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Die Geschichte des 200 Einwohner zählenden Dorfes Göschitz reicht bis zum "Hunnenzug" im 5. Jahrhundert und zu den noch älteren "Hainrittern" zurück. Die Sagen vom "Hainritter zu Göschitz" und von den Zwergen, die in Quergelhöhlen hauptsächlich in der Tümpfelmühle hausten, wissen davon zu berichten. Das Symbol des Ortes drückt mit Bienenkorb und Linde den Fleiß und die Geselligkeit der Bürger aus. Der landschaftlich idyllisch gelegene Ort liegt rund 400 m über NN und wurde urkundlich am 23. Juni 1333 erstmals erwähnt. Er liegt im Regenschatten des 499,5 m hohen Geislaberges in einem Talkessel nahe dem Zusammenfluß von Gülde-, Modelitsch-und Göritzbach, die mit ihrem klaren Wasser heute die Trinkwassertalsperre bei Zeulenroda speisen.Einst trieben diese Gewässer in der Gemarkung 4 Mahl- und sowie eine Ölmühle an. Die landschaftlich besondere Lage des Ortes mit 7,4 °C und 670 mm Niederschlag im Jahresmittel wurde von unseren Vorfahren als das Reußische Italien bezeichnet. Göschitz war stets ein Bauerndorf mit dem dazugehörigen Mahl-, Stellmacherei- und Schmiedegewerbe. Es stand immer unter der jeweiligen Landesherrschaft. Mit der 1960 eingeleiteten landwirtschaftlichen Großraumwirtschaft beteiligten sich alle 39 individuellen Betriebe zunächst an der genossenschaftlichen Feldbewirtschaftung, ab 1968 auch an der genossenschaftlichen Viehhaltung. Seit 1991 betreibt wieder eine Familie die Landwirtschaft im Haupterwerb und zwei weitere im Nebenerwerb. Der vorhandene Gasthof zeichnet sich durch seine ausgeprägte Gastfreundschaft aus und hat sich mit seiner regionalen Küche und seinen renovierten Pensionszimmern zu einer beliebten Anlaufstelle entwickelt. Der Göschitzer Heimatdichter Julius Sturm, dessen Todestag sich 1996 zum 100. Mal jährte, hat im Text des Göschitzer Heimatliedes die landschaftliche Schönheit und die idyllische Lage des Ortes mit ihren friedlichen Einwohnern zum Ausdruck gebracht. Das alles kennenzulernen und sich dabei zu erholen, ist es wert, dem Ort einen Besuch abzustatten. |