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Vorwort der Autorin
Die nachfolgende Geschichte
lehnt sich lose an die Ereignisse von "Master and Commander" an.
Jacks Schiff ist nach wie vor die Surprise und die Mannschaft im
Wesentlichen auch so wie im Film. Obwohl ich mal kurzerhand Master und
Seesoldaten weggelassen habe. Ansonsten hätte es zuviel Gedrängel an Deck
und zuviel Chaos in der Storyline gegeben. :o)
Allerdings habe ich die Charaktereigenschaften eines gewissen
Herrn und seines Freundes Stephen den Büchern entnommen. Zumindest habe ich
es versucht. O’Brian möge mir vergeben. Die beiden erscheinen mir in ihrer
Art dort viel komplexer und vielschichtiger. Etwas das Peter Weir meiner
Meinung nach vernachlässigt hat. Natürlich ist Aubrey ein Draufgänger und
das Heroische möchte ich auch nicht abstreiten, aber er kann auch absolut
unausstehlich und gnadenlos in seinem Verhalten anderen gegenüber sein. Frei
nach Nelsons Schlachtruf: "Vergesst die Manöver! Immer drauf auf den Feind!"
Obwohl das bei Aubrey auch für Freunde gilt, denen er damit gehörig auf die
Füße tritt. Was ihn jedoch auszeichnet und mich weiter an den Büchern kleben
lässt, ist sein kongeniales, seemännisches Geschick. Er kann selbst einen
falsch ausgeloteten Kahn in ein tüchtiges Kriegsschiff verwandeln. :o)
Sein
nichtmilitärisches Pendant dazu stellt Maturin dar. Der verschrobene Arzt,
der abgetrennte Körperteile mit sich herum trägt und dem ständig
irgendwelches Getier in den Taschen krabbelt. Die beiden ergeben eine
Einheit, halten sich gegenseitig in der Schwebe. Eine Paarung made in Heaven.
Oder sollte ich lieber made in Hell sagen?
Kommt wohl auf die Situation und den Betrachter an.
Aber na ja, verstehen wir Frauen wirklich etwas von wahren
Männerfreundschaften?
Die Bücher sind fesselnd, interessant, bringen mich oft zum lachen, obwohl
die Situation eigentlich ernst ist. Wenn zum Bespiel bei einem Angriff den
Helden die Kugeln nur so um die Ohren fliegen. (Aber wenn man erst bei Band
zwei ist, weiß man, dass ihnen nichts passiert, da der Autor kaum 20 Bücher
mit Geistergeschichten gefüllt hat.) Es gibt Tote bei diesen Gefechten, aber
man grinst trotzdem, weil O’Brian gekonnt beschreibt, dass der Schornstein
der Kombüse nach einen Treffer explodiert und die umstehenden kurzerhand in
Neger verwandelt.
Ich versuche in meiner Geschichte nicht, O’Brians Stil zu kopieren, obwohl
ich zugeben muss, dass mir das Trockene, Sarkastische liegt. Was die ganzen
Fachausdrücke betrifft, habe ich versucht, sie passend einzubinden. Über die
von mir beschriebenen Manöver würde sich Mr. O’Brian wahrscheinlich dennoch
scheckig lachen. Aber Hauptsache für mich ist, dass sie mir logisch
erscheinen. Und da ich weder Nautiker, Historiker noch Seemann bin, seien
mir Holperer verziehen. Für mich steht es im Vordergrund, eine Geschichte zu
erzählen. Und da ich nicht Peter Weir heiße, nehme ich es mit den Details
nicht so akribisch genau.
So, nun wäre alles Wichtige gesagt.
Ach ja: Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß beim Lesen wie ich ihn beim
Schreiben hatte.
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Caelin - |