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22.a Das Lied der Sirene,
Teil II
- 180 A.D.
Im Inneren der Kabine herrschte statt des Sonnenlichtes schattige
Kühle, und die Laute der zirpenden Vögel und Zikaden waren einer Stille
gewichen, in der unsere keuchenden Atemzüge nur noch deutlicher vernehmbar
waren. Im Inneren der Kabine gab es keinen Raum für Furcht oder Zweifel,
keinen Platz für die Vergangenheit, für Trauer oder Schmerz. Nur für Lust
und Verlangen und den Drang, beide zu stillen. Im Inneren der Kabine war
kein Platz für Geister, nur für uns beide. Maximus und Julia. Mann und Frau.
Heißes, lebendiges Fleisch an heißem lebendigem Fleisch. Klopfendes Herz an
klopfendem Herzen. Harte Männlichkeit an weicher Weiblichkeit. Im Inneren
der Kabine gab es keinen Raum für Tod und Verdammnis, nur für Leben und die
Erneuerung desselben.
Ich vergrub meine Finger in Maximus' kurzgeschittenem Haar, zwang
sein Gesicht zu mir herab und küßte ihn hungrig. Es war, als sei ich mein
ganzes Leben lang am Verdursten gewesen und hätte es erst jetzt bemerkt. Es
war, als sei ich mein ganzes Leben lang am Verdursten gewesen, und er war
die einzige Quelle, um diesen Durst zu stillen. Maximus' Lippen öffneten
sich begierig den meinen, während er mir erlaubte, von ihm zu trinken, und
seinerseits von mir trank, als sei auch er am Verdursten und ich sein
einziges Labsal ...
Mit seiner Umgebung noch nicht vertraut und abgelenkt durch unsere
heißen Küsse stieß Maximus gegen den Stuhl und verpaßte ihm einen so
ungeduldigen Tritt, daß er mit lautem Krachen in einer Ecke landete und
zerbarst.
Keiner von uns schenkte dem die geringste Beachtung.
Die Nachmittagssonne, die sich ihren Weg durch das Bullauge bahnte,
zeigte ihm, wonach er gesucht hatte, und Maximus trug mich eilig zu dem
breiten Bett, ließ sich mit einem Knie auf der federweichen Matratze nieder
und setzte mich auf derselben ab, während er eilig die Kissen auf den Boden
schleuderte. Ich weigerte mich, ihn auch nur einen Moment lang freizugeben,
weigerte mich, ohne seine Wärme und Kraft zu sein, bedeckte sein Gesicht mit
feuchten Küssen, ließ meine Zunge leidenschaftlich um sein Ohr tanzen,
spornte ihn ohne Worte zur Eile an. Verlangte ohne Worte, daß er mich zu der
Seinen machte. Daß er mich für sich forderte. Daß er mir sein Zeichen
aufdrückte. Daß er mich heil und ganz machte. Daß er mich zur Frau machte.
Daß er mich zu der Frau machte, die zu sein ich geboren war.
Unsere Atemzüge vereinten sich zu heißen, fiebrigen Lauten und
erfüllten den kleinen Raum zusammen mit dem Geruch eines Mannes und einer
Frau im Zustand höchster Erregung. Dieser Geruch war mir nur allzu vertraut
... Ein Geruch, den ich zu verabscheuen gelernt hatte. Einen Geruch, den ich
sechs Jahre lang nicht mehr wahrgenommen hatte. Und nun ... nun empfand ich
ihn so ganz anders. So anders wie das Gefühl, sich Maximus hinzugeben, von
jenem Gefühl war, sich irgendeinem beliebigen Mann hingeben zu müssen. Nun
erfüllte dieser Geruch meine Nase mit seiner erstickenden Schärfe, und ich
atmete ihn begierig ein - eine einsame brünstige Löwin, die endlich die
Anwesenheit eines ebenso einsamen Löwen in ihrer Nähe wittert ... Es war
berauschend, und ich genoß den primitiven Beweis der Wirkung, die sein
Körper auf mich ausübte ... und meiner auf ihn ... Ich genoß die Erwartung.
Die primitive Lust einer Frau, die darauf wartet, von einem Mann genommen zu
werden ...
Maximus drückte mich sanft auf das Bett nieder, nahm meinen Kopf
zärtlich in seine Hände.
Aber ich war nicht in der Stimmung für Sanftheit. Nicht in der
Stimmung für Zärtlichkeit. Die Zeit für beides würde kommen, aber jetzt
wollte ich etwas ganz anderes.
Ich brauchte etwas ganz anderes.
Und ich wollte und brauchte es mit der ganze Wildheit meines
jungen, erregten, weiblichen Körpers. Mit all der Qual meines jungen,
liebeshungrigen, weiblichen Ichs.
Ich packte seine Tunika, setzte mich auf und zerrte mit aller
Gewalt an dem Stoff, zerriß die feine Wolle, entblößte seine breiten,
gebräunten muskulösen Schultern, so daß sie meinen Augen, meinen Händen und
meinem Mund preisgegeben waren. Die außergewöhnliche Hure, die ich gewesen
war, wußte alles, was man über das wissen mußte, was Männer und Frauen
machen, wenn sie zusammen zwischen den Bettüchern liegen - aber nichts
darüber, was ein anständiger Mann von der Frau erwartet, die er erwählt, um
seinen Körper mit ihr zu teilen. Vielleicht wurde von mir erwartet, lieb und
geduldig zu sein oder sogar unterwürfig, aber ich war nichts davon.
Ich konnte es einfach nicht.
Ich war eine brünstige Löwin. Eine Löwin, die zu lange allein
gewesen war, die sich verzweifelt nach Erfüllung sehnte. Verzweifelt danach
sehnte, wieder heil und ganz zu sein.
Leidenschaftlich umschlang ich Maximus' Hals, nagte und saugte an
seinem entblößten Fleisch, genoß den salzigen Geschmack seiner
schweißbedeckten Haut, rieb meine kaum bedeckten Brüste an ihm, stöhnte und
keuchte, leckte und küßte den Körper, nach dem ich mich so lange verzehrt
hatte. Den Körper, der mir so lange verwehrt gewesen war.
Und als seine großen warmen Hände über meinen Körper wanderten und
meine Brüste streiften, da stieß ich einen kleinen Schrei aus und wölbte
mich ihm instinktiv entgegen. Er streichelte sie noch einmal und seine
Berührung war so sanft, so zart wie die eines Schmetterlings. So unglaublich
sanft und zart, daß ich lauter schrie und mich fester gegen diese Hände
preßte, schamlos die derberen Berührungen einforderte, nach denen mein
Hunger verlangte. Es bedurfte keiner weiteren Ermunterung. Stöhnend legten
sich seine vom Schwertkampf schwieligen Hände fest um meine Brüste, und als
seine Finger über meine harten Brustwarzen rieben, rollten und an ihnen
zupften, da war es an mir aufzustöhnen.
Ich rieb mich an seinen Händen, intensivierte die Begegnung meines
schmerzhaft erregten Fleisches mit seinen kundigen Händen.
Und nicht einmal das reichte aus. Nicht im mindesten.
"Zu viel Stoff ... zu viel Stoff", keuchte ich und zerrte wieder an
seiner bereits zerrissenen Tunika.
Maximus gab meine Brüste frei, befreite sich dann aus meinen Händen
und erhob sich auf seine Knie. Während er dies tat, rutschte ich ein Stück
auf der Matratze nach unten und beobachtete, wie er sich rittlings auf mir
niederließ und über mir kniend heftig an seinem Gürtel zog. Wie von selbst
glitten meine Hände unter den Saum seiner Tunika, streichelten seine festen,
behaarten Schenkel, folgten ihrer natürlichen Rundung, zeichneten die
angespannten Muskeln nach, die ein ganzes Leben im Kampf und zu Pferde
gestählt hatte, ließ meine Nägel über sie gleiten. Er ließ mich gewähren und
mühte sich indessen mit seinen Sandalen ab, um sie endlich von sich zu
schleudern, während er keuchend atmete und in seinen grünlich-blauen Augen
ein fiebriges Glitzern brannte. Dann packte er den Saum seiner Tunika, zog
sie sich über den Kopf und warf sie beiseite.
Mir stockte der Atem.
Ich hatte Maximus niemals unbekleidet gesehen - außer in meinen
Träumen ... und bis auf jenen unerwarteten kurzen Blick durch die leicht
geöffnete Badezimmertür. Auch wenn er mit allen Abzeichen seines
militärischen Ranges bekleidet gewesen war, hatte ich keinen Zweifel an dem
gehabt, was mich erwartete, wenn er einmal diese Kleidung abgelegt haben
würde. Und der kurze Blick auf seinen nackten, feuchten Rücken hatte das
mehr als bestätigt.
Aber nichts, absolut gar nichts - nicht einmal sechs Jahre des
Träumens, nicht einmal ein ganzes Leben als Hure - hatte mich vorbereitet
auf den Anblick von fast 1,80m nackter gebräunter Haut, gestählter Muskeln
und purer männlicher Schönheit.
Kein Marmor, wie schön auch immer er sein mochte, konnte sich mit
der dunkel goldenen Perfektion von Maximus' Körper vergleichen. Auf breite
stolze Schultern folgten kraftvolle Arme mit perfekt geformten, perfekt
ausgebildeten Muskeln. Sein breiter Brustkorb war bedeckt mit zarten von der
Sonne gebleichten Härchen, die um die goldbraunen Scheiben der flachen
Brustwarzen dichter wurden. Der Brustkorb ging über in eine wohlgeformte
Taille und einen flachen harten Bauch, in dessen Mitte ein köstlicher
kleiner Nabel saß, der geradezu darum bettelte, daß man ihn küßte, leckte
und an ihm saugte. Um die Hüften trug er ein knappes leinenes Lendentuch,
das seine beeindruckende Männlichkeit kaum verbarg. Seine Schenkel zu beiden
Seiten meines Körpers wiesen jene einzigartige Form auf, die Kraft und
Grazie verbindet und die man nur bei geborenen Reitern findet.
Meine Hände zitterten leicht, während sie über seinen Oberkörper
glitten und ihn behutsam erforschten, der Anblick seiner Schönheit blendete
mich und machte mich trotz meiner Erfahrung und meines intensiven Verlangens
schüchtern. Aber die Erkundungstour meiner Hände wurde durch Maximus
unterbrochen, der vorsichtig den Stoff befühlte, welcher meine Brust
bedeckte. Offenbar suchte er nach einer Möglichkeit, das geheimnisvolle
Kleidungsstück, das mich wie eine zweite Haut umgab, zu öffnen.
Ich mußte allein über die Vorstellung lachen, wie Maximus' große
Hände mit den unzähligen kleinen Häkchen auf meinem Rücken kämpften, und
mein Lachen war zum erstenmal wieder so wie in jener Nacht in Moesia, als
sich unsere Wege gekreuzt hatten und mein Leben für immer verändert worden
war. Es war jung und frei und verspielt, das Lachen einer Frau, einer
schönen und selbstbewußte Frau, die weiß, daß sie geliebt und umsorgt wird.
"O Maximus, zerreiß es einfach. Es ist mir egal", sagte ich,
während ich versuchte, mich ein wenig aufzusetzen. Mein Herz war so leicht,
so voller Freude, daß ich glaubte, es würde zerspringen.
Und da waren sie wieder, diese Flammen, in der Tiefe von Maximus'
aquamarinblauen Augen. Aber bevor er noch tun konnte, worum ich ihn gebeten
hatte - weil ich es nicht länger aushielt, seine Hände nicht auf meiner
nackten Haut spüren zu dürfen - packte ich den kostbaren Stoff selbst mit
beiden Händen, zerriß ihn bis hinab zur Taille, und bot mich seinem Blick
und seiner Berührung dar.
Meine Büste konnten es nicht erwarten, sich seinen bereitwilligen
Händen hinzugeben, und ich schrie auf bei der Berührung durch diese großen
warmen Handflächen. Und wieder schrie ich, als ich spürte wie seine
schwieligen Daumen über meine harten Brustwarzen rieben, bis sie vor
Erregung schmerzten. Ich spürte, wie ich unter seinen Zärtlichkeiten schwach
wurde. So schwach, daß ich, als er mich wieder sanft auf die Matratze
zurückdrückte, keinerlei Widerstand leistete.
Maximus bedurfte keiner weiteren Ermunterung. Er hakte seine Finger
in mein bereits zerrissenes Gewand und befreite mich auch noch von dem
verbliebenen Rest des Kleidungsstücks. Seine Knöchel hinterließen eine
feurige Spur auf meinem nackten Körper, und der Anblick seiner gebräunten,
starken Hände auf meiner milchweißen weichen Haut war so erregend, daß ich
mich beinahe an meinem eigenen Atem verschluckte. Ich schloß die Augen, wand
mich, krümmte mich unter seinen Händen, half ihm, mich aus den Überresten
meines Sirenen-Gewandes zu schälen und genoß seine stürmischen und
gleichzeitig unvergleichlich zärtlichen Berührungen. Und als ich die Augen
wieder öffnete, sah ich, wie er das ruinierte Kleidungsstück weit von sich
schleuderte. Es bauschte sich zu einer Wolke aus Federn auf, schwebte durch
die Luft und glitt endlich sanft zu Boden. Und einen kurzen flüchtigen
Moment lang glaubte ich, wir seinen nicht länger auf dem Schiff, nicht mal
mehr auf dieser Erde, sondern auf einer Wolke. Einen kurzen flüchtigen
Moment lang glaubte ich, wir seien nicht mehr die ehemalige Hure und der
einstige General. Nicht Freigelassene und Gladiator. Nicht Witwe und Witwer.
Nicht einmal Mann und Frau sondern Gott und Göttin ... und die Ewigkeit sei
unser.
Maximus' Keuchen brachte mich in die Wirklichkeit zurück. Die
brennenden Aquamarine seiner Augen verschlangen meinen nackten Körper. Unter
seinem heißen Blick schlug mein Herz so wild, daß es mir schien, als
flattere meine linke Brust gleich einem gefangenen Vogel. Ich fühlte eine
nie gekannte fiebrige Hitze in mir aufsteigen und fühlte die Feuchtigkeit
zwischen meinen Beinen ...
Maximus' Finger flogen zu den Knoten seines Lendentuches. "Ich
fürchtete, meine Einbildung habe mir von Deiner Schönheit Trugbilder
vorgespielt", sagte er schwer atmend, während er mit seinem Untergewand
kämpfte. "Du bist wahrhaftig so umwerfend, wie ich Dich in Erinnerung hatte
... "
Nach einigem Zerren und Ziehen löste sich endlich das knappe
Leinentuch, das Maximus' Lenden bedeckte, und er schleuderte es ungeduldig
beiseite, erhob sich auf die Knie, und zeigte sich mir ohne jede Scham in
der ganzen Pracht und Herrlichkeit seiner männlichen Schönheit. Ohne Scham
bot er sich mir als Mann dar so wie ich mich ihm als Frau dargeboten hatte.
"Nun, das gilt noch viel mehr für Dich, mein Liebster", flüsterte
ich und ließ meine Augen seinen Körper hinabwandern, bis mein Blick auf dem
Nest dunkelbrauner Locken hängen blieb, das sich dort befand, wo seine
Schenkel sich berührten. Seine sich mir stolz entgegenstreckende
Männlichkeit ließ mich vor Erwartung erschauern - und 'umwerfend' beschreibt
nicht einmal annähernd diese stolze Männlichkeit.
O, nein. Nichts hatte mich auf ihn vorbereitet. Nichts hatte mich
vorbereitet auf sein leidenschaftlich erregtes männliches Fleisch, seine
Manneskraft und unvergleichliche Männlichkeit ... Und dennoch ... Ich mußte
ihn haben.
Selbst wenn es bedeutete, verschlungen zu werden.
Selbst wenn es bedeutete, in Stücke gerissen zu werden.
Selbst wenn es bedeutete, sterben zu müssen.
Ich hob meinen Schoß von der Matratze, streckte ihm meine Arme
entgegen und spreizte die Schenkel so weit es mir möglich war, da er noch
immer rittlings auf mir saß. Ich lud ihn ein, wie die Sirene, mit der man
mich immer verglichen hatte, den dunkelhaarigen Seemann eingeladen hatte,
nach dem sie sich so verzehrte.
Maximus rührte sich nicht.
Statt dessen verharrte er weiter kniend auf dem Bett; mit
gespreizten Beinen thronte sein nackter Körper über mir. Seine Augen
verschlangen begierig jeden Zentimeter meines Körpers, seine Nasenflügel
bebten wie die eines Hengstes, der eine heiße Stute wittert.
Wie ich so dalag, nackt seinen brennenden begehrlichen Blicken
ausgesetzt, da spürte ich tief in meinem Inneren das Züngeln von Flammen,
und ihre Hitze breitete sich von meinem Schoß durch sämtliche Adern über
meinen ganzen Körper aus. Eine Hitze, die so intensiv war, daß Maximus sie,
auch ohne mich zu berühren, gespürt haben mußte.
Unfähig weiter still dazuliegen, ließ ich meine Hände über seine
Schenkel wandern, folgte den perfekten, weichen Kurven seiner Muskeln,
streichelte seine Taille, glitt mit den Handflächen über sein Kreuz und
umfaßte diese runden, herrlich festen Pobacken, die ich kurz durch den Spalt
der Badezimmertür erspäht hatte. Maximus schloß die Augen, verharrte aber
weiter unbeweglich, bot mir seinen Köper dar, erlaubte mir, ihn zu
erforschen, und langsam, ganz langsam glitten meine Hände zurück zu seinem
Bauch. Er hielt deutlich vernehmbar die Luft an, als meine Fingerspitzen
zärtlich die sensiblen Zonen seiner Lenden berührten, und nach kurzem Zögern
nahm ich sein Glied in meine Hand. Er streckte mir seinen Unterleib entgegen
und warf den Kopf zurück, während er laut aufstöhnte. Mein Herz wurde weit
bei diesem Laut höchster männlicher Erregung. Und der bloße Gedanke, daß
ich die erste Frau war, die ihn seit Jahren an dieser intimen Stelle
berührte, entflammte meine eigene Erregung wie ein wildes, stürmisches
Feuer, das drohte, mich zu verzehren ...
Ich strich noch einmal und dann ein drittes Mal über sein Glied,
bewegte meine Hand langsam über sein hartes, brennendes Fleisch, staunte
über seine Beschaffenheit, seine Größe und Stärke.
Es war wie Eisen unter einer samtenen Hülle.
Feuer und Seide.
Maximus öffnete schlagartig die Augen. Er schlug meine Hand weg und
bedeckte mich mit seinem kraftvollen Körper.
Wir schrieen beide auf, als sich unsere nackten Körper berührten.
Eine Berührung, die wir so sehr brauchten und die uns so lange vorenthalten
worden war. Seine Haut spannte sich wie fieberheiße Seide über die Härte
seines männlichen Körpers. Meine bedeckte nicht weniger heiß und seidig die
weichen Rundungen meines weiblichen Körpers. Er preßte sich gegen mich und
ich mich gegen ihn, bis wir einander so nahe waren, wie es ein Mann und eine
Frau ohne die vollständige Vereinigung nur sein können, und wir stöhnten und
keuchten, spürten, wie perfekt unsere Körper mit einander harmonierten...
Maximus schob einen seiner muskulösen, behaarten Schenkel zwischen
meine, und ich reagierte automatisch, bemühte mich, mein feuchtes
pulsierendes Zentrum ganz nah an sein brennend hartes Fleisch zu bringen. Er
ließ seine Hände unter meinen Po gleiten, preßte mich gegen sich und wies
mir den Weg, während ich ihm meinen Schoß instinktiv entgegenhob.
Von Leidenschaft verzehrt nahm ich stürmisch von seinem Mund
Besitz, meine Zunge begehrte Einlaß und eroberte ihn, sobald er mir Zugang
gewährte. Schnell wurde aus dem Kuß ein Taumel sich steigernder Begierde.
Und schon bald war Küssen nicht mehr genug ... Nicht im mindesten ...
Plötzlich schob Maximus auch seinen anderen Schenkel zwischen meine Beine,
spreizte sie auseinander, und bevor ich noch wußte, wie mir geschah, drang
er tief in mich ein.
Ich entriß ihm meinen Mund und schrie auf.
Er war groß, und für mich war es lange her ... Ich war eng wie ein
junges Mädchen, und nicht einmal Erregung und Erwartung hatten mich darauf
vorbereitet, so schnell, tief und vollständig genommen zu werden. Keuchend
schloß ich die Augen, bohrte meine Nägel in seine Schultern und zwang mich
dazu, ruhig zu bleiben, mich daran zu gewöhnen, von ihm bis zum Bersten
erfüllt zu sein ... Auf eine Weise erfüllt, die mich ruhelos machte. Auf
eine Weise erfüllt zu sein, die mich wild machte. Auf eine Weise erfüllt zu
sein, die nach mehr verlangte, als einfach nur von ihm erfüllt zu sein. Die
nach sehr viel mehr verlangte ...
Über mir verharrte Maximus ebenfalls unbeweglich, aber ich spürte,
wie er erschauerte - einmal, zweimal und dann noch ein drittes mal ...
heftiger.
Ich öffnete die Augen und ich fühlte, wie sich mir das Herz
zusammenkrampfte. Seine Augen waren fest geschlossen, sein so attraktives
Gesicht mühsam angespannt, auf seiner breiten Stirn glänzten Schweißperlen.
In jener ersten Nacht in der Villa hatte Maximus - obwohl er angekettet war
und man ihn endlose Stunden in dem Glauben allein gelassen hatte, er würde
vergewaltigt werden - versucht, mich in meiner Angst über sein Schicksal zu
trösten.
Trotz der brennenden Begierde, die ihn schmerzvoll in mir
erschauern ließ, wandte er jetzt jedes Bißchen seiner titanischen
Selbstkontrolle auf, um mich nicht hart zu nehmen ...
Ich streichelte sein Gesicht, und er erschauerte noch einmal. Ich
bewegte mich langsam, ganz langsam, hob die Hüften an und schlang meine
langen Beine um seine Taille, was uns beide aufstöhnen ließ, da die Bewegung
ihn nur noch tiefer in mich eindringen ließ. Dann nahm ich sein Gesicht
sanft in beide Hände und bewegte mich leicht hin und her.
Er öffnete schlagartig die Augen.
Ich umklammerte ihn fester und wiegte mich wieder - hin und her.
"Julia ..." keuchte er.
Ich griff in sein kurzgeschnittenes Haar, zog seinen Kopf zu mir
herab, küßte ihn, stieß meine Zunge tief in seinen Mund und bewegte meine
Hüften ein drittes Mal.
Jetzt war es vorbei mit seiner Selbstbeherrschung.
Das Knurren eines wilden Tieres ließ sich aus der Tiefe seines
Brustkorbes vernehmen und ich antwortete mit einem ebensolchen Laut, als er
die Kontrolle dieses Kusses übernahm, seine Zunge sich mit meiner in einem
heißen, wilden Tanz vereinte. Dann spannte er jeden Muskel seiner Lenden und
nahm mich hart. Nicht wie ein Soldat seine Hure nach einem blutigen Kampf
nimmt, sondern wie ein Mann seine Frau nimmt, der glaubte tot zu sein und
plötzlich feststellt, daß er noch am Leben ist - so irrsinnig voller Leben,
daß es schmerzt.
Es war stürmisch.
Es war wild.
Es war roh.
Es hätte weh getan haben können.
Aber statt dessen war es köstlich, so lustvoll, daß ich dachte, ich
müßte sterben.
Und auch ich nahm ihn hart, wie eine Frau ihren Mann nimmt, wenn
nicht nur die Leere in ihrem Körper ausgefüllt werden muß, sondern auch die
Leere in ihrem Herzen und ihrer Seele.
Schon bald verschlang er meine schluchzenden Seufzer.
Schon bald krallte ich mich an ihn, suchte vergeblich nach einem
Anker in dem Sturm, der mich fortriß.
Suchte vergeblich nach einer Zufluchtsstätte in dem Feuer, das mich
zu Asche zu verbrennen drohte.
Schon bald rang ich vergeblich nach Atem. Ich wußte, daß die Luft
der ganzen Welt nicht ausreichte, meine Lungen zu füllen, denn ich ertrank
in den schäumenden Wassern der Leidenschaft und in diesen Wassern zu
ertrinken war alles, was ich wollte.
Ich wand und wiegte mich unter ihm, während sein Stoßen fester und
tiefer und schneller wurde. Mein Schoß spannte sich an, meine Schenkel
zuckten von der Anstrengung, Maximus zu halten, ein dumpfer Schmerz begann,
sich unten in meinem Becken auszubreiten. Und er drang immer weiter und
tiefer in mich ein, sich verlierend in seiner ungebändigten Leidenschaft.
Ich konnte spüren, wie es in mir brodelte.
Es war mit nichts zu vergleichen, was ich je erlebt hatte.
Eine Macht, die, einmal losgelassen, mich umzubringen drohte.
Mich zu verwandeln und zwar für immer zu verwandeln drohte.
Es war qualvoll und gleichzeitig belebend.
Es war köstlich und gleichzeitig beängstigend.
Und es trieb mich dem Unbekannten entgegen mit einer vernichtenden,
unaufhaltsamen Macht.
Plötzlich kämpfte ich instinktiv gegen diese Macht an. Ich kämpfte
gegen Maximus an, aber ich hatte keine Chance gegen seine Kraft und wilde
Entschlossenheit, und jeder Stoß brachte mich näher und näher an den
Abgrund, von dem ich vor sechs Jahren nur eine vage Ahnung erhascht hatte.
Und dann wußte ich es.
Unzählige Male hatte man mich unzähligen Männern gegeben, und jeder
hatte sich von mir genommen, was er wollte, sei es Lust, Schmerz und einfach
nur Unterwerfung. Und ein Mann hatte nicht nur Anspruch auf meinen
Körper erhoben sondern auch auf mein Leben und mein Schicksal, und ich hatte
dem vor sechs Jahren ein Ende bereitet - mit einem gestohlenen Dolch und der
Kraft, die aus einem ganzen Leben voller Hass erwachsen war.
Ich hatte ihnen gehört, um ihnen zu Willen zu sein.
Ich war ihre Sklavin gewesen.
Ich war ihre Hure gewesen.
Ich war ihr Spielzeug gewesen.
Aber keiner von ihnen hatte mich je besessen.
Keiner von ihnen hatte auf mehr als meinen sorgfältig dressierten
Körper Anspruch erheben können.
Keiner von ihnen war fähig gewesen zu entdecken, was in meinem
Herzen vor sich ging, und mich zu zwingen, ihm dies auszuliefern, so wie sie
mich gezwungen hatten, ihre selbstsüchtige Brunst über mich ergehen zu
lassen.
Aber all mein Training und meine Erfahrung hatten mich nicht auf
DAS vorbereitet.
Das war Besessenheit. Totale, absolute und vollständige
Besessenheit. Es ging um viel mehr als die heiße Vereinigung von Fleisch
mit Fleisch. Es erhob nicht nur Anspruch auf meinen Körper, sondern auch auf
mein Herz und griff sogar nach meiner Seele ...
Ich geriet in Panik.
"Nein ... Nein ..."
Ich konnte nicht ... Es gab keine Möglichkeit ...
Keine Möglichkeit, daß ich dies tun konnte und überleben würde.
Keine Möglichkeit, daß ich die Schwelle überschreiten und
weiterleben konnte.
"Nein ..."
Maximus' Hände zwangen mich, meine Hüften nur noch höher zu heben,
während er weiter schonungslos in mich eindrang.
Schonungslos nahm - und soviel gab wie er nahm. Schonungslos nahm
und gab er, und lehrte mich, daß auch ich endlos geben und nehmen konnte.
Schonungslos forderte er, was sein war. Was sein gewesen war vom ersten
Augenblick an, als sich unsere Wege während eines wilden Gelages in Moesia
gekreuzt hatten ... oder vielleicht vom Anbeginn der Zeit. Schonungslos
forderte er, was sein war - und unterwarf sich gleichzeitig meinem Fordern,
lehrte mich, daß auch er, so wie ich, endlos geben und nehmen konnte ... Und
er genoß beides.
Mit einem lauten, gequälten Stöhnen ließ ich mich fallen.
Mein Körper umklammerte den seinen so fest, daß wir beide abermals
gemeinsam aufschrieen. Die Welt um mich herum zerbarst, während mein Körper
krampfhaft zuckte - wieder und wieder und wieder - und Maximus weiter in
mich stieß. Er gab und nahm, und ich zitterte und schluchzte und stöhnte und
schrie.
Nein, nichts hatte mich DARAUF vorbereitet. Nicht mal jenes kurze
Aufflackern von Leidenschaft, das ich hinter dem Vorhang eines Alkovens in
Moesia erlebt hatte.
Das hier war nicht nur, was Stuten und Löwinnen antreibt, endlose
Meilen zu laufen, blindlings nach dem Gefährten zu suchen und nach der
Erfüllung, die nur dieser Gefährte geben kann.
Nein, es war vielmehr das, was Männer und Frauen treibt, sich jeder
Gefahr auszusetzen, Verdammnis und sogar das Leben zu riskieren - ohne daß
sie auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwenden.
Das war es, wonach jeder Mann und jede Frau sich sehnen, selbst
wenn sie leben und sterben, ohne es je kennengelernt zu haben.
Nicht das, wofür Männer eine Hure bezahlen. Oder eine Sklavin
mißbrauchen. Nicht das, was siegreiche Krieger bekommen, wenn sie die Frauen
ihrer besiegten Feinde neben deren blutenden Körpern nehmen.
Nicht das, wofür reiche Matronen einen Gladiator mieten.
Oder wozu sie ihre Sklaven zwingen.
Es war nicht nur Lust.
Es war Erfüllung.
Es war Leidenschaft.
Es war Liebe.
Und ich, Julia, die Sklavin und Hure, hatte es kennenlernen dürfen.
Es war wild. Es war unheimlich. Es war so schmerzlich schöner als
jeder schmerzlich schöne Traum. Und nichts, absolut nichts, hatte mich auf
diese wilde Schönheit und diesen süßen Schmerz vorbereitet.
Ich starb.
Und ich wurde wieder geboren.
Erschöpft aber immer noch bebend, in Schweiß gebadet und immer noch
zitternd, immer noch schluchzend, flatterte mein Körper noch immer unter den
langsam abebbenden Zuckungen eines heftigen Orgasmus. Und da hörte ich
Maximus' heiseren Schrei, als er endlich seinen eigenen Höhepunkt erreichte
und seinen Samen glühend heiß in mich ergoß; der anscheinend nicht enden
wollende Strom entlockte meiner bereits rauhen Kehle ein weiteres peinvolles
Stöhnen.
Maximus ließ sich auf mich fallen, meinen eigenen Körper unter
seinem großen, schweißbedeckten Körper begrabend.
Es fühlte sich so gut an, so köstlich, von seinem Gewicht erdrückt
zu werden, daß ich bereit war, ihn zurückzuhalten, falls er versuchen
sollte, mich freizugeben.
Ich brauchte mir darum keine Gedanken zu machen. Einfach auf mir zu
liegen schien ihm so angenehm zu sein, daß er sich nicht rührte.
Oder vielleicht war er auch nur zu erschöpft.
Es war mir gleich.
Das einzige, was zählte, war, daß wir zusammen waren, noch immer
vereint in einer intimen Umarmung, die Nachwehen unserer Leidenschaft
teilend, meine Brüste unter seinem breiten Brustkorb, und daß unsere Herzen
in wildem Gleichklang schlugen. Er hatte sein bärtiges Gesicht in meiner
schweißnassen Halsbeuge vergraben, sein Bart kratzte angenehm auf meiner
Haut, und ich spürte seinen heißen Atem an meinem Ohr, während mein eigener
sanft das seine streichelte. Und langsam beruhigten sich unsere Atemzüge.
Und wir schwiegen einfach nur.
Süßes, zufriedenes, vertrautes Schweigen.
"Maximus?" flüsterte ich, und meine Lippen berührten zart sein Ohr.
"Hmmm?" brummte er, und dieser Laut war so ein Ausdruck purer
männlicher Zufriedenheit, daß ich lächeln mußte.
"Ich liebe Dich ..."
Er sagte nichts.
Ich hatte es nicht anders erwartet.
Aber er schlang seine Arme fester um mich.
Er brauchte nichts zu sagen.
Diese Geste sagte mehr als tausend Worte.
Ich hob meinen Kopf ein wenig und küßte ihn zärtlich hinter dem Ohr
- dort, wo man seinen Puls durch die zarte, weiche Haut spüren konnte - dann
liebkoste ich die Stelle mit meiner Zunge.
Er schmeckte köstlich. Er schmeckte nach Sonne und Mann und Salz -
und einfach nach sich selbst.
Maximus seufzte tief und zufrieden und entspannte sich dann so
plötzlich, so vollständig, daß ich wieder lächeln mußte.
Immer noch auf mir liegend war er eingeschlafen.
Ich leckte noch einmal an seiner Haut, genoß den Geschmack, der so
einzigartig war wie er selbst.
Ich wollte an seinem ganzen Körper lecken. Wollte an jedem
Quadratzentimeter seiner Haut lecken und das Salz, die Sonne und sein
männliches Aroma in mich aufnehmen ... Ich wollte jeden einzelnen
Quadratzentimeter seiner gebräunten, warmen Haut küssen ... aber ich mußte
warten.
Ich war zu müde. Zu schläfrig.
Mit einem Seufzer folgte ich Maximus ins Reich der Träume.
Ich weiß nicht, wie lange ich schlief.
Es könnten Minuten oder Stunden oder Tage gewesen sein, so fest
hatte ich geschlafen.
Ich konnte mich nicht erinnern, jemals so tief geschlafen zu haben.
Ich wachte von einem seltsam kribbelnden Gefühl und einem
entfernten rhythmischen Geräusch auf.
Ganz langsam erreichte ich wieder die Oberfläche meines Bewußtseins.
Ein Teil von mir wollte sich weigern, in der weichen Dunkelheit
bleiben, die mich einhüllte ... Aber der andere Teil war begierig, wieder
aufzutauchen und zog den widerstrebenden mit sich, als würde etwas ihn
unnachgiebig locken, wieder ins Bewußtsein zurückzukehren.
Das kribbelnde Gefühl und das rhythmische Geräusch wurden stärker
...
Ich öffnete zögerlich die Augen, und einen Moment lang wußte ich
nicht, wo ich war.
Nicht in meinem Schlafzimmer ... In meinem Schlafzimmer gab es kein
Holz, nur Marmor und Samt und Seide ...
Die durch das Bullauge schräg einfallenden Sonnenstrahlen sagten
mir, daß es später Nachmittag war ... Das Bullauge ... Ich war auf einem
Schiff ... Ich schlafe nicht auf Schiffen ...
Plötzlich war ich hellwach, und die Wirklichkeit holte mich mit
einem Schlag ein.
Und ausnahmsweise schmerzte die Wirklichkeit einmal nicht.
Plötzlich machte alles Sinn.
Das Schiff, das kribbelnde Gefühl und die Geräusche.
Ich lag auf dem Bett in der Kabine der nachgebauten Poseidon. Ich
sah sein dunkles Haar, sein Kopf war über meinen nackten Körper gebeugt und
er knabberte, schnupperte, leckte und küßte zärtlich meine schmerzhaft
pochenden Brustwarzen, die bereits hart wie Kiesel waren. Es war der
Rhythmus meiner seligen Seufzer gewesen, den ich im halbwachen Zustand
wahrgenommen hatte.
Sorgsam darauf bedacht, ihn nicht abzulenken, legte ich langsam
meine Hand auf seinen Hinterkopf, mein Daumen streichelte die weiche Stelle
unter seinem Ohr.
Maximus hob den Kopf und schenkte mir sein reizendes jungenhaftes
Lächeln - und ich fühlte, wie sich mir das Herz in der Brust
zusammenkrampfte beim Anblick der unverfälschten Schönheit seines
jugendlichen verletzlichen Lächelns.
"Ich will Dich noch einmal ..." flüsterte er, und es klang
irgendwie, als sei es ihm peinlich, als sei es ihm - trotz der Intimität,
die wir miteinander geteilt hatten - unangenehm zuzugeben, daß er nicht
fähig war, sein Verlangen zu kontrollieren ...
Oder war es gerade wegen dieser Intimität, die wir noch vor wenigen
Augenblickem geteilt hatten?
Was auch immer die Antwort sein mochte, ich umfaßte seinen Nacken
fester und hob ihm in einer Geste schweigender Einladung meine Brüste
entgegen. Er bedurfte keiner weiteren Ermutigung. Er beugte sich wieder
herab und leckte eifrig an meiner Brustwarze, dann schlossen sich seine
hungrigen Lippen um dieselbe und er saugte gierig. Er saugte und saugte. Und
in der Verzückung, die folgte, glaubte ich, Milch würde in einem nicht enden
wollenden heißen Strom aus meinen schweren geschwollenen Brüsten quellen.
Mit einem schmatzenden Laut gab Maximus' Mund die eine Brustwarze
frei und wandte sich der anderen zu, welche augenblicklich in der feuchten
Hitze eben dieses Mundes verschwunden war, während sein Bart die
empfindliche Haut kitzelte, die sie umgab. Ich schrie auf, als die süße
Folter von Neuem begann und es in meinen erregten Brüsten so heftig pochte,
daß ich das Echo jedes Pochens schmerzlich zwischen meinen Beinen spüren
konnte.
Ein kräftiger Arm schlang sich um meine Taille und hielt mich fest,
während Maximus länger und länger an meinen Brüsten sog.
Ich wandte und krümmte mich unter ihm und preßte meinen Schoß gegen
seinen harten Schenkel, den ich mit meinen eigenen fest umschlossen hielt,
suchte vergeblich nach der ersehnten Erfüllung und vermehrte statt dessen
nur meinen Hunger.
"Maximus ... " Stöhnte ich. "Maximus ... "
Er saugte noch immer an meiner Brust, seine ruhelose, heiße Zunge
tanzte wie wild um die harten Spitzen, seine großen warmen Hände glitten an
meinen Flanken hinab und streichelten meine Hüften. Dann wechselte er seine
Position ein wenig und streichelte zärtlich die Innenseiten meiner Schenkel.
Und als er die intimste Stelle meines Körpers mit seinen Fingern
berührte, öffnete ich mich ihnen wie eine Blume, hieß sie willkommen, sehnte
mich jedoch nach einer tieferen, innigeren Vereinigung. Unter seinem Körper
gefangen wölbte ich meine Brust seinem Mund und meine Hüften der Berührung
seiner Hände entgegen. Ich bewegte mich in perfektem Einklang mit ihrem
ebenfalls perfekten Rhythmus, der mich wahnsinnig zu machen drohte, während
er mich erbarmungslos meinem Höhepunkt entgegentrieb.
Ich stöhnte. Ich keuchte. Ich schrie. Ich bettelte.
Doch niemals bat ich ihn aufzuhören.
Maximus' Zunge umkreiste noch einmal meine Brustwarze, dann senkte
er seine Zähne in das empfindliche Fleisch, und dieser süße Schmerz -
zusammen mit der erbarmungslosen Bewegung seiner großen, schwieligen,
fordernden Finger - ließ mich in den Abgrund meiner Lust taumeln.
Geschüttelt von der Heftigkeit der Erfüllung, die ich endlich genoß,
sank ich zurück auf die Matratze. Meine Lippen öffneten sich zu einem Schrei
seliger Lust, aber er erstarb in meiner Kehle, als Maximus mit jener
katzengleichen Schnelligkeit, die mir immer den Atem nahm, auf dem Höhepunkt
meiner Erregung in mich eindrang.
Mir stockte der Atem von der Heftigkeit dieses machtvollen
Eindringens.
Mein Fleisch war noch empfindlich von unserer letzten wilden
Vereinigung, das leichte Gefühl von Wundsein war nicht unangenehm, im
Gegenteil - es machte mich so empfindsam, daß mir die Sinne zu schwinden
drohten ...
"Maximus ... "
Er drang tiefer in mich ein.
Unvorstellbar tief . Unvorstellbar hart.
"Maximus ... "
Weiter.
Und weiter.
Härter. Tiefer.
"Maximus ... "
Härter. Tiefer. Schneller.
"Maximus ... "
Wieder und wieder und wieder.
"Maximus ... "
Jeder Stoß in perfektem Einklang mit dem Spiel meiner Muskeln.
Jeder Stoß hielt mich fest auf dem Gipfel meiner Erfüllung, machte
den Abstieg unmöglich.
Jeder Stoß entfachte aus den glühenden Kohlen lodernde Flammen.
Jeder Stoß trieb mich tiefer und tiefer in das Feuer.
Härter. Tiefer. Schneller.
Ich kam.
Und kam.
Und kam.
Und er ließ mich weiter kommen.
Und kommen.
Und kommen.
Bis mein Stöhnen zu heiserem Schreien wurde.
Und das Schreien lauter wurde.
Bis in meinen Lungen keine Luft mehr war zum Stöhnen und Schreien.
Bis meine Kehle brannte, sich verkrampfte und trocken wurde.
Bis mein Körper erschlaffte - und dennoch weiter zitterte und
zuckte in den Wehen einer anscheinend nie enden wollenden Erfüllung.
Bis mir alles weh tat - und der Schmerz war so gut, so richtig, so
unvorstellbar köstlich, daß ich in Tränen ausbrach, und zum erstenmal waren
meine Tränen keine Tränen des Schmerzes, des Kummers oder der Einsamkeit
sondern Tränen reiner Freude.
Erfüllung.
Sättigung.
Tränen der Leidenschaft.
Tränen der Liebe. |