| Kapitel 13 | Berührungen |
| Kapitel 14 | Geständnisse |
| Kapitel 15 | Überraschung |
13. Kapitel Berührungen
Sie nahmen ein Taxi zurück ins Hotel. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten, aber Jackie erschien es wie eine Ewigkeit. Sie sprachen nicht. Nur ihre Hände waren ineinander verschlungen und tauschten heimliche Zärtlichkeiten. Tausend Gedanken schossen Jackie durch den Kopf. War sie wirklich bereit das zu tun? Es war eine heikle Angelegenheit, aber ihr Körper lechzte nach seiner Berührung. Sie wollte ihn und sei es auch nur für eine Nacht. Morgen früh würde sie gehen und ihn seines Weges ziehen lassen. Aber heute war ihre Nacht. Sie hatte nicht vor, sich diese vorzuenthalten.
Endlich erreichten sie das Elysee. Sie wartete am Fahrstuhl, während er den Schlüssel von der Rezeption holte. Immer noch schweigend fuhren sie hinauf und betraten schließlich sein Zimmer. Es war keine Suite, aber geräumig und komfortabel. Eine Sitzecke lud zum Ausruhen ein und ein breites Bett stand einladend an der Wand. Die großen Fenster gaben den Blick frei auf den Dammtor- Bahnhof und dahinter erstrahlten hell die Lichter der Innenstadt. Russell hatte sein Sakko achtlos auf die Couch fallen lassen und machte sich an der Minibar zu schaffen. "Möchtest du auch etwas trinken?", fragte er leise. Jackie räusperte sich. "Gerne", antwortete sie. "Ein Wasser wäre nicht schlecht." Sie beobachtete ihn, wie er ihnen einschenkte. Fasziniert betrachtete sie das Spiel seiner Oberarmmuskeln bei jeder Bewegung. Sie ging zur Couch und setzte sich. Er kam zu ihr und reichte ihr lächelnd das Glas. Dann nahm er neben ihr Platz. Ihre Kehle fühlte sich trocken an und sie trank gierig. Russ musterte sie von der Seite. Leicht fuhr seine Hand über ihren Rücken. Er fühlte ihren Körper leicht erzittern unter seiner Berührung und hätte sie am liebsten sofort in den Arm genommen. Dennoch zögerte er. "Du musst das nicht tun", sagte er sanft. Jackie stellte ihr Glas ab und wandte sich ihm zu. Sie nahm ihm sein Glas aus der Hand, stellte es auf den Tisch und lehnte sich an ihn. Zärtlich strichen ihre Finger über sein Gesicht. "Ich weiß.", flüsterte sie, "Aber ich will es." Ihr Mund fand den seinen und sie küsste ihn hingebungsvoll. Er reagierte. Seine Hände glitten über ihren Rücken, griffen an ihre Taille und zogen sie auf sich. Sie bog sich ihm entgegen und er nahm das Angebot an. Langsam und zärtlich fuhren seine Lippen über ihren Hals, wanderten über ihr Decolleté und zurück zu ihrem Gesicht. Er bedeckte es mit kleinen Küssen, um kurz darauf ihren Mund mit einem Kuss zu verschließen, der ihr beinahe den Atem nahm. Sie löste sich, begann sein Hemd aufzuknöpfen, entdeckte seine Brust mit ihren Lippen und fuhr zart mit ihrer Zunge an seinen Schultern entlang. Seine Hände hatten den Weg unter ihr Kleid gefunden. Sie spürte die Hitze seiner Berührung, als er über ihre Schenkel strich. Sein Griff war fordernder geworden und sie beide atmeten schneller. Abermals fanden sich ihre Lippen zu einem leidenschaftlichen Kuss. Die Zärtlichkeit hatte sich in Verlangen gewandelt. Jaqueline fühlte, wie er sie begehrte und drohte in diesem Gefühl zu ertrinken. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und presste sich an ihn. Kraftvoll hob er sie hoch und trug sie zum Bett. Kurz davor ließ er sie runter. Sie halfen sich gegenseitig aus den Kleidern, erkundeten ihre Körper mit den Händen und steigerten damit noch das gegenseitige Verlangen. Russell setzte sich auf das Bett und zog sie abermals auf sich. Er hielt sie fest in seinen Armen, während sie ihren Oberkörper zurück bog. Mit seiner Zunge liebkoste er ihre Brüste und sog sich zärtlich daran fest. Jackie stöhnte auf.
Sie wollte ihn, konnte es kaum erwarten, ihn in sich aufzunehmen. Sie spürte seine Erregung. Seine Hände streichelten ihren Körper und hinterließen brennende Spuren der Lust. Endlich ließ er sich nach hinten fallen und zog sie mit nach unten. Sie glitt über ihn und nahm ihn in sich auf. Ein Seufzer kam über ihre Lippen und auch Russell stöhnte leise. Jackie hielt regungslos inne. Dann begann sie sich langsam zu bewegen. Sie suchte ihren Rhythmus und fand ihn. Sein Griff um ihre Hüften wurde fester, verlangender, aber so einfach machte sie es ihm nicht. Immer wieder hielt sie inne, küsste ihn leidenschaftlich und zog sich dann wieder zurück. Er spielte das Spiel mit, überließ sich ihren Händen und knurrte wohlig. Sie steigerte seine Lust - Stück für Stück. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus und zog sie zu sich hinunter. Vorsichtig rollten sie herum und er kam schwer auf ihr zu liegen. Sein Gewicht drückte sie auf das Bett und sie wusste, dass es nun kein Entkommen mehr gab. Sie genoss dieses Gefühl der Hilflosigkeit und gab sich ihm hin. Hart drang er in sie ein, als sie sich ihm entgegenstemmte. Immer heftiger und schneller kamen seine Stöße und er riss sie mit sich fort. Ihr Körper gehörte nicht länger ihr. Mit jeder Bewegung drang er tiefer in sie ein, in ihr Fleisch, in ihre Seele. Ihre Lust trug sie fort wie auf einer gigantischen Welle. Sie konnte nicht anders und forderte seine Wildheit heraus. Seine Kraft strömte über sie hinweg, bis sie glaubte, es nicht mehr ertragen zu können. Sie wurden eins, verschmolzen. Die Welt um sie herum versank in der Bedeutungslosigkeit und das Einzige, was zählte war das Hier und Jetzt. Er trug sie zum Höhepunkt. Sie warf sich ihm entgegen und erzitterte gleichzeitig unter ihm, während sie krampfhaft in das Kissen biss. Er spürte es und ließ das letzte Bisschen Kontrolle, die ihm geblieben war, fahren. Alles in ihm war jetzt darauf ausgerichtet, diese Frau völlig zu besitzen. Drängend ergoss er sich in ihren Schoß. Seine Hände krampften sich um ihre Handgelenke, während er mit letzter Kraft seinen Schrei an ihrer Schulter erstickte.
Erschöpft und ausgelaugt lag er auf ihr. Jaqueline war benommen von der Intensität des eben Erlebten und kostete es dennoch aus, sein Gewicht auf sich zu spüren. Zärtlich streichelte sie seinen Rücken. Er stützte die Ellenbogen auf und sah sie an. Sanft küsste er sie und ließ damit noch einmal das Echo der Lust in ihrem Körper nachhallen. Vorsichtig strich er ihr das Haar aus dem Gesicht und hielt ihren Blick mit seinem gefangen. Sie hatte Angst gehabt vor diesem Augenblick, wusste nicht, was sie in seinen Augen sehen würde. Die Zärtlichkeit, die sie nun darin sah, verwirrte sie und machte sie gleichzeitig glücklich. "Alles okay, Jackie?", fragte er leise. Sie nickte. Er ließ sich neben sie gleiten und zog sie zu sich heran. Ihr Rücken schmiegte sich an seinen Bauch und sein Arm hielt sie umfasst. Sie gab dem Bedürfnis nach sich anzuschmiegen. Eine wohlige Entspannung machte sich in ihr breit. Das Gefühl von Geborgenheit überkam sie und es fiel so schwer dagegen an zu kämpfen. Es half nichts. Es wurde Zeit zu gehen.
Sie hatte ihm ein wenig Spaß angeboten. Aber das was hier eben geschehen war, ging stark darüber hinaus. Er war in ihre Seele eingedrungen. Sie hatte sich von seinem Hunger überraschen lassen und ihm bei Weitem mehr gegeben, als sie wollte. Er hatte es angenommen und doch - keinerlei Verpflichtungen. Um ihrer selbst Willen, musste sie gehen, bevor sie dazu nicht mehr in der Lage war. Er war und blieb ein Individuum aus einer anderen Welt. Bei diesem Gedanken wurde ihr übel. Wie hatte sie sich nur darauf einlassen können? Sie versuchte sich aus seiner Umarmung zu lösen, aber er hielt sie fest. Sanft küsste er ihren Rücken und sie erschauderte. "Wo willst du hin?" fragte er verwirrt. Es hörte sich an, als wäre er kurz vor dem Einschlafen gewesen. Jackie schluckte. "Ich denke, es ist besser, wenn ich jetzt gehe.", erwiderte sie so fest wie möglich, aber ein leichtes Zittern in ihrer Stimme konnte sie nicht unterdrücken. Er drehte sie zu sich herum und sah sie an. "Warum?" war seine erstaunte Frage. Sie riss sich zusammen. "Du weißt genau warum. Keinerlei Verpflichtungen! Wir leben in zwei völlig unterschiedlichen Welten, Russ, und ich bin schon viel weiter gegangen, als ich gedurft hätte. Es war wunderschön, aber ich denke, es ist besser, wenn wir es hier enden lassen." Völlig verdutzt schaute er sie an. "Das ist nicht dein Ernst. Nicht nachdem, was wir gerade miteinander erlebt haben. Sicher es war weit mehr, als wir beide vorgehabt haben. Aber einen Partner zu finden, mit dem eine solche Intensität der Gefühle möglich ist, ist ein verdammt seltenes Geschenk. Du kannst doch nicht wirklich vorhaben, dass einfach so wegzustecken und zur Tagesordnung überzugehen, nur wegen irgendwelcher Standesdünkel?" Er war offensichtlich, dass er sie nicht verstand. Sie wusste nicht, was sie von seiner Reaktion zu halten hatte, aber sie brauchte Klarheit. "Gibt es denn keine Frau, die zuhause auf dich wartet?" fragte sie vorsichtig. Er schnaubte. Mit einem Satz war er aus dem Bett und hatte sich seine Shorts angezogen. Dann durchquerte er das Zimmer und griff nach den Zigaretten. Sie sah, dass seine Hände leicht zitterten, als er sich eine anzündete. Sie griff sich ihren Slip und sein Hemd, warf es über und ging zu ihm. Sie konnte selbst eine Zigarette vertragen. Der inhalierte Rauch beruhigte sie. Abwartend sah sie ihn an. Russ schüttelte den Kopf. "Nein", sagte er hart, "Es gibt schon seit Jahren keine Frau in meinem Leben, die mir wirklich etwas bedeutet hätte." Er drehte sich um und starrte aus dem Fenster.
Jaqueline musste sich setzen. Irgend jemand hatte ihr gerade den Boden unter den Füßen weg gezogen. Er war solo. Seine Worte hallten in ihrem Kopf nach. Was erwartete er von ihr? Seiner Aussage nach zu urteilen, war auch er überrascht gewesen, von dem, was sie beide gerade miteinander erlebt hatten. Aber empfand er deshalb das Gleiche für sie, was sie begann, für ihn zu empfinden? Wohl kaum! "Schaff' deinen Hintern hier raus", meldete sich ihr Alarmsystem zu Wort. Sie blickte hoch. Russ stand noch immer am Fenster. Sie hatte ihn schon einmal so gesehen, aber sie konnte ihm nicht helfen. Langsam ging sie zu ihren Sachen und zog sich an. Sie wollte gerade das Kleid schließen, als er hinter sie trat. Sein Arm legte sich um ihre Mitte und sie spürte seine Wärme in ihrem Rücken. Sie konnte nicht anders und lehnte sich gegen ihn. Sanft küsste er ihren Nacken. "Geh nicht, bitte", sagte er leise und beschwörend, "Ich brauche dich, Jaqueline" Ihr wurde schwindelig und sie schwankte leicht. Er hielt sie, drehte sie zu sich und küsste sie zärtlich. Es war zu spät. Sie konnte nicht mehr gehen und sie fügte sich in diese Tatsache. Kurz darauf schlief sie in seinen Armen ein.
Irgendwann in der Nacht wurde sie wach. In einem leichten Dämmerzustand hatte sie seine Liebkosungen gespürt und darauf reagiert. Er liebte sie. Zärtlich diesmal, aber nicht minder intensiv. Wie beim ersten Mal, gab sie sich ihm völlig hin und als sie danach erschöpft in seinen Armen lag und seine Haut unter ihren Händen spürte, bereute sie nicht mehr, geblieben zu sein. Die Zweifel und Fragen konnten bis morgen warten und dann würde die Zeit von alleine weisen, wie es weiter ging.
14.
Kapitel Geständnisse
![]()
Er erwachte früh an diesem Morgen. Die Sonne schien hell in das Zimmer und blendete ihn, als er voreilig die Augen öffnete. Instinktiv legte er seine Hand an die Stirn. Langsam kam er zu sich. Was für eine Nacht! Vorsichtig drehte er sich um und atmete erleichtert aus. Ja – sie war noch da. Er unterdrückte den Impuls sie zu berühren, wollte sie einfach nur betrachten. Sie schlief ruhig und fest. Ihre Züge waren entspannt. Behutsam rückte er näher an sie heran. Augenblicklich kuschelte sie sich an ihn und er hielt die Luft an. Wie viel Vertrauen war nötig für so eine Geste? Russell legte sich wieder hin und nahm sie in den Arm. Er freute sich an ihrer Wärme und der Weichheit ihrer Haut. Und doch - diese Frau verwirrte ihn.
Sie war erfolgreich und kompetent in ihrem Job, hatte den Tod ihres Mannes verwunden und sich nicht unterkriegen lassen. Als das zeugte von Stärke. Trotzdem war sie auch sensibel, hatte ein Gespür für andere Menschen und deren Situationen. Sie war für ihn da gewesen, als er in Hamburg ankam, hatte, ihm auf ihre Art und Weise und ohne ihm zu nahe zu treten, Trost gespendet. Allein ihre Nähe hatte genügt, um ihn seine Kraft wieder finden zu lassen. Und dann war da noch der gestrige Abend. Etwas hilflos, beinahe unschuldig hatte sie gewirkt, als sie ihn im Hotel abgeholt hatte. Noch nie zuvor, war ihm ihre Weiblichkeit so bewusst geworden. Sie hatte seinen Beschützerinstinkt angesprochen. Als er sie dort stehen sah, hatte er zum ersten Mal das Gefühl gehabt, für sie da sein zu wollen. Er hatte die Gespräche mit ihr genossen, war überrascht von ihrer Auffassungsgabe und ihrer Intelligenz. Lächelnd erinnerte er sich an die Szene auf dem Rathausmarkt. Ihre Spontaneität und ihr Übermut hatten ihm gefallen. Ihm war die Luft weg geblieben, als sie an dem Ufergeländer stand. Alles in ihm hatte sie danach gesehnt, sie zu besitzen. Ihr einfacher Kommentar hatte es ihm leicht gemacht. Er hatte das Angebot angenommen, hatte Trost gesucht für seinen Schmerz, wollte in ihren Armen für eine Weile seine Sorgen vergessen. Aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Er hatte geglaubt,
sie leicht verführen zu können und einfach nur etwas Spaß zu haben. Sie
jedoch hatte gewusst, was sie tat. Sie hatte mit ihm gespielt, hatte ihn
herausgefordert und dabei seinen Hunger unterschätzt. Ihre Erfahrung hatte ihn
völlig überrumpelt. Mit allem hatte er gerechnet, aber nicht damit. Irgendwann
hatte er die Kontrolle verloren. Er wollte mehr und nahm alles, was sie ihm
geben konnte. Es war bei weitem mehr, als er sich jemals von ihr erhofft hatte
und bereitwillig verlor er sich in ihr. Am liebsten hätte er aufgeschrieen, als
sie gehen wollte. Er konnte und durfte sie jetzt nicht verlieren. Es war die
Wahrheit gewesen, als er ihr sagte, dass er sie bräuchte. Als er sie in der
Nacht dann noch einmal liebte, hatte er sich von ihrer Zärtlichkeit davon
treiben lassen. So sehr er sich auch bemühte, er konnte sich nicht erinnern,
jemals etwas vergleichbares bisher erlebt zu haben. Er wusste nicht, wie es
weiter gehen würde, konnte nicht sagen, ob ihre Gefühle füreinander
ausreichten, um sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Aber er wusste, dass
jeder Moment mit Jackie ein Geschenk für ihn war und das wollte er auskosten, möglichst
ohne sie dabei zu verletzen.
Behutsam rückte Russell von ihr ab und stand auf. Nachdem er beim Zimmerservice Frühstück bestellt hatte, verschwand er leise im Bad. Er hatte sich gerade angezogen, als der Kellner klopfte. Er holte den Servierwagen selbst herein und ging dann zurück zum Bett und setzte sich. Sanft küsste er ihr Gesicht, bis sie verschlafen die Augen öffnete, ihn anlächelte und sich wohlig rekelte. „Guten Morgen, Honey“, sagte er zärtlich, „Wie wär’s mit einem frischen Kaffee?“
* * * * * * *
Sie genoss seine sanften Küsse und ließ die Augen etwas länger als notwendig geschlossen. Frischer Kaffeeduft erfüllte den Raum und am liebsten wäre sie geradewegs darauf zugestürmt. Aber vollends aufzuwachen, würde bedeuten, sich den Realitäten zu stellen und noch umgab sie dieses süße Gefühl der Nacht, besonders der zweiten Hälfte. Es war lange her, dass sie sich in ihrem Körper so wohl gefühlt hatte. Sie öffnete die Augen und als sie Russells Lächeln sah, war sie innerlich überzeugt, das dieser Tag doch nicht so schlimm werde würde. „Hört sich gut an.“ antwortete sie. „Vorausgesetzt, du hast nicht noch andere Pläne.“ setzte sie keck hinterher. Er lachte herzlich. „Scheint, als hätte ich mir einen kleinen Nimmersatt eingehandelt. Lass uns aber erst frühstücken, okay? Danach werde ich sehen, was ich für dich tun kann.“ Laut und vernehmlich knurrte sein Magen und Jackie prustete los. „Genehmigt“, presste sie hervor, als sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatte. „Den Argumenten habe ich kaum etwas entgegen zu setzen.“
Sie verschwand im Bad. Russ schenkte ihr gerade eine Tasse Kaffee ein, als sie wieder auftauchte. Dankend nahm Jackie sie entgegen und trank genüsslich. Das Frühstück verlief entspannt. Sie unterhielten sich über belanglose Dinge. Doch die Fragen, die zwischen ihnen im Raum standen, blieben und so sehr sie sich auch bemühten, sie ließen sich nicht verleugnen. Jaqueline spürte es und seufzte. Sie würde den Tag nicht genießen können, solange nicht ein paar Dinge zwischen ihnen geklärt waren. Ob es ihm passte oder nicht – sie brauchte Antworten. Nachdenklich musterte sie sein Profil. So vieles war in den letzten 24 Stunden zwischen ihnen geschehen. Gestern um diese Zeit hatte sie ihn, den Hollywoodstar, noch für absolut unerreichbar gehalten und jetzt saß sie in seinem Hotelzimmer und frühstückte mit ihm. „Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, dachte sie bei sich, „Los ran, altes Mädchen, vom Warten wird es auch nicht besser.“
„Darf ich dich
was fragen, Russ?“ Erstaunt sah er auf. Ihr Ton hatte auf einmal etwas
Ernstes. Abwartend sah er sie an und nickte. „Warum hast du mich letzte Nacht
nicht gehen lassen?“ Sh.. – er hätte sich denken können, dass sie es nicht
so einfach hinnahm. Abschätzend sah er ihr in die Augen. „Weil du mir gestern
etwas gegeben hast, was ich mein Leben lang gesucht, aber bislang nicht gefunden
hatte. Ich wollte das nicht gleich wieder verlieren, darum habe ich dich gebeten
zu bleiben.“ Jaqueline schluckte. Er hatte sie offen angesehen und die Zärtlichkeit
in seinem Blick sagte ihr, das er die Wahrheit sagte. Aber solche Worte
ausgerechnet von ihm zu hören? – Mühsam rang sie um ihre Fassung. Sie war
nicht in der Lage etwas zu erwidern. Er nahm ihre Hände in seine und fuhr fort.
“Ich kann mir denken, dass du wissen möchtest, wie es weiter geht und was ich
mir dabei gedacht habe.“ Instinktiv nickte sie. „Ganz ehrlich, Jackie, ich
weiß es nicht. Bei mir ist in den letzten Wochen einiges schief gelaufen und
ich werde etwas Zeit brauchen, um alles wieder auf die Reihe zu bekommen. Ich
gebe zu, dass es mir am Anfang wirklich nur darum ging, Spaß mit dir zu haben
und ich mich ablenken wollte. Aber jetzt?“ hilflos zuckte er mir den
Schultern, „Gestern nacht ist mir klar geworden, dass du mir etwas bedeutest,
sehr viel sogar. Ich bin noch nicht sicher, ob es reichen wird, aber ich weiß,
das ich nicht bereit bin dich aufzugeben, ohne dass wir beide jemals eine reelle
Chance gehabt haben. Es wird von dir abhängen, ob du vorläufig mit dieser
Aussage leben kannst.“ „Klasse
– und schon habe ich den schwarzen Peter“ schoss es ihr grimmig durch den
Kopf. Warum machten Männer es sich immer so einfach?
Russ hatte sie nicht aus den Augen gelassen und es war klar, dass er auf eine Antwort wartete. „Du erwartest also tatsächlich von mir, dass ich für dich den Seelentröster spiele, und darauf hoffe, dass ich am Ende nicht allzu schlecht abschneide?“ sie sprach leise, aber es war nicht zu überhören, dass sie aufgebracht war. „Wahrscheinlich soll ich mich jetzt auch noch geehrt fühlen.“, setzte sie bitter hinten dran. Sie biss sich auf die Zunge. Der letzte Satz war ihr heraus gerutscht und tat ihr schon wieder leid. „Entschuldige bitte. Das war nicht so gemeint.“ Er hatte ihre Hände nicht losgelassen und sie drückte sie. Betroffen sah er sie an. Wo nahm sie nur die Fähigkeit her, Zusammenhänge derart schnell und komplex zu begreifen? „Ist okay“, sagte er laut und erwiderte den Händedruck. „Ich würde es zwar nicht so ausdrücken, aber im Grunde hast du recht. Ich weiß, dass ich sehr viel von dir verlange. Wirst du damit umgehen können?“ Sie hatte sich wieder im Griff und musterte ihn ruhig. „Für wie lange?“, fragte sie ihn, „Du wirst nicht ewig hier in Deutschland bleiben und spätestens, wenn du wieder nach Australien und in dein eigenes Leben zurück kehrst, hast du mich und alles, was du eben gesagt hast, vergessen. Du wirst weiter leben, als sei nichts geschehen. Aber was ist mit mir? Ich habe mich ernsthaft in dich verliebt, Russell, und je länger ich in deiner Nähe bin, umso tiefer werden meine Gefühle für dich. So gerne ich auch möchte, ich kann das nicht zulassen. Verstehst du das?“ Und ob er verstand, aber genau das war es, was er an ihr mochte. Ihre klare Logik und die Fähigkeit, die Dinge präzise zu analysieren, auch wenn ihm diese Gabe im Augenblick gar nicht ins Konzept passte. Von ihrer Warte aus, waren ihre Befürchtungen absolut begründet. Es gab nicht viel, was er dem entgegen setzen konnte – außer der Wahrheit. Doch wie sollte er die ihr plausibel machen „Ich habe dir gestern schon gesagt, dass es seit Jahren keine Frau in meinem Leben gibt", er musste es wenigstens versuchen. Jackie war aufgestanden und blickte aus dem Fenster. Dieses Gespräch fiel ihr alles andere als leicht. Fast hasste sie sich dafür, dass sie es nicht einfach bei seiner ersten Aussage belassen konnte. Seine letzten Worte hallten in ihr nach. Er schien es Ernst zu meinen und seine Aussage hatte etwas Endgültiges. Sie konnte dennoch nicht umhin, ihren Zweifeln Luft zu verschaffen. „Warum bist du dann früher als vereinbart hier aufgetaucht?“ Erschrocken bemerkte Jackie die Veränderung, die diese Frage bei ihm auslöste. Seine Augen quollen beinahe über vor Wut und Schmerz. Sein Mund war nur noch ein schmaler Strich und mit einem Mal hatte sie das Gefühl, in dem Käfig eines Raubtieres gelandet zu sein. Russ war ausgesprungen und hielt sich nun so krampfhaft am Fensterbrett fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Sie sah, dass er mit sich kämpfte, und verhielt sich still. Endlos vergingen die Sekunden bis er schließlich sprach. „Bestimmt nicht, wegen einer Frauengeschichte. Ich habe einem alten Freund vertraut, der es letztendlich nur auf mein Geld und meinen gesellschaftlichen Einfluss abgesehen hatte. Während er sich aus dem Staub gemacht hat, darf ich die Sache ausbaden und muss mich wahrscheinlich in Kürze vor Gericht für etwas verantworten, was ich nicht getan habe. Für die Presse ist das ein gefundenes Fressen und alle Anstrengungen der letzten Jahren sind damit zunichte gemacht. Glaube mir, ich habe gerade in letzter Zeit so viele menschlichen Enttäuschungen erlebt , dass ich am liebsten irgendwo als Eremit in den Bergen hausen würde, um in Zukunft vor weiteren verschont zu bleiben. Ich wollte einfach nur weg. Als ich dich traf, dachte ich wirklich du wärst anders und könntest es vielleicht verstehen!“, presste er heraus. Entsetzen machte sich in Jackie breit. Das war sein Schmerz. Es war allgemein bekannt, wie sehr er sich in den letzten Jahren aus der Öffentlichkeit zurück gezogen und auf die Pflichttermine beschränkt hatte. Er hatte wie ein Wahnsinniger gearbeitet und einen Film nach den nächsten gedreht. Nun war er also einem Betrüger aufgesessen. Das und die Reaktionen der Öffentlichkeit hatten seinen Glauben an die Ehrlichkeit der Menschen aufs Tiefste erschüttert. Der Artikel stimmte also doch. Ohne zu überlegen ging sie auf ihn zu und nahm ihn in den Arm. Er klammerte sich an sie, dass sie glaubte, keine Luft mehr zu bekommen, aber sie sagte nichts. Jetzt wusste sie, warum er sie brauchte. Beinahe körperlich war seine Verzweifelung greifbar und sie verwünschte sich, ob ihrer Frage. Sie hielt ihn, redete sanft auf ihn ein und versuchte ihn zu trösten. Langsam schien er sich zu beruhigen. Sein Mund suchte ihre Lippen. Seine Aufgewühltheit machte sich Luft in seinem Verlangen nach ihr. Sie ließ es zu und schenkte ihm das Vergessen, dass er so dringend suchte. Als er sie nahm wurde ihr schlagartig bewusst, dass sie keine Wahl hatte. Sie gehörte ihm bereits und würde bei ihm bleiben, so lange er sie brauchte. Es gab keinen anderen Weg. Alles andere wäre Verrat an ihrer eigenen Liebe.
15.
Kapitel Überraschung
![]()
Sie hatten eine Weile nebeneinander gelegen und schweigend die Nähe des Anderen genossen. Ihre Hände tauschten leise Berührungen und ihre Blicke hielten sich gegenseitig fest. Jaqueline liebte diese Augen und die Zärtlichkeit, die nun aus ihnen sprach, verschlug ihr die Sprache. Zum ersten Mal seit Stefans Tod war sie wieder glücklich. Sie hatte nicht zu hoffen gewagt, jemals wieder etwas derartiges empfinden zu können. Zu tief war die Beziehung gewesen, die ihrer Ehe zugrunde lag. Dies hier war anders. Unsicher einerseits, was den weiteren Verlauf anging, aber von der gleichen Intensität. War sie derart vom Glück begünstigt, dass es ihr zweimal in einem Leben vergönnt sein sollte, ihren Traumpartner zu finden? Jackie rief sich innerlich zur Ordnung. Sie würde höllisch aufpassen müssen, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Immerhin, Russ war ehrlich zu ihr gewesen und dass rechnete sie ihm hoch an. Was sprach also dagegen, das Zusammensein mit ihm zu genießen, so lange es dauerte? Carpe diem – Nutze den Tag! „Ich weiß nicht, was du mit mir gemacht hast, aber eine Frau wie du ist mir noch nie begegnet, Jackie.“ Er hatte leise gesprochen. Sie musste lächeln. Kaum zu glauben, bei allem was man so gehört hatte. „Danke für das Kompliment“, erwiderte sie vorsichtig. Er zog sie an sich und küsste sie so zärtlich und innig, dass sie glaubte in seinen Armen zu zerschmelzen. Tief in ihrem Innern wünschte sie, dieser Moment würde nie vorüber gehen. Aber die Zeit blieb nicht stehen und ihr Handy klingelte.
Ungehalten über die Störung löste sie sich aus seiner Umarmung und griff nach dem blöden Ding. „Melzer“, meldete sie sich barsch. „Hi Jackie! Ich bin’s Mark. Ich hoffe, ich störe dich nicht allzu sehr.“ Sie atmete aus. Mark war ein lieber Freund und hatte ihr in den letzten Jahren oft geholfen. Sie wollte ihm nicht vor den Kopf stoßen. „Nein, ist schon okay.“, beeilte sie sich zu sagen und fügte leicht hinzu. „Was verschafft mir denn die Ehre deines Anrufes?“ Mark erklärte ihr sein Anliegen und sie überlegte kurz. „Warte mal bitte einen Moment.“, sagte sie in den Hörer und hielt das Mikro zu. Sie wandte sich fragend an Russell. „Hast du eigentlich einen internationalen Führerschein und eine Lederjacke dabei?“ Verdutzt sah er sie an. Was sollte das jetzt werden? „Ja, habe ich“ antwortete er abwartend. „Gut“ Jackie nickte und setzte ihr Telefonat fort. „Mark? – Das hört sich gut an, aber wenn es euch recht ist, möchte ich gerne noch jemanden mitbringen.“ Mark schien einverstanden, aber erstaunt. „Nein, kein Grund zur Sorge. Ich erkläre es dir später in Ruhe. Wir sind dann in ca. 2 Stunden bei euch. Bis dann, ciao.“ Sie atmetet tief durch und verschwand kurz unter Dusche. Dann ging sie zurück zum Bett und begann sich anzuziehen. Fragend blickte Russ sie an. Was war nun wieder los? Sie kniete sich aufs Bett und gab ihm einen leichten Kuss. „Hast du dieses Wochenende nach irgendwas bestimmtes vor?“, gerade noch rechtzeitig fiel ihr diese Frage ein. Wie war sie bloß auf den Gedanken gekommen, so einfach über seine Zeit zu entscheiden? Erstaunt stellt sie fest, dass er ihr mittlerweile so vertraut war, dass sie fast verdrängt hatte, wen sie da wirklich - oder besser auch noch vor sich hatte. Bestürzt über sich selbst, sah sie ihn an. „Außer dich in meiner Nähe zu haben und es hemmungslos mit dir zu tun? Nichts, was ich wüsste.“ antwortete er ihr grinsend, aber nicht ganz ohne Misstrauen. Uff – Glück gehabt. „Verrätst du mir, was wir vor haben?“ Russ war aufgestanden und hatte ebenfalls angefangen, seine Kleidung zusammen zu sammeln. Sie trat vor ihn und legte ihre Arme um seine Taille. Sie konnte nicht widerstehen, seinen bloßen Oberkörper zu berühren und küsste ihn sanft auf die Brust. Er strich durch ihr Haar, an ihrem Hals entlang und hob schließlich ihr Kinn hoch. Abwartend sah er sie an. Jaqueline lächelte. „Sagen wir mal es ist eine Überraschung, eine Art Entführung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es dir gefallen wird. Ich möchte mit dir übers Wochenende wegfahren, also solltest du dir ein paar Sachen mitnehmen und vor allem die Lederjacke.“ Sie zuckte mit den Achseln. „Wenn es dir nicht zusagt, können wir jederzeit abhauen.“ Er überlegte kurz und nickte dann zustimmend. Sie tat ihm gut und er vertraute ihr. Es gab also keinen Grund abzulehnen. Er nahm eine kurze Dusche, zog sich an und sammelte in der Reisetasche ein paar Sachen für das Wochenende zusammen. Zum Schluss warf er sich die Lederjacke über die Schulter und sie verließen das Zimmer. Draußen war es angenehm warm, sie würde ihm erklären müssen, wozu er die schwere Jacke mitschleifen musste.
Er hinterließ seine Handynummer an der Rezeption und meldete sich für das Wochenende ab. Jackie holte derweil ihren Wagen aus der Tiefgarage und wartete am Eingang auf ihn. Sie fuhren zu ihrer Wohnung. Interessiert betrat er ihre Räume. Hier lebte sie also. „Wenn du was trinken möchtest, bedien’ dich bitte. Im Kühlschrank sollte noch was sein.“ rief sie ihm zu und verschwand im Schlafzimmer. Er nahm sich ein Wasser und schaute sich um. Die Einrichtung war gediegen und gemütlich. Die Küche war hell und freundlich. Mehrere Kunstdrucke von Monet, aber auch einige echte Aquarelle hingen an den Wänden und der Kamin im Wohnzimmer versprach Wärme an kalten Wintertagen. Russ war vor Stefans Foto stehen geblieben. Neugierig betrachtete er seinen Vorgänger, als Jackie wieder auftauchte. Fast hätte er sich an seinem Wasser verschluckt. Sie hatte das Kleid gegen ein weites T-Shirt und eine engsitzende Lederhose getauscht und sah darin verdammt gut aus. Anerkennend schnalzte er mit der Zunge. Das versprach ein sehr interessantes Wochenende zu werden. „Hast du in deiner Tasche noch Platz für meine Klamotten?“ fragte sie ihn. „Theoretisch ja“ antwortete er und runzelte die Stirn. Für eine Frau hatte sie erstaunlich wenig Gepäck, wenn das noch mit in seine Tasche passen sollte. Jackie nickte und griff sich die Tasche. Drei Minuten später war sie fertig. Ihre Fingerspitze berührte kurz Stefans Bild und dann stand sie in der Tür. Russ hatte die Geste gesehen und bemerkte den kleinen Stich, den sie ihm versetzte. Was hatte Jackie an jenem Montag morgen gesagt? Ein Teil von ihr würde Stefan ewig lieben. Er blickte noch mal kurz auf das Bild. „Du bist zu beneiden, mate.“, sagte er in Gedanken zu ihm, „Aber ich verspreche dir, ich werde gut auf sie aufpassen.“
Die Fahrt mit dem Wagen dauerte nur kurz und ein paar Minuten später hielten sie vor einer Garage an. Russ schaute etwas verdattert. „Willst du mich auf den Arm nehmen?“, fragte er sie mit einem schiefen Blick von der Seite. So langsam begann er an ihrem Verstand zu zweifeln und fragte sich, worauf er sich da wohl eingelassen hätte. Jaqueline grinste nur fröhlich. „Nicht so ungeduldig der Herr“. Schon war sie ausgestiegen und öffnete das Garagentor. „Voilà“ meinte sie stolz, „Es ist zwar keine Harley, aber auch ganz nett. Was meinst Du, kannst Du mit meinem Baby umgehen?“ Russell starrte sie ungläubig an, während Jackie sich auf die Maschine schwang und sie aus der Garage rollte. Es sah nicht so aus, als täte sie das zum ersten Mal. Nachdem sie den Wagen rein gefahren hatte, kam sie ihm mit zwei Helmen und der Reisetasche entgegen. Er war noch immer baff. „Du willst mir doch nicht erzählen, dass du die Kiste normalerweise fährst?“ fragte er sie einigermaßen entsetzt. Irgendwie fuhren Frauen in seiner Vorstellung Roller oder vielleicht die kleinen 250er, aber doch bitte keine Maschinen dieser Größe. Vor ihm stand eine 650 V Star Silverado, eine Cruiser. Keine Harley, aber ähnlich elegant in der Form. „Doch“, meinte Jackie schlicht, „Sie gehört seit etwas über einem Jahr mir und immer, wenn ich Zeit habe, bin ich am Wochenende unterwegs.“ Geschickt verstaute sie den Inhalt der Reisetasche in den Seitenkoffern, brachte die Tasche zurück ins Auto und schloss das Tor. Ungeduldig sah sie ihn an. „Was ist jetzt? Dreh’ ne kleine Runde, damit du sie kennen lernst. Ich nehme doch nicht an, dass du als Sozius mitfahren möchtest.“ Russell grinste schief und griff spielerisch nach ihr. Er bekam sie zu fassen, zog sie in seinen Arm und küsste sie so heftig, dass Jackie die Tour am liebsten hätte sausen lassen. Als er von ihr abließ, sah er ernst in ihre Augen. „Es gibt nicht viele Menschen, die mich noch überraschen, Jaqueline“ sagte er leise. „Du schaffst es am laufenden Band und je mehr ich über dich erfahre, um so mehr beginne ich, dich zu lieben.“ Jaquelines Herz machte einen Sprung. Hatte sie sich gerade verhört? Atemlos sah sie ihm nach, als er sich auf die Maschine schwang und eine Proberunde drehte.