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VII.
Meine
Mutmaßungen was sein technisches Niveau anging, waren mehr als zutreffend.
Innerhalb kurzer Zeit konnte er den PC hochfahren, den DVD Player laden und
einen Film starten, sowie den Fernseher anschalten.
Er hatte keinerlei Furcht vor den Wundern der Moderne. Er stürzte sich
hinein.
Crowe schien ihm hie und da etwas von seiner
Persönlichkeit mitgegeben zu haben. Oder der Original Aubrey hatte einfach
einiges mit ihm gemein.
Weir hatte ihn nicht umsonst für die Rolle haben wollen.
Ich bewunderte seine Courage, sein Geschick mit den ungewohnten Dingen
umzugehen. Noch hatte ich ihm nicht gezeigt, wie man im Internet surft.
Das starke Interesse an seinem physiologischen Zwilling wurde unübersehbar.
Ich zweifelte
wirklich, ob ich ihm diese Möglichkeit geben sollte.
Wie würde er damit klarkommen, wenn er ‚zurück’ war?
Es war wie in diesen Science Fiction Filmen. Soll ich das tun?
Würde es nicht ungeahnte Folgen haben, wenn Jack mit Erinnerungen dieser Art
zurückkehrte? Den Film verändern? Ihn verändern?
Wie dieses ‚zurück’ funktionieren sollte.. ich hatte keine Ahnung...
Der Film konnte nicht mehr aufgeführt werden. Instinktiv wusste ich, dass
er so zurück musste, wie er gekommen war. Ich schob dieses Problem weit von
mir.
Ich hatte keine Lösung dafür. Noch nicht. Es gab im Moment genug andre
Dinge, mit denen ich klarkommen musste. Das Grundlegende saß vor meinem PC
und sah sich alte Disketten mit Bildern von Crowe an, sah von hinten aus wie
derselbige.
Schlabberhemd, Flanell. Trainingshosen, Fleece. Barfuss.
Zopf.
Bartstoppeln von zwei Tagen im Gesicht, als er sich kurz zu mir drehte.
Crowes Physis in MEINEN KLAMOTTEN.
Er hatte keine Ahnung, was er mir antat. Ich litt Tantalusqualen.
Seine eigenen eingesauten Sachen kreiselten seit einer halben Stunde in
der Waschmaschine. Feinwäsche: Leinen, Seide. Als ich ihn verschämt nach
underwear fragte, sah er mich ratlos an.
Mein Gesicht hätte ich gern gesehen, als ich kapierte.
Der Mann trug keine Unterhosen. Ich erinnerte mich nebelhaft an eine
Erwähnung, dass die Herren sich ihre langen Hemden um die untern Regionen,
äh, drapiert hatten. Lassen wir das Thema.
Gut, dass ich das nicht gewusst hatte, als ich ihn in meinem Bett entdeckt
hatte. Immerhin hatte er noch seine Hosen angehabt.
Hatte er???
Ihm seine Kleider abzuluchsen, war nicht einfach. Nach 5 Minuten warf ich
ihm entnervt den sauberen Ersatz an den Kopf. Das hätte ich gleich machen
sollen.
Der Duft des Waschmittels machte ihn fast high.
„Ahh, how
smooth and what a scent...”
schwärmte
er. Seine
lagunenfarbenen Augen schimmerten begeistert. Ich schob ihn entschieden ins
Bad.
Wenigstens ich musste am Boden der Realität bleiben.
Außerdem strömte er einen .. äh.. erdigen Geruch aus.
„Throw the filthy
clothing out, I’ll wash it.”
Er tat es. Ich
musste lachen, wenn er später hin und wieder, während er am PC saß sein
Stoppelkinn am Stoff des Karoflanells rieb und hingerissen schnupperte.
Mit seinem Captain –Iglo-Faschingsoutfit
konnte er nicht hier rumlaufen.
Nächste Woche war tatsächlich Fasching. Was ein Zufall.
Ich hatte ihm mehrere Schachteln hingestellt, gefüllt mit den Download
–Exzessen meiner ersten, manischen Phase. Ich hatte sie seit langem löschen
wollen.
Oder jemand zum Brennen geben.
Jedes Bild von Crowe, das im Net auftauchte, wurde gespeichert. 2000-2001.
Fünfzig Disketten oder mehr. Das würde ihn eine Weile beschäftigen.
Es war gegen sieben Uhr früh gewesen, als
ich meinen Bettgenossen bemerkte.
Ich schaffte es ihn nicht zu wecken, oder er tat nur so, stellte sich
schlafend.
Wahrscheinlich war er so erschrocken darüber wie ich, was er im Suff getan
hatte.
Ich kochte Kaffee, versuchte Fassung zu wahren, checkte meine Mailbox, die
News, die ich seit Sonntag vernachlässigt hatte. Nichts Neues.
Crowe hatte sich verletzt, eine alte Sache vom Gladiatordreh, die ihn
seither verfolgt hatte. Ich erinnere mich noch an das Zitat bei Jay Leno
anno 2000.
„Ich kippte einen Jacky und drückte es( Bizepssehne) wieder rein. Seither
ist alles ok.“
Ja, Ja. Indianer kennt kein Schmerz.
Monate darauf musste er eine Rolle abgeben deswegen. Beim Film davor hatte
er sich erneut verletzt und jetzt , über drei Jahre später wieder beim
Training für diesen Boxfilm.
Ich finde Boxen absolut Scheiße. Mathe war auch nie mein Ding. Egal.
Der Dreh zum neuen Film war um vier Wochen verschoben worden. Wahrscheinlich
widmete er sich seiner Physiotherapie und seinem Stammhalter.
Schlag acht rief ich meinen Chef an und
brachte ihm schonend bei, dass ich eine zweite Woche Urlaub brauchen würde.
Unerwarteter Besuch. Er zeigte sich offen, immerhin hatte ich ihm fast den
ganzen Januar den Rücken freigehalten, als er mit seiner Frau in Australien
gewesen war. Es war mein zweiter Urlaubstag, also wahrscheinlich noch
nicht viel Vorbuchungen bis jetzt.
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Schnapp. Zwei Wochen.
Ich würde wohl eine dritte Woche nachschieben müssen.
Die Oscars waren am 29. Ich hatte eine Mission.
Der Countdown lief.
“Jack?”
“Helga?”
“Let us go shopping.”
“What?”
“Let us buy you some underwear.”
“What?”
“Trust me. What is your shoesize? “
“ What? Äh, well. Quite big. “
“ Oh.”
Wir verließen das Haus am Nachmittag. Er in Socken und Birkenstock meines
Schwagers. Im Februar.
Zwei Nummern zu klein. Der Mann hatte Schuhgröße 10,5.
Die Stiefel hätten einfach zu blöde ausgesehen zu den Schlabberhosen.
Es schneite. Wie peinlich.
Er wagte sich auf den Beifahrersitz.
Respekt.
„What was it about last night?” fragte ich belanglos.
Er tat unwissend, blickte mich unschuldig an.
„Hmm?“
„I found you in my bed this morning.”
Er sah intensiv zum Fenster raus.
„Jack.“
„What?“
“Answer me!“
„Well, you made me drunk. It’s all your fault. “
Typisch. Ich war an allem schuld.
Dann brach es aus ihm heraus.
“I felt so alone there
on the sofa. I have never been alone. And I was cold. Are you mad?”
Er klang vorwurfsvoll. Und hinreißend
hilflos.
Kalt??? Die zwei Liter Frostschutz de Luxe in seinem Blutkreislauf hätten
es ihm ermöglichen müssen ohne Gänsehaut im Freien zu nächtigen...
Moment. Überreagier nicht. Das ist kein ‚normaler’ Mann.
Ein vorsichtiger Seitenblick. Ich verkniff mir einen boshaften Kommentar.
„Do I look mad? Jack,
please, the situation is as strange to me as it is to you.
Try and be emphatic. So
do I. I want to make the best of it, for both of us.
Help me.” 
Er brummelte. „If I can. I don’t know how.“
“Just do what I ask you. I am the expert here.”
Er schnaubte.
CAPTAIN Aubrey. Tu was man dir sagt. Er würde es noch lernen.
Er tat es bereits.
„Next time I will drive this machine!” erklärte er mir überzeugt,
beobachtete genau, was ich tat.
Wirklich, kein normaler Mann.
Ich lachte nur und parkte vor dem Center ein.
Ich hatte noch nie Männerunterhosen gekauft.
Large? Middle? Boxer? Feinripp?
Ich überließ es ihm. Er musste sie tragen.
In meinem Haus läuft kein Kerl ohne Unterwäsche rum.
Mit großen, glänzenden Augen wandelte er durch mein Lieblingsgeschäft.
Er sah sich alles an. Nur nicht die Unterhosen. Ok, Schuhe brauchte er auch.
Wir verließen eine Stunde später das Center mit zwei Paar Schuhen Größe 45,
einem Paar Badelatschen für zuhause, drei Paar Boxershorts und einem
Zehnerpack Sportslips mit Bein.
Retro nennen sich die. Es war zehn Jahre her, dass ich Gedanken an
Männerunterhosen verschwendet hatte... liebe Güte.. ZEHN JAHRE.
War ich Nonne geworden und hatte es nicht bemerkt??
Nun, die letzten drei Jahre war es mir hin und wieder aufgefallen.
Fünf paar Socken, eine Jeans, eine Cargohose in Marine und eine klassische
Hose in schwarz. Zwei Sweatshirts in schwarz und blau, eine Pseudolederjacke
in schwarz und ein Jeanshemd.
Jack fand es toll. Seine Augen strahlten vor Neugierde und Abenteuerlust.
Er grinste alle und jeden freundlich an, eine Frau sah sich verstohlen nach
ihm um... als erinnere er sie an jemand.
Mein Magen zog sich warnend zusammen. Rasch zerrte ich ihn zum Ausgang.
Ich musste vorsichtiger sein. In den modernen Klamotten sah er Crowe
verdammt ähnlich. Kunststück. Crowe dürfte sich auch ab und an geähnelt
haben, als er Aubrey gespielt hatte. Sehr witzig.
Als wir das Geschäft verließen, sah er mich verwirrt an, weil ich ihn
hinausbugsierte, dann meinte er entschieden: „I am hungry.”
„All you can eat“ 7,50€ warb Pizza Hut eine
Ladenstrasse weiter.
Jack schnupperte interessiert, wir setzten uns, es war ziemlich leer.
„Italian food? Great!” meinte er. Mittlerweile hatte er sich an die Frauen
in Hosen und kurzen Röcken gewöhnt, starrte nicht mehr jeder mit
Glubschaugen nach, seit ich ihn darauf aufmerksam gemacht hatte.
„Fascinating time you
live in. Absolutely fascinating.”
bestätigte er mir alle 10 Minuten. Zwei Stunden später saßen wir noch immer
im Pizza Hut.
Jack kämpfte sich in Heldenmanier durch das Büffet.
„You are already finished, Helga?” wollte er verwundert wissen.
Ich nickte amüsiert. Während ich ein Viertel Pizza und einen großen Salat
verspeiste, vertilgte er langsam und mit Genuss mindestens fünf
verschiedene Pizzaviertel und dreierlei Pasta, gehäuft, lobte jeden Bissen.
Das musste man ihm lassen. Er schlang nicht. Er war Genießer.
Verfressen aber ein Genießer.
Dazu drei Viertel Roten.
Diese Orgie hindert ihn nicht daran, mich die ganze Zeit zuzutexten.
Und mit jedem Glas Wein wurde er gesprächiger.
Er war aufgedreht wie ein Kind an Weihnachten, sog all die neuen Eindrücke
auf wie ein Schwamm. Er wollte wissen woher die Musik kam und wie das Essen
zubereitet würde und warum diese jungen Mädchen hier ohne Aufsicht waren und
und wie sehr ihm das Einkaufen gefallen habe und wann ich ihm zeigen würde,
wie man diese Informationsmaschine bediene? Und was wir heute später machen
würden? Ob ich mit ihm eine andre dieser Filmscheiben ansehen würde?
Und ob ich noch sauer auf ihn sei, wegen der Sache heute morgen?
„Helga, I was not very
kind the evening you took me to your house.
You were so unexpectedly
different from what I had thought. I was confused and irritated. Though you
have been very nice to me and show me so many amazing things.”
Er
griff meine Rechte und gab mir einen Handkuss.
“ Thank you, dear.“
Er meinte, was er sagte. Bei Crowe hätte ich immer zweifeln können, weil er
sicher alles spielen kann. Aber das war Jack, eine seiner Rollen.
KEIN
vielfach ausgezeichneter, talentierter
Schauspieler.
Das dürfte der Moment gewesen sein, in dem ich insgeheim die Waffen
streckte.
Ich sah auf meine Uhr. Genau 48 Stunden.
Und er hatte mich im Sack. Ich lächelte müde und resigniert.
Er lächelte vorsichtig zurück, bemerkte meine Stimmung.
„What...“ begann er. Ich winkte ab.
„It’s ok. Maybe I’ll tell you
later.”
Er zuckte bedauernd die Achseln,
machte sich über den Rest Tortellini quattro formaggi her.
Die Angestellten beobachteten uns schon eine Weile, tuschelten miteinander.
Als Jack fertig war, winkte ich unsere Bedienung, bat um die Rechnung.
Ihr Blick irrte von mir zu Jack. Mir kam eine furchtbare Ahnung.
Als sie zurückkam , war ich vorbereitet.
Ich zahlte, gab ihr ein Trinkgeld. Dann holte sie mit einem erneuten Blick
auf Jack tief Luft.
“Würden sie ihn bitten, mit ein Autogramm zu geben?“
Ich stutzte, sah sie verwundert an. Dann kapierte ich und begann zu lachen.
„Das kann ich machen, aber er ist nicht der, für den sie ihn halten.“
erklärte ich der nervösen Frau. Sie sah mich perplex an.
„Er ähnelt diesem Schauspieler.. wie heißt er noch...“
„Russell Crowe“ kam es prompt von ihr. Ihre Stimme zitterte.
„Ja, genau, er wird oft verwechselt. Nein, leider ist er nur mein alter
Freund Jack aus England. Es tut mir leid. Ich wüsste, wenn ich hier einen
Star hätte.“
Sie wurde rot, entschuldigte sich verlegen. “Nein, das muss ihnen nicht
peinlich sein. Ist schon ok.“ Jack lauschte mit gerunzelter Stirn. Er schien
zu verstehen, dass man ihn für IHN hielt.
Wir gingen zurück zum Wagen. Jack schien mir ziemlich müde. Kein Wunder nach
dem vielen Essen und dem Wein. Unterwegs pennte er glatt ein. Ich bekam ihn
fast nicht wach, als wir ankamen. Ich lud erst den Wagen aus, dann zog ich
ihn vom Sitz und ins Haus. Er torkelte wie betrunken zum Sofa und fiel fast
sofort in bleiernen Schlaf. Es war zwanzig nach Sieben.
Irgendwas stimmte nicht. Soviel hatte er nicht getrunken.
Kurz vorher war er putzmunter gewesen.
Ich packte die Einkäufe aus, warf alles in die Waschmaschine, während er wie
tot auf dem Sofa lag. Er schnarchte nicht. Seltsam. Ich war beunruhigt,
prüfte seinen Puls. Der war ziemlich niedrig, aber vorhanden. Hmm.
Hatte es damit zu tun, dass er kein ‚echter’ Mensch war?
Als hätte man ihm den Saft abgedreht oder die Batterie ausgebaut.
Meine Sorge verflüchtigte sich, als er sich nach einer Stunde wie Lazarus
vom Sofa erhob. Er
kratzte sich den Kopf.
“ What happened? How did we get
here?“ wollte er verwundert wissen.
Ich sah ihn verblüfft an.
„You fell asleep while I
drove here. I had to drag you in here, you were almost comatic.
Are you ok?” erklärte ich. Er runzelte die
Stirn.
“Yes, I feel great. But
thirsty. Were are these funny, small trousers you want me to wear? I want to
put them on.” verblüffte
er mich.
Ich gab ihm eine Flasche Wasser und
ein Glas.
“Still in the dryer.
Should be ready now.” Ich holte die
Wäsche aus dem Trockner, drückte ihm eins von diesen Retro-teilen in die
andre Hand.
„Thanks.“ Er zog sich über die Treppe ins Bad zurück, kam nach wenigen
Minuten zurück.
“Hey, look! Feels good.
Anything swings.”
Dann wurde ihm bewusst, dass ich
nicht zur Mannschaft der ‚Surprise’gehörte, wie er dastand und was er
gerade gesagt hatte.
Er wurde sichtlich verlegen.
Seine Beine waren trotzdem ein erfreulicher Anblick.
Stramm und akzeptabel haarig, keine Spur von O-Form.
Vielleicht war es auch meine fassungslose Miene, als er sich im Retroslip, ohne
meine ausgeleierten Fleecepants auf der Treppe präsentierte.
Zum Glück war das Hemd lange genug, dass mir, was die Perches ‚Package
perving’* nennen, erspart blieb.
„Äh, err.. sorry.“ murmelte er und verschwand hastig wieder nach oben.
Dann hörte ich das Hochfahren des PC und das Klicken, wenn eine
Diskette eingeschoben wird. Er ging seinem neuen Hobby nach.
Observation der Konkurrenz.
Ich schenkte mir ein Glas Wein ein, lehnte
meine Stirn gegen den Kühlschrank.
Der Mann wusste absolut nicht, was er mir antat. Und ich durfte es absolut
nicht zeigen. Ich würde nicht klein beigeben. No way.
Er musste asap in den Film. Aber wie??
BARBARA.
Sie war die nächsten zwei
Wochen im Urlaub.
Wenn sie keine Kopie mehr hatte ...
Denk positiv. Ende der Woche würde ich ihr eine SMS schicken.
Dann werden wir sehen.
Sollte sie keine Kopie haben...
Nun, dann blieb mir nur Fox Germany.
„Hallo, Herr Schulze, Jack Aubrey, der im Film fehlt, ist bei mir. Wann kann
ich ihn zurückbringen?? Er bringt auch eine Aussteuer mit.“
Sehr komisch.
„Helga?“ tönte es zaghaft von oben.
„What? Don’t tell me
you’re hungry. “
“No. I am bored. I am through with those cards.
Can we put a disk in
your machine?”
“What is on your mind?”
“Äh, I just found another interesting picture of HIM. Is that a film?“
“Which one?”
“Naked on a horse.”
Scheiße. Hammers over the anvil. Die
Geister, die ich rief…
Ich verschwand immer wieder während des Films. Zu viele erotische Szenen.
Jack sah mir immer wieder irritiert nach. Er schien sehr interessiert.
„Don’t you like it?
“ wollte er wissen.
„I do. Have seen it so
often. Excuse me.” Er nickte, nicht
überzeugt.
Ich wurschtelte herum, setzte mich ab und zu.
„I look so young.”
schwärmte Jack.
WAS?
Bitte nicht… was hatte ich bloß angerichtet.. jetzt glaubte Jack auch noch,
er sei ER...
“Jack, it’s him in 1992.
NOT YOU. HIM. You might have looked that way.
Get real. This is East
Driscoll, role of 1992. You are Jack Aubrey, role of 2003. More than a
decade later.
Jack?
Are you with me?” redete
ich bestürzt auf ihn ein. Er drehte mir sein Gesicht zu. Verwundert,
ungläubig.
Erst glaubte ich ihm. Dann macht er den Fehler zu grinsen.
Ich kapierte sofort. Er versuchte mein Knöpfe zu drücken.
Der Arsch.
„Mr. Aubrey?“
„Yes, Ma’m?“
„Think it’s funny?”
“Yes , Ma’m.” Crowesches Gekicher.
“Go fuck yourself.”
Ich killte den Player, das TV und
nahm die Fernbedienungen mit.
Drei Sekunden später war ich im Bad .
Er sprintete mir nach, hämmerte an die Tür, bat mich zu öffnen.
„Go fuck yourself“ war mein Kommentar im 10 Sekunden Rhythmus.
Ich war so sauwütend, dass ich die 40 Pfund, die er mir etwa voraushatte
glatt beiseite schob, als er versuchte mir den Weg aus dem Bad zu
blockieren.
Mein Schlafzimmer ist gleich ums Eck.
Ich blaffte ihn an. „Don’t dare keeping me from there!” 
Er wich erschrocken zurück. Ich knallte ihm
die Tür vor der Nase zu.
„Helga“ winselte er.
„Go fuck yourself,
asshole.“
“I didn’t mean it that way.”
“Better reflect next time, asshole. Now go fuck yourself.”
Ich schlief schlecht diese Nacht.
Wohin hätte er gehen sollen?
Er war mir böser Hexe ausgeliefert. Ich fühlte mich schuldig.
Ach was soll’s. Er war selbst schuld. Morgen war auch noch ein Tag.
Wer hatte das gesagt? George Innes hatte behauptet, es sei Blanche du Bois
gewesen. Dabei war es Scarlett O’Hara. Er gab mir schließlich recht.
Konversation in den Arkaden des Club, um fünf Uhr früh.
18.11.2003.
Tenessee Williams.
Margaret Mitchell.
Bizarre Anekdoten.
Klopfen.
“Helga, dear? Are you
mad?”
“Yes, I am, asshole. Like never before in my life. You are a bubo.
Now go fuck yourself.”
Famous last words. Bubo heißt
PESTBEULE.
* hmm... nun... Spekulationen darüber, was ,
oder eher wieviel der Mann in der Hose hat... Ups
* es gibt keine wörtliche Übersetzung ;-) |