habe gepflanzt", sagt Paulus. Ja, das stimmt. Er hat diesen Dienst getan. Aber er weiß zugleich, dass allein durch die Tatsache, dass er etwas tut, nichts geschehen ist. Wenn Gott das Gedeihen nicht gibt, wenn Er nicht selbst die Arbeit gelingen lässt, geschieht nichts. In Vers 10 formuliert Paulus richtig schön: "Ich habe den Grund gelegt" – wodurch? – "nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist."

Dasselbe gilt für unser Gleichnis. Gottes Handeln schwingt im Hintergrund immer mit. Aber der Schwerpunkt des Gleichnisses liegt bei der Verantwortung des Menschen, mit den anvertrauten Talenten zu wuchern – im Sinne von 1Kor 3,9: "Ihr seid die Mitarbeiter Gottes."

Es muss durchaus nicht nur um Predigen gehen, sondern das Evangelium weitertragen ist ein Gesamtauftrag, wo auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Wir leben in einer Kultur, wo Gottesdienste z.B. in entsprechenden Gebäuden stattfinden. Dieses Gebäude muss in einem ansprechende Zustand sein, sonst sind wir bei manchen Gästen gleich abgeschrieben (womit ich auf den leidigen Putzdienst anspiele).
Oder die Aktion „Ein Päckchen Liebe schenken“. So ein Päckchen, das verschenkt wird ohne den Empfänger zu kennen und ohne dafür etwas zu erwarten, kann der Empfänger in Zusammenhang mit der Liebe Gottes bringen.

Der faule und böse Knecht.

Was ist das Kennzeichen dieses Knechtes? Vorhin haben wir gesehen: Der treue Knecht begann sofort mit der Arbeit. Der faule Knecht hingegen gräbt ein Loch und verbirgt das Talent – aber das ist keine Arbeit im Sinne des Herrn. Er investiert das Geld nicht. Was kommt am Ende raus? Kein Gewinn. Woher auch? Das Talent liegt brach.

Der Knecht versucht, die Schuld auf seinen Herrn abzuwälzen: "Ich wusste, dass du ein harter Mann bist. ... Ich habe Angst gehabt" (V. 24-25). Was ist das für ein Wissen? Stimmt das wirklich? Ist Jesus ein harter Mann? Ist er jemand, der sammelt, wo er nicht sät? Diese Auffassung ist sehr einseitig. Ja, Jesus kommt als Richter wieder – und das wird kein Zuckerschlecken sein. Aber ist das denn alles? Kann man wirklich sagen: "Jesus hat vorher nicht gesät"? Nein, das stimmt nicht. Jesus hat drei Jahre lang gepredigt, geheilt, Dämonen ausgetrieben. Und seit zweitausend Jahren geht dieser Dienst Jesu weiter. Hier hat jemand ein Gottesbild, welches die Wahrheit wirklich auf den Kopf stellt.

Aber bei diesem verdrehten Wissen bleibt es nicht. Dieses Wissen bestimmt sein Handeln. Das ist heute noch genauso: Das, was ich im Kopf habe, bestimmt mein Handeln. Ein falsches Gottesbild führt zu falschem Handeln. Jesus hatte gesagt: "Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." Das ist eine ziemlich andere Botschaft, als einfach zu sagen: "Du bist hart."

Wir erkennen auch keinerlei Risikobereitschaft bei diesem Knecht. Er vergräbt sein Talent – und die Sache ist für ihn erledigt. Und er identifiziert sich auch in keiner Weise mit seinem Auftrag: "Ich vergrub dein Talent in der Erde. Hier hast du zurück, was dir gehört" (V. 25). Frei wiedergeben: "Was habe ich mit deinem Kram zu tun! Du bist hart. Lass mich doch zufrieden." Wir können nur feststellen: Hier hat doch einer irgend etwas gründlich missverstanden.

Das Urteil

Was sagt Jesus zu den tüchtigen und treuen Knechten? "Sehr gut. Du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist mit dem wenigen treu umgegangen. Ich will dir viel anvertrauen. Komm herein zum Freudenfest deines Herrn" (V. 21+23). Jesus macht keinen Unterschied zwischen dem, der fünf Talente dazu gewonnen hat und dem, der zwei dazu gewonnen hat. Sie haben treu gearbeitet, sie haben hinzugewonnen, sie sind dem Auftrag gerechtgeworden. Unterschiedliche Voraussetzungen werden entsprechend berücksichtigt. So kommt ein gerechtes und faires Urteil zustande. Und am Ende steht die Einladung zum Freudenfest, zur Ewigkeit bei Gott.

Hier ist die Gefahr eines Mißverständnisses: Die Errettung, das ewige Leben als solches, ist nicht der Lohn für unsere Arbeit. Sondern die Arbeit, die wir tun, ist die Folge der Errettung. Der Lohn, von dem die Bibel redet, ist etwas zusätzliches. Das muss man gut auseinanderhalten.

Was ist bei dem faulen und bösen Diener? "Hier hast du zurück, was dir gehört", sagt er. Jesus antwortet: "Du böser und fauler Mensch!" Auch hier ein gerechtes und faires Urteil. Die äußeren Voraussetzungen waren da. Er hatte auch sein Talent bekommen. Die Verantwortung steht. Ja, Jesus erwartet noch nicht einmal das gleiche Ergebnis, also eine Verdopplung. Vielmehr heißt es: "Hättest du es doch wenigstens zur Bank gebracht. Dann hätte es wenigstens ein paar Zinsen gebracht" (V. 27). Es hätte sich sicher nicht verdoppelt, aber es wäre doch zumindest mehr geworden. Wenn du schon keine Lust hast, selber etwas zu tun, dann schaffe das Geld doch wenigstens dort hin, wo andere mit dem Geld arbeiten. Das ist das Minimum, was Gott erwartet.

In unserer heutigen Zeit ist es ja verhältnismäßig einfach, das buchstäblich umzusetzen. Es gibt z.B. Missions-Teilhaber-Briefe, wo man sein Geld für Zinsen anlegen kann, wobei das Geld so viel Ertrag abwirft, dass immer noch ein Teil direkt in die Mission geht selbst wenn man sich die Zinsen auszahlen lässt. Ich sage einmal ganz provozierend: Wer sich nur Sonntagvormittag in die Gemeine setzen, eine schöne Predigt hören und sonst nichts tun will, sollte wenigstens überlegen, ob er nicht einen Missions-Teilhaber-Brief haben sollte, wo Zinsen anfallen, die direkt der Mission zugute kommen.

Natürlich sind wir eigentlich aufgefordert, alle mitzuarbeiten an den verschiedensten Plätzen. Das können ganz hervorgehobene, aber auch ganz verborgene sein. Deshalb kann und möchte ich über niemanden urteilen. Vielleicht betest du ganz treu in deinem stillen Kämmerlein und tust damit wirklich einen unschätzbar wichtigen Dienst – und es weiß einfach nur der Vater im Himmel. Nicht nur derjenige tut einen wichtigen Dienst, der auf einer Liste von Mitarbeitern steht. Aber wer das alles nicht machen kann oder will, soll doch wenigstens von dem finanziellen Segen, den Gott gegeben und anvertraut hat, sein Scherflein beitragen, dass "Zinsen" entstehen. Das ist das mindeste, was Jesus erwartet.

Der faule und böse Knecht hat es nicht getan. Was geschieht? Er muss auch dieses eine Talent noch abgeben. Er hat am Ende gar nichts mehr, bekommt keine Einladung zum Fest, sondern geht in die ewige Gottesferne.
Es stellt sich unmittelbar die Frage: Geht hier ein Christ verloren? So wie dieser Knecht beschrieben wird, habe ich nicht den Eindruck, dass hier ein Christ verloren geht. Das Wort "Herr" ist wohl eher eine formale Anrede (vgl. Mt 7,21-23). Nein, wir haben es eher mit jemanden zu tun, der eine Zeitlang mit Jesus mitgegangen war, der das vielleicht sogar ganz interessant fand, aber als es darauf ankam, selbst einmal etwas zu tun, geschieht einfach gar nichts, ja mehr noch, er bekommt es mit der Angst zu tun.

Wir haben vorhin gesehen, dass das nicht das Gottesbild der Bibel ist. Wer zu Jesus gehört, hat nicht in der beschriebenen Weise Angst vor Jesus. Der hat mindestens die Balance, dass ihm einerseits die Heiligkeit Jesu bewusst ist, andererseits aber ebenso Seine Gnade, Liebe und Barmherzigkeit. In Johannes 6, 60 heißt es, dass einige von den Jüngern sprachen: "Das ist eine harte Rede. Wer kann sie hören?". Dann heißt es weiter: "Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an wer die waren, die nicht glaubten" (V. 64). Da waren Leute dabei, die sind mit Jesus mitgelaufen. Das war doch spannend, wenn Jesus Wunder tat. Aber als es dann plötzlich an die persönliche Heiligung ging, sagten diese "Jünger": "Das ist eine harte Rede." Aber Jesus wusste, dass die Nachfolge bei manchen nur äußerlich war. Wir müssen also erkennen, dass eine rein äußerliche Verbundenheit mit Jesus gar nichts bewirkt.

Wer aber den lebendigen Gott erfahren hat, wer Gottes Kind ist, vergräbt sein Talent nicht. Der bringt es wenigstens zur Bank. Der hat ein Interesse daran, das etwas geschieht. Der sieht um sich herum Menschen, die Hilfe brauchen, allem voran die Botschaft des Evangeliums.

Möge Gott uns helfen, diese Herausforderung neue anzunehmen und unserer Verantwortung gerecht zu werden.