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Ein Mädchen aus Germanien |
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Kapitel 1 Man fragte mich nicht. Niemand kümmerte es, ob ich mich für meine Familie, für mein Dorf opfern wollte. Meine Mutter weckte mich eines morgens und sagte mir, es sei abgemachte Sache. Sie und meine Tante säuberten mich, kämmten mein Haar und steckten es mit goldenen und silbernen Nadeln hoch. Meine Lippen wurden rot gefärbt, und meine Brustwarzen, und ich wurde bemalt, blaue und safrangelbe Weinranken schlängelten sich um mich, vorn und hinten und um mein Gesicht. Ich weiß nicht, was mein Vater gedacht hätte. Er hatte die brauchbaren Männer genommen und war weggegangen, um sich mit den anderen Stämmen im Kampf gegen die Eindringlinge zu vereinen. So weit wir wußten, könnte er bereits tot gewesen sein. Mein Onkel traf während seiner Abwesenheit die Entscheidungen, und mein Onkel hatte Angst. Bedrun war kein Kämpfer. Sein Bein war verletzt worden; er behauptete, beim Kampf mit einem Bären. Die anderen Männer sagten, er habe es sich gebrochen, als er vor einem Dachs davonlief. Es war schlecht verheilt. Bedrun sagte immer, er wolle natürlich zusammen mit den anderen in den Kampf ziehen, aber wie könne er das mit so einem Bein? Die alten Männer hörten nicht auf seine Worte, aber sie stritten auch nicht mit ihm, wenn er sagte, er träfe die Entscheidungen, solange mein Vater weg sei. Bedruns Jungs, meine Vettern, schwärmten als Späher aus und kehrten mit Berichten über das Nahen der feindlichen Armee zurück. "Armeen bestehen aus Männern", sagte Bedrun zu meiner Mutter. "Und Männer essen. Wenn die Armee hierher kommt, wird sie uns die Haare vom Kopf fressen. Wir werden verhungern." Ich wußte nicht, ob es stimmte, was er sagte, oder nicht. Ich wußte nicht viel über den Krieg. Er überzeugte meine Mutter, daß wir versuchen sollten, die Armee fernzuhalten, daß wir versuchen sollten, sie durch Zugeständnisse zu beschwichtigen. Daß wir ein Geschenk machen und dafür einen Gefallen erbitten sollten. Die Römer bestechen. Genau gesagt: einen ganz bestimmten Römer. Den Mann, der das Sagen hatte. ………………….. Ich fand nicht, daß das ein guter Plan war, aber niemand fragte mich nach meiner Meinung. Mein Onkel war von Furcht erfüllt, und diese Furcht übertrug sich auf jeden, der mit ihm sprach. Der römische Adler nahm die Gestalt eines riesigen Aasgeiers an, der alles verschlang, was ihm in den Weg kam, tot oder lebendig - zumindest in den Köpfen der Leute in meinem Dorf. Meinem Stamm. Meiner Familie. Ich vermute, es war das Naheliegendste, mich zu wählen. Mein Vater war ein Häuptling, und das ließ mich wahrscheinlich wertvoller erscheinen, als ich es eigentlich war; er hatte fünf Töchter, also würde er den Verlust einer davon verschmerzen können. Ich war weder die älteste noch die jüngste; ich war unberührt, aber im Frühjahr war ich zur Frau geworden, und somit war ich kein Kind mehr. Es gab im Dorf keine jungen Männer für mich. Sie waren alle im Krieg. Oder tot. Wahrscheinlich würde ich nie heiraten. Wenn sie mich gefragt hätten, dann hätte ich mich vielleicht freiwillig gemeldet. Ich war mir so gut wie jeder andere über meine Lage im klaren. Ich verstand, daß die Eindringlinge eine Gefahr für uns waren. Aber niemand fragte. Ich fragte meinen Onkel, warum er denke, ein mageres Mädchen reiche als Geschenk aus, um die Armee der Römer von unserer Haustür fernzuhalten. Mein Onkel sagte mir, ich solle mir darüber keine Gedanken machen; zu dem Geschenk würde auch noch ein Pferd gehören. Ich machte mir keine Gedanken. Ich wußte, daß man mich nicht töten würde. In einem Traum hatte ich mich an einem anderen Ort gesehen, mit einem Kind im Arm. Und das war die Wahrheit. Ich hatte die Gabe des Zweiten Gesichts. ……………… Wir reisten drei Tage lang, bis wir ganz nahe waren. Auf dem Gipfel eines Hügels, wir schauten aus unserem Versteck hinab auf die Armee. So viele Männer, so viele Zelte ... Viel mehr als ich zählen konnte. Ich hätte mir so etwas niemals vorstellen können. Drei, vier, fünf Dörfer zusammen zählten nicht so viele Menschen. Mein Onkel sah sehr blaß aus, sehr ängstlich. Es mußte ihn das ganze bißchen Mut, das er besaß, gekostet haben, nicht umzudrehen und davonzulaufen. Er versteckte die Vorräte, und man setzte mich auf das Pferd, eines von jener seltenen gelben Farbe, das mein Vetter versehentlich kastriert hatte. Das strahlende Blau meines Rockes zeichnete sich auf den Flanken des Tieres ausgebreitet nur noch leuchtender ab. Oberhalb des Rockes glänzte meine bemalte Haut in der Sonne, und obwohl ich sie nicht sehen konnte, stellte ich mir vor, wie die Nadeln in meinem Haar funkelten. Ich hatte mich niemals schön gefühlt vor diesem Tag, und ich habe mich seitdem niemals mehr so schön gefühlt. Mein Onkel ging voran, er trug eine Bärenmaske, das Zeichen unserer Familie, auf einer Stange in seiner Hand. Meine Mutter folgte, gekleidet in weißes Leinen, eine schwere goldene Kette um ihre Taille. Dann ich - das Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird - auf dem Wallach, den einer meiner Vettern führte. Hinter uns kam der Alte Mann unseres Dorfes, gestützt von einem weiteren Vetter. Ich konnte mich daran erinnern, daß er einmal der Weise Mann war, vor noch gar nicht so langer Zeit. Etwas war mit ihm geschehen, wir wissen nicht was, aber allmählich verlor er seine Weisheit, und nun war er nur noch alt. Aber er war sehr alt; und man hatte gemeint, daß er der ganzen Angelegenheit ein bißchen mehr Gewicht, etwas Feierlichkeit, etwas zusätzliche Bedeutung verleihen würde - so lange niemand ihn etwas fragte. Wenn ich zurückblicke, dann erstaunt es mich, daß überhaupt etwas nach den Vorstellungen meines Onkels lief. Wir wußten so wenig ... ... ... . Meine Mutter hatte ausgiebig mit sich gerungen, ob es ratsam sei, ihre goldene Kette zu tragen. Es bestand die Möglichkeit, daß sie gestohlen würde; aber sie entschied, daß die Römer mit unserem Reichtum und unserer Bedeutung zu beeindrucken das Risiko wert sei. Ob es ratsam sei, ein barbusiges Mädchen in ein Lager von mehreren hundert Männern zu führen, darüber war nicht diskutiert worden, obwohl man über die Angemessenheit dieser Geste tagelang gegrübelt hatte. Und am Ende hatte meine Mutter das Gefühl, es sei besser, unsere Absichten von Anfang an klar zu machen, besser keine Zweifel darüber aufkommen zu lassen, was gemeint war. Das Problem der Sprache war die größte Sorge meines Onkels, und er fand keinen Weg, dieses Risiko zu verringern. Keiner in unserem Dorf kannte die Sprache der Römer, oder hatte sie auch nur gehört. Es war unmöglich zu wissen, ob irgend jemand im römischen Lager unsere Sprache verstand. Es hätte sein können, daß wir alle den Tod gefunden hätten, einfach nur weil niemand verstehen würde, warum wir da waren. Die Aufmerksamkeit, die unsere kleine Prozession erregte, erschien mir nur natürlich - so schön, wie ich mir vorkam. Soldaten ließen stehen und liegen, was sie gerade taten, standen da und starrten uns an, als wir ohne ein Wort an den Wachen vorbeizogen, an der äußeren Reihe von Zelten. Heute wundert es mich nicht mehr, daß uns die Wachen nicht aufgehalten haben; ich bin sicher, sie sahen, daß wir für niemanden einen Gefahr darstellten. Höchstwahrscheinlich hielten sie uns einfach für Narren und verschonten uns deshalb. Mein Onkel blieb stehen und setzte an, in seinem besten rituellen Singsangton den Grund unseres Hierseins und die Notwendigkeit darzulegen, warum wir den allerhöchsten Befehlshaber der Armee sprechen mußten. Nichts geschah. Wir standen einige Minuten da und warteten, endlich wandte sich einer der Soldaten um und rannte auf eine Gruppe von Zelten ein Stück weit entfernt zu. Wir warteten weiter, und dann begann das Gelächter. Ein Soldat sagte etwas zu einem anderen, der lachte und sagte es dem nächsten. Leises glucksendes Lachen, nichts Übertriebenes, aber genug, um Bedrun aus der Fassung zu bringen. Er lief rot an, wandte sich an den ersten Soldaten und befahl ihm, den Mund zu halten - ein Aufbrausen, das ziemlich unklug von ihm war, selbst wenn er ein Mann gewesen wäre, der sich hätte verteidigen können. Der Soldat schlug ihn zu Boden. Er stand nicht wieder auf; er hatte Angst. Ein anderer Soldat trat vor, klimperte mit ein paar Münzen in seiner Hand. Er sagte was, zeigte auf mich, und ließ die Münzen von einer Hand in die andere fallen. Ein weiterer Soldat trat an mein Pferd heran und riß meinem Vetter die Zügel aus der Hand. Er brüllte die anderen herausfordernd an, und das Lachen wurde lauter, offener. Ich war sehr froh, als ein Mann kam, der eine gewisse Autorität bei den anderen zu haben schien. Er sagte etwas mit scharfer Stimme, und die Soldaten hörten auf zu lachen. Er bedeutete uns, ihm zu folgen. Der Soldat, der meinen Onkel zu Boden geschlagen hatte, half ihm jetzt wieder auf die Beine. Wir gingen und gingen, an mehr Männern vorbei, als - so glaubte ich - in der ganzen Welt leben mußten. Die Zelte, an denen wir vorbeikamen, wurden prächtiger. Alle waren aus schwerem Stoff, aber größer, groß genug, um aufrecht darin zu stehen, mit mehr Ausrüstung, mehr Leuten, offensichtlich Dienern, die um die Zelte herum beschäftigt waren. Das Zelt, vor dem wir stehen blieben, war sehr groß. Aus der Zeltöffnung kamen mehrere Männer. Mein Onkel verneigte sich vor dem ersten Mann und begann zu sprechen, in dem gleichen Singsangton wie vorhin. Ich unterbrach ihn. "Onkel. Hör auf zu singen. Ich glaube, hier singt man nicht." "Dummes Ding! Sei still!" Er war böse mit mir. Ich war böse mit ihm. Er brachte mich her, um alle zu retten, und machte uns alle lächerlich. "Und Du sprichst zu dem falschen Mann." Ich redete lauter, unerschrockener. Ich hatte nichts zu verlieren. "Es ist nicht der Mann in Blau, zu dem Du sprechen solltest, sondern der in Rot." Ich zeigte mit dem Finger, während ich sprach, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Der Mann mit dem roten Gewand unter der Rüstung war nicht der größte, nicht der älteste. Nicht der am besten oder häßlichsten aussehende. Er sah nicht geschniegelt aus, oder eitel, oder böse, so wie unserer Meinung nach alle Römer aussehen müßten. Er hielt sich nicht abseits von den anderen; seine Männer fühlten sich in seiner Nähe wohl, weder fürchteten sie ihn noch scharwenzelten sie um ihn herum. Es gab nichts, auf das ich meinen Onkel besonders aufmerksam machen konnte. Und trotzdem ... er unterschied sich von den anderen, wie sich ein Wolf von einem unterwürfigen Hofhund unterscheidet. Es war in der Ungezwungenheit seiner Haltung, wie er die Hände vor sich hielt, eine Hand über der anderen, sogar in der Art wie sein Gewand auf seinen Schultern ruhte. Es war in seinem Gesicht. Natürlich kannte er die Worte nicht, die ich sprach, aber er verstand, was ich sagte. Er neigte seinen Kopf vor mir und sprach dann zu meinem Onkel. Bedrun warf mir einen bösen Blick zu, und begann von neuem; diesmal richtete er seinen Singsang an die richtige Person. "Nicht singen", sagte ich. Er hätte mir gern eine gelangt. Er dachte, ich würde seinen Auftritt ruinieren. Es war egal. Wenn er und meine Mutter diesen Ort verließen, würde ich bleiben. Er würde nie wieder die Gelegenheit haben, mich zu schlagen. Darüber mußte ich lächeln. Der Mann in Rot drehte sich um und sprach zu einem Diener, der neben dem Zelt stand. Der Mann ging fort. Der Mann in Rot hob eine Hand hoch, als wolle er uns bedeuten zu bleiben, und sprach wieder, zu uns, zu den Männern, die ihn umgaben, zu anderen. Wenn mein Onkel es bisher nicht gesehen hatte, dann konnte er es jetzt sehen. Jeder tat, was dieser Mann sagte. Er war der Herrscher über die vielen hundert Männer, und ich sollte ihm gehören. Mir wurde schlecht vor Aufregung. Wenigstens denke ich, daß dies der Grund war. Es könnte jedoch auch der Hunger gewesen sein. Ich hatte gestern zum letztenmal gegessen, um die Mittagszeit. Der kühle Wind auf meiner nackten Haut war es, der mich, denke ich, davor bewahrte, vom Pferd zu fallen. Ein junger Mann kam angelaufen, brachte seine Kleidung in Ordnung. Der Mann in Rot sprach zu ihm, hob eine Augenbraue, und der junge Mann errötete. Er blickte auf, sah mich ... und errötete abermals, tiefer und intensiver. Ich lächelte wieder, lächelte ihn an. Er wandte sich um und grüßte meinen Onkel in unserer Sprache. Fast. Die Worte waren beinahe die gleichen, kamen aber seltsam verdreht aus seinem Mund. Es war schwer, ihn zu verstehen, und ich konnte nicht mehr aufschnappen als den ungefähren Sinn. Bedrun ließ sich Zeit, schmeichelte und katzbuckelte. Er redete und redete und redete. Der junge Mann sagte ein paar Worte zu dem Mann in Rot, immer wenn es eine kurze Pause gab, dann runzelte er auf einmal die Stirn, sah verwirrt aus und dolmetschte nicht weiter. "Onkel", sagte ich. "Du mußt endlich zur Sache kommen. Du langweilst den Häuptling." Der junge Mann übersetzte, was ich sagte. "Jetzt reicht es mir", sagte Bedrun. "Wenn Du nicht den Mund halten kannst, dann muß ich ... " "Was? Was kannst Du mit mir machen?" Ich war zu weit gegangen. Bedruns Gesicht nahm einen bösartigen Ausdruck an. "Vielleicht werden wir Dich nicht den Römern geben. Vielleicht werden wir Dich statt dessen ihren Göttern opfern." Der junge Mann übersetzte alles. Der Mann in Rot sprach. "Komm herein", sagte der junge Mann und zeigte auf das Zelt. "Wir können auf ... ", er suchte nach dem richtigen Wort, "... dem Bild ... auf dem Tisch ... Deine Stadt suchen." Der Mann in Rot war bereits hineingegangen. Bedrun mußte auch gehen, oder er hätte dumm ausgesehen. Er ging. Die Einladung war an Bedrun gerichtet gewesen, aber ich glitt von meinem Pferd und ging mit ihnen hinein. Meine Mutter packte mich am Arm und versuchte, mich aufzuhalten. Ich stieß sie weg. Sie verkaufte mich an die Römer. Ich machte mir keine Gedanken mehr um ihre Gefühle. Ich erwartete, daß die Einrichtung im Zelt mir zurufen würde: "Ich bin reich und mächtig!" - doch das tat sie nicht. Der Luxus war zurückhaltend, gediegen. Die Stoffe waren besser, die Stühle nur wenig mehr als einfach, aber von guter Qualität. Das Zelt war nicht mit Reichtümern vollgestopft. Es gab viel Platz für Leute. Und es paßte zu ihm. Seine Augen folgten mir, als ich eintrat. Jeder sonst hatte sich über die Karte auf dem Tisch gebeugt. Mein Onkel versuchte, sich zurechtzufinden. Endlich zeigte er mit dem Finger auf einen Punkt. Der Mann neben ihm runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf. Der Dolmetscher warf einen Blick auf die Karte. "Nein", sagte er. "... kann nicht sein ... nein ... ." "Nein, das ist es nicht." Das war es, was der junge Mann hatte sagen wollen. Ich schaute auf die Karte, fand die Flüsse, fand die Hügel, erkannte an den markierten Stellen, wo wir uns jetzt befanden. Der Punkt, auf den mein Onkel gezeigt hatte, war Meilen entfernt. Der Dolmetscher schielte auf meine Brüste, wurde rot, und nickte. "Ist es nicht." Ich zeigte auf eine Stelle, die, wie ich meinte, in der Nähe unseres Dorfes sein mußte. Der Mann in Rot schaute, wohin ich zeigte. Kann ich auch nur annähernd ausdrücken, wie machtvoll ich mir vorkam? Ich stand im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ich war schön. Ich war klug. Ich war gerade die Richtige für den Mann in Rot. Einer seiner Mundwinkel zog sich nach oben, während er mich ansah, beinahe ein Lächeln - nur für mich. Er sprach lang und ausführlich. Der Dolmetscher hörte zu und sagte dann: "Kein Schaden für Dorf. Der Wallach kein angemessenes Geschenk, besser einen Hengst geben oder ... oder ... " "Stute", sagte ich. Ich studierte weiter die Karte. Unsere Armee war an einer Stelle eingezeichnet, die römische an einer anderen ... ... . Es gab nur eine Möglichkeit, daß die Römer zu unserem Dorf kamen - falls sie sich verlaufen würden. Sie zogen in die entgegengesetzte Richtung. Mein Onkel war ein Dummkopf. Der junge Mann seufzte. "Stute ... ... . Aber Ihr seid arm. Genral wird Pferd behalten. Du kannst Mädchen behalten. Genral denkt ... Du brauchst sie." Ich konnte einen Moment lang nicht atmen. Der dumme junge Mann, der seine Augen nicht von meinen Brüsten lassen konnte, hatte einen Fehler gemacht. Der Mann in Rot - sein Name war Genral - konnte nicht gesagt haben, daß er mich nicht wollte. "Nein", sagte ich. "Das ist falsch. Du bist dumm. Das hat er nicht gesagt." Er wurde wieder rot, aber diesmal, dachte ich, vor Ärger. "Ich sagte, was er mir gesagt hat." "Nein, das hast Du nicht". Ich ging auf den Dolmetscher los und boxte ihn in den Magen. "Jetzt sag es richtig." Genral sprach. Ich wußte, daß seine scharfen Worte an mich gerichtet waren. Ich kniete zu seinen Füßen nieder, legte meinen Kopf an den Stoff, der seine Schenkel bedeckte, schloß die Augen. Er durfte mich nicht wegschicken. Er mußte mich wollen. Der Dolmetscher schrie mich an: "Du dummes Ding!" Er hielt sich den Magen. "Genral braucht Dich nicht. Oder Eure blöde Schindmähre." Er kam zu mir herüber und sagte: "Er hat zehnmal bessere Pferde. Er kann jede Frau haben. Was sollte er mit Dir anfangen? Er hat Euern Häuptling ehrenvoll entlassen." "Geh weg, oder ich schlag Dich wieder", sagte ich Genral sprach ruhig. Der junge Mann setzte sich hin und schmollte. Ich fühlte, wie Genrals Finger mein Haar berührten, dann schloß sich seine Hand um meinen Arm, er zog mich auf die Füße. Seine Augen hatten nicht die helle eisblaue Farbe meiner Leute, sondern waren von einem tieferen, dunkleren Blau. Beunruhigend. Und sie blickten mich an. Er sprach, gerade so, als ob ich ihn verstehen könnte. Er zeigte auf meinen Onkel, machte eine Bewegung mit der Hand ... ... er sagte mir, daß ich gehen müsse. "Nein", sagte ich in meiner Sprache. "Ja", sagte er in seiner. Mein Onkel packte mich am Handgelenk und zog mich hinter sich her. Ich wehrte mich, er schlug mich, ich fiel hin. Er zerrte mich aus dem Zelt, dann zog er das Messer unserer Vorfahren aus seinem Gürtel. Ich wußte nicht, daß er es mitgebracht hatte. Es war ein Steinmesser, sehr alt, so viele Male vom Vater an den Sohn weitergereicht, daß sich niemand mehr daran erinnern konnte, wem es einmal gehört hatte. Es wurde für rituelle Handlungen benutzt, und es war so scharf, daß - so wurde gesagt - man die Hand eines Mannes abschneiden konnte, und er würde es erst bemerken, wenn er das Blut sah. Meine Mutter schrie. Mein Onkel war viel stärker als ich. Ich biß, ich kratzte, ich trat - aber ich konnte nicht entkommen. Ich würde sterben. Genral brüllte. Mein Onkel sah hin. Ich trat ihn so fest ich konnte. Das Messer blitzte auf.
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Kapitel 2 Die Geschichten hatten recht. Ich fühlte nichts. Bis ich das Blut auf den Mustern sah, mit denen mich meine Mutter bemalt hatte. Ich schäme mich zuzugeben, daß ich vor Furcht schrie. Ich wußte es besser, ich wußte, daß ich an diesem Tag nicht sterben würde. Ich hatte mich gesehen - später in meinem Leben. Mein Onkel hob das Messer wieder hoch in die Luft. Und hielt inne, die Hand hoch über seinem Kopf, denn drei Schwertspitzen zielten auf seinen Nacken und eine preßte gegen seinen Bauch. Der Dolmetscher kniete sich neben mich. Ich hatte Angst, ich hatte Schmerzen, ich wußte, daß er mir Böses wünschte. Vielleicht verlor ich für kurze Zeit den Verstand. Was auch immer der Grund gewesen sein mochte - ich schrie und versetzte ihm einen Schlag ins Auge, bevor ich versuchte wegzulaufen. Es war Genral, der mich beruhigte, der den Schnitt, der von meiner rechten Schulter bis zum Bauch verlief, untersuchte, der feststellte, daß nichts Lebenswichtiges durchbohrt worden war. Meine Mutter sammelte die Nadeln vom Boden auf, wo sie gefallen waren, und riß mir die letzten beiden aus dem Haar. Es war mir egal. Sollte sie die Dinger doch haben. Der Alte schlurfte zu uns heran. "Das Geschenk ist gegeben", sagte er. "Es kann nicht ungeschehen gemacht werden." Ich hoffte, daß Genral nicht sah, wie der Alte mir zuwinkte, bevor er davonschlurfte. Ich wurde in das Zelt getragen. Ich sah meine Familie nie wieder. …………………. Es war ein Diener, Sisro, der meine Wunde reinigte und verband. Er versuchte auch, die Farbe von mir abzuwaschen, aber sie war Teil meiner Haut geworden. Sie würde mit der Zeit verschwinden. Er redete ununterbrochen, zeigte auf sich und sagte mir seinen Namen, zeigte auf die Narben in seinem Gesicht, während er mir seine Geschichte erzählte, redete und redete, als ob ich jedes Wort, das er sagte, verstünde. Ich hörte, wie Genral mit den anderen Männern sprach, den anderen Stammesführern, die sein Zeichen trugen: den Adler, den schönen fremden aasfressenden Vogel. Ich dachte, er würde mich später besuchen kommen. Er ist jetzt beschäftigt, aber später würde er sich an mich erinnern. Ich schlief ein , während ich wartete. Sisro weckte mich auf, wickelte mich in eine Decke. Er trug mich hinaus, einen Gang zwischen den Zelten entlang bis zu einem kleineren Zelt, legte mich auf ein anderes Bett, sagte ein paar Worte und ging weg. Eine Frau mit müdem Gesicht schaute für den Moment, den er da war, von ihrer Näharbeit auf und nickte. Es war nicht schwierig, ungesehen davonzuschleichen, als die Hände der Frau in ihren Schoß fielen und sie die Augen schloß. Es war nicht schwierig, Genrals Zelt wiederzufinden oder hineinzuschlüpfen. Schwierig war es jedoch herauszufinden, was ich tun sollte, wenn ich erst einmal drin war. Wenn ich zu ihm ins Bett kriechen würde, könnte ich ihn aufwecken. Einige Männer mögen es gar nicht, wenn man sie weckt. Jeder, der meinen Vater aus einem tiefen Schlaf weckte, riskierte, quer durchs Zimmer geschleudert zu werden. Und ich wußte nicht, ob ich willkommen sein würde oder nicht. Das Feuer brannte nur noch schwach. Mir war kalt. Meine Zähne klapperten. Ich war müde. Der Schnitt schmerzte jetzt. Ich fürchtete, ich hätte ihn durch mein Schleichen und Kriechen wieder zum Bluten gebracht. Ich hüllte mich in einen seiner Mäntel, während ich darüber nachdachte, was zu tun sei. Ich saß auf dem Boden neben seinem Bett, lauschte wie er atmete, ein und aus, tief und regelmäßig, meine Nase in dem Mantel vergraben, sog ich den Geruch seines Schweißes ein, seines Pferdes, von etwas verschüttetem Wein ... ... . Ich dachte über die Geheimnisse des Lebens nach, über den Willen der Götter. Wenn mein Onkel nicht diese unbegründeten Ängste gehabt hätte, wäre ich nicht hier. Wenn er sich nicht vor so langer Zeit sein Bein verletzt hätte, wäre er nicht im Dorf gewesen und hätte nicht die Entscheidung getroffen, mich den Römern zu geben. Hatten die Götter den Bären (oder Dachs) gesandt, damit ich hier sein konnte an diesem Ort, zu dieser Zeit? War das alles bereits bei meiner Geburt im Himmel beschlossen worden? Es war beinahe zu viel, um darüber nachzudenken. Aber etwas wußte ich. Ich gehörte zu ihm. So sollte es sein. Ich hatte es nicht gesehen, aber ich wußte, daß es so war. Hatte ich mich so schnell in ihn verliebt? Nein. Aber damals glaubte ich, daß es so war. Ich liebte ihn so innig, wie nur ein junges Mädchen jemanden lieben kann, den es gerade erst getroffen hat. All meine Gedanken, all meine kindlichen Sehnsüchte waren auf diesen Mann gerichtet, dem ich erst vor wenigen Stunden begegnet war. Sein Reichtum und seine Stellung bedeuteten mir nichts. Es war der Klang seiner Stimme, der mich anrührte, das helle Licht in seinen Augen, das Selbstvertrauen in seinem Gang. Er war mein Genral, und ich würde seine Frau sein. Es stand in den Sternen geschrieben. Ich schlief in seinen Mantel gewickelt wieder ein, und rutschte während der Nacht auf den Boden. Ich träumte von Liebe und Edelmut, von Tapferkeit und Hingabe. Und vom Liebemachen, herrlichem, unglaublich intensivem Liebemachen ... ... oder wenigstens von meinen kindlichen Vorstellungen vom Liebemachen. ……………………. Der Morgen fing schlecht an. Genral schwang die Beine über den Rand seines Bettes und stolperte über mich, als er aufstand. Er brüllte nach Sisro und knurrte ihn an, während er mich aus dem Weg scheuchte. Sisro reichte mir ein Kleidungsstück, ich zog es an, und er nahm mir den Mantel weg, ärgerte sich über die Flecke, die er auf dem Boden bekommen hatte. Das Frühstück war nicht eben fröhlich. Es war noch sehr früh, die Sonne war noch nicht aufgegangen; Genral knurrte und brummte, und wenn ich Sisro gewesen wäre, hätte ich Angst bekommen, aber er machte den Eindruck, als ob ihn das keineswegs beunruhigen würde. Ich aß noch, als der Dolmetscher erschien. Genral gab ihm seine Befehle und stand auf, um sich von Sisro in seine Rüstung helfen zu lassen. "Du bist ungehorsam", sagte der junge Mann. "Nein." "Doch. Du solltest bei ... bei ... Frau bleiben ... " "Ich wollte nicht. Also tat ich es nicht." "Du mußt Genral gehorchen. Er sagt: Geh. Du wirst gehen." "Nein." Genral drehte sich zu mir um. Sisro fuhr fort, seine Schnallen zuzuschnallen, seine Verschlüsse zu schließen. Genral sah mir voll ins Gesicht. Sehr ernst sagte er: "Ja." "Nein." Er seufzte. Mehr Befehle an den Dolmetscher, der rot wurde und ärgerlich redete. Ich wartete darauf, daß Genral die Geduld verlor, laut wurde. Er tat es nicht. Er blieb in der Zeltöffnung stehen, sagte noch etwas, ein Befehl, dem nicht widersprochen werden durfte. Dann war er weg. "Wohin geht er?" fragte ich. Ich beobachtete, wie Sisro Essen und andere kleine Dinge verpackte. Pferdehufe trappelten rings um das Zelt. "Ich muß dafür sorgen, daß Du weg bist, bevor er zurückkommt." Der Dolmetscher setze sich und nahm etwas Brot. Was er sagte, gefiel mir überhaupt nicht. Meine Augen wurden ganz schmal. "Wenn Du mich anfaßt, tu ich Dir weh." Er zuckte mit den Achseln. "Nicht mir. Sag das den anderen". Er goß sich einen Becher Wein ein. Er blickte auf. "Keine Sorge. Er sagt, ich darf Dich nicht töten." "Wo ist er hingegangen?" Der Dolmetscher stand auf. "In den Krieg." …………………….. Ich wurde gefesselt und siebenmal weggebracht. Das letztemal brauchte ich drei Tage um zurückzufinden. Das Lager war still, als ich mich hineinschlich. Die meisten Zelte waren zusammen mit den Soldaten verschwunden, und es war schwieriger, während des Tages unbemerkt zu bleiben. Aber nach Einbruch der Nacht war es leichter. Ich war zu müde, Feuer zu machen. Ich warf ein paar Decken auf sein Bett und kroch hinein ... ... . ... ... und träumte. Männer schrieen, Schwerter blitzten, die Gerüche ... Blut und Angst und Pferdedung. Ich sah Genral auf seinem Pferd, so viel furchterregender, als ich ihn mir vorstellen konnte. Ich hörte seinen Kriegsschrei. Ich sah wie er hieb und schlug. Und dann sah ich jemand hinter ihm mit einem Bogen ... einen Pfeil abschießen ... Sah, wie der Pfeil seine Schulter traf ... ... Sah, wie er fiel ... ... Ich schrie. Meine Großmutter hatte das Zweite Gesicht, als sie noch lebte. Sie irrte sich nie. Ich war erst vor einem Jahr zur Frau geworden, somit war es noch zu früh, um sicher zu sein, aber ich glaubte, daß ich es auch hatte. Wenn ich Kinder sah, dann wurden sie geboren. Wenn ich Tod sah, dann kam er. Ich sah Genral fallen. Meine Schreie brachten Männer mit Äxten. Der Dolmetscher kam mit ihnen. "Du." Er schickte die anderen Männer weg. "Ich geb's auf. Bleib." Er drehte sich um, wollte weggehen. "Warte! Warte! Genral ist tot!" Er zögerte. "Wer hat Dir das gesagt?" Er glaubte mir nicht, als ich ihm sagte, warum ich es wußte. Es wunderte mich nicht. Ich erinnere mich, wie meine Großmutter Männer als Idioten verfluchte, weil sie nicht glaubten. Aber er ging nicht weg. Er stand da und sah zu, wie ich in die Decken schluchzte. "Du hast gesehen, wie ein Pfeil ihn traf?" Ich nickte. "Wo?" Ich zeigte es. "Genral trägt eine Rüstung." Es dauerte etwas, bis das durch meinen Kummer hindurchdrang. "Wenn er zurückkommt, werde ich ihm sagen, daß Du gesehen hast, wie er gestorben ist. Er wird lachen." Und er ging weg. Vier Tage später kam er ins Lager geritten. Seine Rüstung war voller Schmutz, sein Umhang zerrissen, sein Gesicht staubbedeckt. Er war dreckig und müde und stank. Für mich war er wunderschön. Ich glaube nicht, daß er sich freute, mich zu sehen. Er war ein Mann. Er steckte voller Unglaube. Ich würde ihm zeigen müssen, daß wir für einander bestimmt waren.
Als Sisro ihm die Rüstung
abnahm, sah ich die Kerbe hinten auf seinem Schulterschutz. Genral nickte. Ich kniete mich neben den Stuhl, auf den Genral sich hatte fallen lassen. Ich zeigte auf mein Herz und dann auf meine Augen. "Ich sah es." Er schloß die Augen und lehnte sich zurück. Ich weiß nicht, ob er verstand oder nicht. Als sein Bad fertig war, versuchte ich, ihn zu waschen, aber er nahm mir den Lappen aus der Hand und wusch sich selbst. Er beachtete mich gar nicht, als er aufstand, nach einem Eimer mit sauberem Wasser griff und sich damit abspülte. Ich zögerte, er schob mich beiseite. Ich brachte das Gefäß mit duftendem Öl, um ihn einzureiben, er nahm es mir aus der Hand und stellte es auf den Tisch. Er versuchte so zu tun, als ob ich gar nicht da sei. Erst als der Dolmetscher hereinkam und ein besorgtes Gesicht machte, begann ich zu verstehen. Genral wickelte sich in ein langes Leinentuch und begann, mit harter Stimme zu sprechen. Ich brauchte die Worte nicht zu kennen um zu wissen, was gesagt wurde. Der Dolmetscher, der junge Mann, dessen Namen zu erfahren ich mir nie die Mühe gemacht hatte, war angewiesen worden, dafür zu sorgen, daß "ich weg war". Es war ein Befehl gewesen. Er hatte den Befehl nicht ausgeführt. Genral wollte wissen warum. Der Dolmetscher gab mir die Schuld - mit Recht - und bat um Vergebung. Es war nicht seine Schuld. Er war mir völlig gleichgültig, aber es wäre nicht ehrlich, ihm die Schuld für etwas zu geben, für das ich mich nicht mal schämte. Ich streckte meine Arme über den Tisch, damit Genral die Einschnitte der Fesseln sehen konnte und so wußte, daß der dumme Junge es versucht hatte. Genral atmete tief durch. Er sagte nichts. Der Dolmetscher sah plötzlich ängstlich aus, kniete sich vor Genral hin. Ich nahm an, er bat um Gnade. Ich versetzte ihm einen Schubs. "Was ist los mit Dir? Sei ein Mann. Steh auf." Ich packte ihn vorn an seiner Kleidung und zerrte ihn hoch. "Sag Genral, daß ich es war, die beschloß, nicht wegzugehen." Er stieß mich weg. "Das hab ich ihm gesagt." "Sag's ihm noch mal." Der junge Mann sagte etwas in der römischen Sprache. Genral sprach. Der Dolmetscher sagte:" Genral will wissen, warum Du bleiben willst." Bevor ich antwortete, setzte ich mich wieder hin. Ich atmete ein, ich atmete aus. Die Sache war ernst. Sie verdiente einen Moment Bedenkzeit. "Ich habe es im Traum gesehen. Ich muß seine Frau werden - und sein Kind tragen. Deshalb bin ich hier." Ein Augenblick Stille und dann lachte der Dolmetscher. Er lachte aus vollem Hals. Brüllte vor lachen. "Du?" Er lachte wieder. "Genral hat schon eine Frau." Das war ein harter Schlag. "Hat er nicht." "Hat er wohl. Ich hab sie gesehen. Eine Frau mit schönen großen Brüsten und runden Hüften und ... " Vielleicht log der Dolmetscher. "Hier gibt es keine Frau. Wenn er eine Frau hat, wo ist sie dann?" "Du bist ein dummes Mädchen. Er würde seine Frau nicht hierher bringen, an einen Ort, wo Krieg ist. Er sorgt sich um sie, er beschützt sie." Er wandte sich an Genral und sprach und lachte wieder. Ich erwartete, daß Genral auch lachen würde. Aber er tat es nicht. "Wirst Du jetzt gehen?" fragte der junge Mann. Es war seine eigene Frage, Genral hatte nichts gesagt. Ich konnte ihm nicht antworten. Ich trauerte. Um was? Vielleicht um meine dummen Träume. Ich war genau so ein Dummkopf gewesen wie mein Onkel. Keiner von uns wußte etwas über die Welt außerhalb unseres Dorfes. Wir hätten es nie verlassen sollen. Ich konnte auf keinen Fall hier bleiben. Ich mußte gehen. Ich sah in die Zukunft, und ich sah nichts. Da war nichts, wo ich hingehen konnte, keiner, dem etwas daran lag, was aus mir wurde. Mein Gesicht hatte sich geirrt. Ich hatte Leben gesehen, aber für ein Mädchen allein in der Wildnis zwischen den Armeen der Römer und der Germanen gab es nur Tod. Ich stand auf und verließ das Zelt.
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