IXX.

 

Die Autobahn war erfreulich leer um die Zeit. Kein Regen, kein Schnee.
Die A-Klasse schnurrte nur so und fraß die Kilometer.
Ich hatte es irgendwie geschafft den Beifahrersitz soweit vorzufahren und die Lehne herunterzukurbeln, dass mit der Rückbank genug Fläche entstand, um Jack einen akzeptablen Transfer im Liegen zu ermöglichen.
Wir hatten es am Nachmittag ausprobiert.
Jetzt lag er mit dem Kopf auf der Fahrerseite, eine Decke unter sich, in die andre eingewickelt und rührte sich nicht. Sobald ich gemerkt hatte, dass seine zweite Ruhephase sich näherte, hatte ich ihn ins Auto verfrachtet. Er hatte es sich bequem gemacht und als ich fünf Minuten reinging, weil ich aufs Klo musste, war er schon weg. Er würde wohl gegen 23.00 aufwachen, zum Glück hatte er ziemlich lange durchgehalten. Seine Ruhezeiten waren recht unberechenbar geworden.
Er war noch sechs Stunden tagsüber fit, meist zwei nach dem Frühstück, eine am Nachmittag und den Rest am späteren Abend. Wir hatten versucht die Nacht zum Tag zu machen, aber spätestens um zwei Uhr früh war es vorbei. Dann schlief er wie ein gewöhnlicher Sterblicher zwischen sechs und acht Stunden. Ich konnte ihn wecken, aber er konnte nicht wach bleiben.
Es hatte was von einem Kleinkind. Schlafen, Essen, Schlafen, Essen ..
Zum Glück war er schon lange aus den Windeln... böser Joke.

Seine Uniform hing in einem Kleidersack im Wagen, die Stiefel  lagen im Kofferraum. Ich fühlte mich etwas seltsam, aber hellwach, dank der Hämmer, die ich eingeworfen hatte und des Kaffees. Ich war noch immer ziemlich krank.
Es war eigentlich ein Risiko in dem Zustand eine solche Strecke zu fahren.
Aber was sollte ich machen?? Einen Fahrdienst konnte ich mir nicht leisten, nach all den Extravaganzen der letzten Wochen. Nicht über 400km.
Nicht mal bis in die City.
Samstag war es mir besser gegangen. Ich hatte vermieden das Thema anzusprechen, Jack ebenfalls. Er verschwand, wenn ihm die Lichter ausgingen aufs Sofa oder in meinem Schlafzimmer oder ‚chamber’ , wie er es so herrlich  titulierte, tauchte einfach wieder auf, als sei nichts gewesen. Ich ging solange einkaufen, machte den Haushalt, machte uns was zu essen.
Wusch und bügelte seine Klamotten noch mal, lüftete das Jackett.
Wie eine liebe, nette Hausfrau... tja, so ändern sich die Dinge...
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er übermorgen nicht mehr hier sein sollte.
Der eiserne Single hatte Gefallen daran gefunden, jemand um sich zu haben.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Nun, Jacks Existenz  war eine Art Wunder.
Drunter tat ich es anscheinend nicht... das Wunder musste schon  ähnlich aussehen wie ein gewisser Schauspieler, seine Stimme haben und mich ständig in Atem halten.
Fazit: Ich bin ein hoffnungsloser Fall von grotesk überzogener Erwartungshaltung.
Müßig darüber zu sinnieren. Eine Sackgasse.
Ich versuchte mich abzulenken, bestellte für den Abend noch mal beim Chinesen.
Ich hatte  keine Lust zu kochen, nicht viel Appetit und Hühnchen süß-sauer  war das einzige, das mich  zur Not anmachte.
Jack mochte es, das wusste ich inzwischen.
Seine anfangs mehr als  lebhafte Libido hatte sich wegen seines sinkenden Energiepegels inzwischen auf ein Maß reduziert, das sich mit meinem  schlechten Allgemeinbefinden vertrug. Ich hätte ihn ungern abgewiesen.
Erstens, weil es zu falschen Schlüssen und Spannungen hätte führen können und weil ich es selbst schmerzlich bedauerte, dass ich so ‚lustlos’ war.
 Scheißbazillen.
Da hat man endlich mal einen brauchbaren Kerl in der Kiste und dann geht einem die Puste aus. Das Leben ist ungerecht.
Hoffentlich traf meine Spekulation zu, dass er sich bald an nichts mehr erinnern würde. Es reichte, wenn mich die Erinnerungen plagten.
Das ist wieder typisch für mich. Ich sehe oft nur was ich nicht habe, statt mein Augenmerk auf das andre zu richten. Die Sache mit dem halbvollen Glas, ihr wisst schon. Ich bewundre da rückhaltlos meine Bekannte aus Schottland.
Ein Beispiel:
Crowes  Band ist klasse live, aber sonst  stimmt nicht viel. Die Public relations gibt es fast nicht und man hat das Gefühl, dass der Hintern nicht weiß, was der Kopf macht. Wenn sie touren bricht das Chaos aus und Frust ist vorprogrammiert.
Letzten Herbst bekam ich eine Karte aus Australien, auf der die Plattenfirma ankündigte, die neue CD sei jetzt zu haben. Diese CD stand seit Monaten in meinem Regal und war Anfang April in den Handel gegangen.
Und die schicken mir eine Karte... ich habe keine Ahnung, woher die die Adresse hatten, ein Mysterium. Ich lachte mich halbtot und fragte auf der Bandwebside nach.  Bis heute kein Feedback, Vielleicht nächste Weihnachten... LOL.
Avril meint zu so was nur: Seid doch froh, dass sie überhaupt was machen, dass sie überhaupt touren, dass sie überhaupt Videos drehen, auch wenn sie seltsam sind und  auf den CDs viermal derselbe Track in verschiedenen Versionen drauf ist.
Ist auch eine Sichtweise. Eine sehr humane. Eine die mir bitchy bitch nicht liegt.
Hatten wir doch schon: überzogene Erwartungshaltung

Das Schicksal erteilte mir eine fette Lektion.
Ich bekam etwas, was völlig out of reality war und musste es wieder hergeben.
Was war besser? Es gar nicht erst bekommen zu haben oder es gehabt zu haben und  dem ewig nachzutrauern, weil  es rum ist und nix besseres mehr nachkommt?
Oder sich halt an dem freuen, was war. Mit Betonung auf  WAR.
Ich drehte mich im Kreis. Die Weisheit, die Jack ab und zu in mir geweckte hatte, schien heute Ausgang zu haben.
Torn. Er hatte das schon richtig erkannt. Hin- und Hergerissen.
Es war wie es war. Ich gab mich ein wenig meinem Selbstmitleid hin, bis Jack wieder auftauchte. Sein eher sanguinisch-cholerisches Temperament  riss mich mit. Ob ich wollte oder nicht.
Er witterte schnell klassisch ‚Helga’sche’ Melancholie, mit der er bereits Bekanntschaft gemacht hatte, zerrte mich an die frische Luft, textete mich zu.
 Was wir später essen würden, war begeistert, dass es chinesisch geben würde.
Ob es mir besser ginge, er fühle sich großartig.
Ich bemerkte den Unterton und den heimlichen  Seitenblick.
Ich hatte meine Haare gewaschen, meine fieberverquollenen Augen dank Eismaske und Augentropfen normalisiert, mein gewohntes Make up aufgelegt.
„You look much better than  this morning.” stellte er sachlich fest.
 
Da hatte ihm eine maulfaule, fiebernde, grottenschlechte Kopie von mir  in Schlabberhosen und Schlabberpulli und strähnigen Haaren  das Frühstück vorgesetzt, anstandshalber einen flüchtigen, möglichst ansteckungsfreien Kuss auf die Schläfe verpasst und war wieder ins Bett verschwunden.
“It was about time. I hate being sick. I hate the running nose and being tired and the headaches. I hate looking like something my cats might have drowned and dragged in by night.” erklärte ich inbrünstig. Er kicherte.
“Oh,
I will miss your sharp wit. Your mean sense of humor.” rutschte es ihm raus. Ich schwieg.
„Are you afraid of tomorrow?” wollte er nach einigen Minuten Stille wissen.
Ich nickte wortlos, sah zu Boden. Ich hatte eine Scheißangst.
Er legte den Arm um mich, zog mich enger heran, ein flüchtiger Schmatz auf die Schläfe.
“You will make it. Everything will be fine. I trust you. You managed an evening where I could be what I am and you made me fly. This is an easy task for a woman of such multiple talents like you.”erklärte er mit scherzendem Unterton.
Er wusste sehr wohl, was auf dem Spiel stand. Ich sah ihn dankbar an.
„Let’s go back and have a great evening. I am craving this Asian food, loved it.”
Verschwörerisch flüsterte er mir ins Ohr: “And I am craving something else. Hope you feel even better later. Anyhow, I’d like to make you feel MUCH better.”
Seine Mädchenlippen strichen wie zufällig über meine Ohrmuschel.
Seufz. Oh, Jack.
You are too good to be true.
Nicht immer.
Aber immer öfter.

Musical evenings with the captain.
Locatelli, Haydn, Boccerini, LeClair.
Die musikalische Untermalung für das letzte Dinner mit Jack.
„I will miss these clothes, so comfortable and pleasant.” seufzte er bedauernd, lümmelte in denselben mir gegenüber.
“We could send you back in those fleecepants and the sweater. Do you think anybody would realize?” jokte ich. Er verzog das Gesicht. “Err, well... maybe.“
Dann kicherte er. “You could take’em with you and wear them by night.”
schlug ich vor, beschwipst wie ich war. Zwei Gläser Sekt in Kombination mit dem Infekt hauten ziemlich rein. „Not a bad idea. I will consider it.” meinte er im Ernst.
Ich stellte mir Jack vor, seinen Kurs berechnend in seiner niederen Kajüte, Leuchter auf dem Tisch.. .in meinen ausgelutschten, ausgeleierten Fleecepants... und dem berühmt-berüchtigten Nokia-Shirt.
Die Retro-shorts nicht zu vergessen.
Ich fing an zu lachen.
„What?“ schmunzelte er.
“I had a vision. You in your cabin, wearing all these clothes. And Killick comes in. You might have a hard minute to explain.”malte ich es ihm aus.
Crowesches Gekicher.” I am glad you laugh.”
sagte er.
“I was concerned.
You looked so down yesterday, even this morning. You can be so wickedly  funny. I love it. You are a bit of a witch and a bit of a bitch. Not too much, yet enough.”teilte er mir mit.
Ich war baff.
”More lovely compliments to submit, Captain, Sir?? Witch?Bitch? I can’t wait!”erwiderte ich etwas beleidigt. Er funkelte mich herausfordernd an.
„This is what I mean. Witchy. Bitchy. Annoying. Charming. Irritating. And yet so sensitive and vulnerable. Part Lady, part …bitchy, witchy..”ergänzte er. Sein Blick war schlecht zu deuten. Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte. Jack merkte, dass ich irritiert war.
“A bit. That is what I said. Nothing else. The spice that makes the meal worth it. What’s next?” beschwichtigte er mich.
“Spicy bitch, äh, duck.” Ich stand auf, holte die Ente aus dem Backofen, wo ich sie warmgestellt hatte, schob ihm ein Stück in den Mund.
„Spicy enough?“ Er kaute, nickte anerkennend, tat als habe er die Anspielung nicht verstanden.
Ich legte ihm auf. “No fruit flambee´ tonight?” wagte er arglos zu fragen.
Na warte.
„Depends on you how firy it may get,
Sir. At least, my temperature is higher than yours…”zog ich ihn auf. Sein ironischer Ausdruck schwand.
“Is it about the fever…” Er klang besorgt.
 Meine Ironie war heute ein bisschen zu anspruchsvoll, nicht sein Problem.
„Jack, forgive me. I am just playing with words.” gab ich zu.
“You could play with me, might be more fulfilling.
For both players.” schlug er vor ohne mit der Wimper zu zucken.
„I suggest we finish the meal and look how things develop.*”entgegnete ich diplomatisch. Jack schmunzelte nur, prostete mir zu.
„A toast.” teilte er mir mit. Ich machte eine auffordernde Geste.
Er räusperte sich affektiert, setzte sich aufrecht.
„On futures amenities, futures developments.“ näselte er in schönstem Oxford.
Ich schaute ihn verwundert an. Dann nahm er noch mal Anlauf.
Diesmal war sein Tonfall und Ausdruck ganz er selbst.
“And the first and the most: on futures women.“, leerte sein Glas auf Ex.
“You are one bloody flatterer.
Let me try either.”ließ ich ihn abblitzen.
Wenn er mich schon als Teilzeithexe und kleines Miststück bezeichnete, dann sollte ich diesem Kompliment doch gerecht werden.
Ich ließ mir mein Glas von ihm füllen, überlegte.
Er feixte, schadenfreudig, weil mir offenbar nichts einfiel.
„Another toast.“ begann ich. Es zuckte um Jacks Mundwinkel.
„On histories impact on art and culture. On authors, actors and directors.”
Er machte seine drei Falten, als ich den ’Actor’ erwähnte.
Dann ließ ich ihn zappeln, wie er mich davor.
„And the first and the most: On Jacks undying appetite. May it blossom forever and on every level he is fine with…and witchy bitchy ladies  agree.”
Er verschluckte sich an seinem Sekt, musste husten.
 Ich schaffte es dank dieses Vorsprungs bis zur dritten Stufe der Treppe.
Dann hatte er mich, schleifte mich unerbittlich zurück zum Sofa.
Ich zappelte energisch, aber er ließ sich überhaupt nicht beeindrucken.
Sogar die Musik nahm Anlauf.  Wolferl* übernahm.
Wie aufmerksam. Oboe, Violine.
Allegro molto vivace…ab geht die Post.
Ja, so könnte man es ausdrücken.
Eine Sekunde dachte ich, er versohlt mir den Hintern, aber er deutete nur einen Klaps an, den ich für meine Dreistigkeit akzeptierte.
Die Ente wurde ein wenig viel später aufgewärmt und verspeist.
Das Dessert, unflambiert, nahmen wir mit ins Schlafzimmer.
Und Streichhölzer.

*immer noch Mozart

„Firy enough for her highness?”wollte Jack wissen, als ich aus dem Bad zurück war. Ich schlüpfte unter die einladend angehobene Decke.
„Fortunately I had some cream for burns left. Thanks for asking.”konterte ich.
Sein Haarband hatte sich gelöst im Eifer des Gefechts. Er sah aus wie ein leicht angeschlagenes, wohlgenährtes, sehr unrasiertes, antikes Heldengemälde mit seinen kompakten Schultern und mächtigen Armen, dem weiten Brustkasten (ich erwähne die Behaarung.. drei tiefe Atemzüge.. nur in Klammern  um dem Ruf einer Brusthaarfetischistin zu entgehen) und den wogenden, goldenen Wellen, die über die bereits erwähnten Schultern quollen. Etwas, das Raphael oder Michelangelo gemalt haben könnten. Satte Farben, pathetisch-üppiger Stil.
Den animierten, genüsslichen Ausdruck nicht zu vergessen, der aber nicht ganz zu einem Gemälde gepasst hätte.
Schwärme ich hier?
Ich schwärme. Ich hätte blind sein müssen, um NICHT zu schwärmen.
Ich konnte nur hoffen, dass ich im diffusen Licht meiner Nachttischlampe vom bekannten schwedischen Designer auch nur halb so gut aussah.
Und der Mann trug nicht mal Make up. Oder war das einfach mein Blickwinkel??
Egal.
Wenigstens macht Fieber einen rosigen Teint.
Und einen wohlwollenden Blickwinkel. Mir ging’s richtig gut.
„I don’t dare and  suppose where you applied it..” kam es von ihm. Lasziv.
Wahoo. Der Mann war ja nicht zu bremsen. Ich würde mich hüten.
Ihn zu bremsen.
 Das kann nicht gesund sein.

„Ah, well, I touched the bath lamp, awkward as I am, you know. So I burnt myself…”
“Aha. Let me see.
Bad?” forderte er mich heraus, griff nach meiner Hand.
„This one?“ Und begann jedes Fingerglied  zu küssen.
„No. The other.“ meinte ich bedauernd, als er fertig war.
Er fing einfach von vorne an. Nicht schlecht.
„Anything else burnt?“ wollte er wissen, als die Finger ausgingen.
„Ah, well. Actually I feel a strange heat all over. Any idea what this might be? I am absolutely clueless.” säuselte ich.
Er schenkte mir einen besorgten Blick.
„I have to check right now. Sounds dangerous.” Und ‚behandelte’ die  imaginären Brandwunden auf seine ganz eigene Art.
Ich gab es bald auf mit dem Zählen..
„Better?“ wollte er zwischendurch wissen.
„Much... better“ erwiderte ich wohlwollend, wenn auch kurzatmig.
Dann hörte er plötzlich auf.
„Can you do that fire thing with these delicious fruits? I don’t dare…”
“Mom will do it for you…” beruhigte ich ihn, verkniff mir ein Grinsen in der Erinnerung an sein Feuerkunststück.
“Thank you. MOM.” Kichern. Ich drehte mich zu dem Teller, der am Boden stand, goss den Likör darüber. Zündete ihn an. Blaue Flämmchen.
Das von Backteig umhüllte Obst brutzelte und schmurgelte leise vor sich hin. Köstlicher Duft stieg auf.
Jack hatte sein Kinn auf meine rechte Schulter gelegt, sah zu.
Dabei rieb er seine wuchernde Stoppellandschaft an meiner Halsbeuge, wie ein zu groß geratener Kater. Es fehlte nur das Schnurren.
Ich wendete die Stücke solange, bis der Alkohol verbrannt war.
Dann ließ ich den Teller kurz abkühlen, hob ihn hoch und drehte mich zu Jack.
„Fruit flambee´on your mind?“ bot ich ihm den Inhalt an. Er nickte eifrig.
Seine Augen glänzten im Zwielicht.
Stück für Stück fütterte ich ihn damit. Hin und wieder nahm er mir die Gabel weg und schob mir ein Stück zwischen die Lippen.
Ich hielt es fest und ließ ihn abbeißen, was zu mehr oder weniger kurzen Unterbrechungen führte.
Irgendwann war der Teller leer.

Ok, Caelin. Genug. Ich höre  hier auf.
Zufrieden?? Irgendwann werde ich ‚Helgas intime Tagebücher’ schreiben ...
Ohne Editor..;-)) Und nur um dich zu ärgern...

„How late?“ kam es von der Rückbank.
Ich sah in den Spiegel. Jack war wach. Ich lächelte ihn aufmunternd  an.
Er sah zum Fressen aus so verschlafen.
„A few minutes to eleven. We are close. Half an hour to go.”
Er richtete sich auf, streckte sich.
„How are you?“ wollte er wissen.
„I am ok. Thanks.” Ein prüfender Blick.
Er lehnte sich gegen den Fahrersitz, legte eine Hand auf meine Schulter, rieb beruhigend mit dem Daumen. Die andre ruhte auf der linken Seite an meiner Taille. Es half, ich entspannte mich ein wenig.
Wir sprachen nicht, bis ich in den Hof vor dem Cinestar in Wolfenbüttel einbog.
Ich wollte gerade mein Handy rausziehen, als die Tür aufging und Barbara herauskam. Also legte ich es weg und stieg aus.
Sie kam mir entgegen, ihre Züge ein fleischgewordenes Fragezeichen.
Ich winkte kurz und öffnete Jack die Tür.
Er krabbelte raus, streckte sich erst mal. Barbara stoppte abrupt  in der Bewegung, stand einfach da. Sie hatte sich gut im Griff, der Mund blieb zu.
Ich hob entschuldigend die Arme, ging zu ihr.
Ihre Blicke huschten von mir zu Jack. Ungläubig. Prüfend, sprachlos.
Ich umarmte sie kurz, dann wandte ich mich wieder Jack zu, streckte meine Linke nach ihm aus. Er setzte sich in Bewegung, sah charmant verorgelt aus.
„Barbara, darf ich dir Jack Aubrey vorstellen?
Jack, this is Barbara, who yelled in your ear. She will try and  make it possible for you to return.”

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