25./26./27. August 2000
in Wittenberg (Elbwiesen)
Das Drachenfest ist nun inzwischen vorüber und ich kann mit Stolz sagen:
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Die Bilder vom Fest gibt´s hier
...noch
mehr Bilder vom Fest gibt´s hier
Die Zeitungsberichte vom Fest sind hier abgelegt
Wer Lust hat, zu erfahren, wie ich das Fest gesehen habe, der liest den (ziemlich langen) Bericht hier weiter.
Nachdem ich bereits am Montag vor dem Fest
Urlaub hatte und mit den direkten Vorbereitungen beginnen konnte, waren
zum Fest selbst sämtliche Wegweiser an ihrem Platz, das Material für
den Eddybau der Kinder war besorgt, die Absperrungen hatte ich mit meinem
Schwiegervater und meiner Mutter abgesteckt und alles Nötige besorgt.
Als wir am Donnerstag abend auf der Elbwiese
bereits den ersten Teilnehmer begrüßen konnten, war alle Vorarbeit
schon so gut wie fertig. Das Stromaggregat war vor Ort, die entsprechenden
Kabel und Verteiler waren ausgelegt, das Festzelt von 30m x 8m stand fertig
da, 3 Bierstände und ein großer Imbißstand hatten sich
aufgebaut und der Parkplatz innerhalb der Brückenkopfkaserne war sauber
gefegt und beschildert. Großer Dank gebührt außerdem der
Agrargenossenschaft Eutzsch, die am Montag vor dem Drachenfest die Wiese
komplett neu gemäht haben und am Donnerstag die letzten Fuhren Heu
abtransportierten, so daß die Wiese in unglaublich guter Qualität
zur Verfügung stand.
Vor allem Klaus Schübel vom MTV Wittenberg
hatte in den letzten Wochen vor dem Fest ein bemerkenswertes Engangement
an den Tag gelegt, um dem Fest einen gebührenden Rahmen zu liefern.
Am Donnerstag abend gegen 23:00 trafen dann
Ulli und Bärbel Schulze mitsamt Willi und Erika Koch bei mir zu Hause
ein. Nach ein paar Zigaretten ging´s ins Bett, denn es sollte ja
am nächsten Morgen richtig was los gehen.
Der Freitag begann schon ziemlich früh,
da ich vor dem Ortstermin der Behörden noch eine Stadtflagge holen
wollte (die ich vorher bestellt hatte). Um 8:00 war der Ortstermin angesagt,
der ohne Probleme vonstatten ging.
Inzwischen hatten die Sparkasse und die Kreativ-Bude
jeweils ihren Stand aufgebaut. Wir waren alle gespannt, was uns erwarten
würde an diesem Wochenende. Klaus Becker von der Kreativ-Bude hatte
noch einige Sachen zu besorgen und fuhr wieder los, um sie zu holen. Thomas
Willgeroth, der in der Nacht angereist war, kam aus seinem Bus gekrochen
und sah seinen Eddy im besten Wind fliegen (so wie er die ganze Nacht auch
schon geflogen war).
Die Hopsematte war aufgepumpt, der Strom angestellt
und 30 Minuten vor der Zeit erschienen die ersten Kinder. Klaus Becker
hatte aber immernoch nicht das gesamte Material da!
Also packte ich meine Fledermaus aus und bot
sie den Kindern an, dazu noch den Aldi-Flieger. Das wurde natürlich
gern genutzt, neben der Hopseburg. Da der Wind doch sehr stark blies, war
nach etwa 20 min meine Fledermaus total hinüber, nur der Aldi Drachen
flog eher schlecht als recht.
Inzwischen hatte ich den 7m Delta aufgebaut
und erhob ihn in die Luft. Auch er hielt dem Wind nicht stand! Nach einer
Weile kam Thomas zu mir und
teilte mir mit, daß nicht nur das Seil angerissen wäre, sondern
daß der komplette Kiel abgerissen sei! Naja, sei´s drum, jetzt
warteten erst mal jede Menge Kinder (so um die 200) auf den Bau der Drachen.
Mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Verwandten schafften wir schonmal
die Bemal-Aktion ohne größere Probleme. Während dessen
hatten die Schulzes ihre Fledermäuse aufgebaut und bescherten mir
eun wenig Hilfe vor allzu vielen Kids. Nach etwa 2 Stunden wurden die Drachen
schneller als am Fließband zusammengebaut und jedes Kind erhielt
eine Medaille für das gute Stück. Die meisten Erzieherinnen waren
uns auch beim Bau behilflich und erkannten die Lage. Sie waren, genau wie
die Kinder von der Aktion begeistert. Gegen 13:00 hatten wir alle Drachen
fertig gebaut im Zelt liegen und konnten erst mal Luft holen. So nach und
nach trafen auch die Drachenfliegr ein. Für jeden gab es ein großes
Hallo und meine Freude stieg mit jedem Auto, das Drachen im Gepäck
hatte. Es sollte also doch etwas werden! Alle Teilnehmer suchten sich einen
Platz für Zelte bzw. WoMo´s innerhalb der Absperrungen und bauten
erst mal auf. Die Drachen wurden immer mehr am Himmel, wobei der Wind nicht
normal für´s Binnenland blies.
Der Freitag blieb im Großen und Ganzen
für´s Klönen und Aufbauen. Bis auf den Abend! Da hatte
ich noch einen "Anschlag" auf die Teilnehmer vor. Die Eddykette sollte
ja am Samstag nachmittag fliegen, also mußten die einzelnen Drachen
noch aufgefädelt werden. Die Solidarität war einfach überwältigend!
Beinahe alle Teilnehmer waren vertreten und halfen mit beim Fädeln,
verknoten und spleißen! Innerhalb 90 Minuten war die Kette komplett
fertig und jeder war stolz auf das Gebilde!!!
Dabei ging wirklich alles Hand in Hand, als
wenn alle schon 100mal miteinander sowas gemacht hätten! Für
diese Aktion gebührt allen Beteiligten großer Dank!
Nach dem Bier zum Abschluß gingen wir
schlafen, wir waren auch alle hundemüde.
Der Samstag war für mich schon gegen
6:00 zu Ende. Da ich mit Michael
Stegherr gewettet hatte, wessen Drachen wohl am Morgen als erster im
Himmel wäre, wollte ich mir diese Schmach nicht entgehen lassen ;-)...
Als ich meinen Wittenberger Rokkaku in der
Luft hatte, kam auch Michael
aus seinem Wohnmobil. Nach einer kurzen und fröhlichen Unterhaltung
(daß ich das Bier gewonnen habe), machte ich mich auf den Weg zum
Bäcker, um die Brötchen abzuholen, die ich bestellt hatte. Um
8:00 war für alle Drachenflieger wecken angesagt, denn ich fuhr mit
lautem Hupen über den Platz, um meine Brötchen auch unter die
Leute zu kriegen. Mit dem Wecken gingen auch schon die ersten Drachen in
den Himmel. Alle hatten eine tolle Stimmung und der Wind hatte tatsächlich
nach Ost gedreht, so daß die Einleinerdrachen wirklich im Einleinerfeld
flogen. Dabei hatten wir etwa 4bft, was eigentlich ziemlich viel hier ist,
aber mir war´s recht.
So nach und nach kamen immer mehr Teilnehmer
auf die Wiese und luden ihre Sachen aus. Es wurde richtig bunt am Himmel,
genau so hatte ich es mir vorgestellt.
Da ich ja keine Moderation hatte, wurde ein
Briefing veranstaltet, wo jeder seine Zeit bekam, um sich mal der Moderation
zu widmen. Das klappte zwar nachher nicht so ganz, aber es war überhaupt
nicht anzumerken, daß es improvisiert war. Den einzelnen Moderatoren
möchte ich hiermit nochmals danken, das habt ihr toll gemacht!
Mittlerweile war schon jede Menge los rings
um die Drachenfelder. Allerhand Besucher bestaunten die verschiedenen Drachen
und es gab auch wirklich jede Menge zu sehen.
Den Buggyfahrern machte die Wiese im Hintergrund
unheimlichen Spaß und einmal kam auch Werner Mayer mal vorgefahren,
um den staunenden Zuschauern zu zeigen, wie Buggy gefahren wird.
Immer wieder mal kam Thomas
"Anatol" Willgeroth mit seinem Spielsegel auf das Aktionsfeld und zeigte
eindrucksvoll die Kraft des Windes damit.
Beim Rokkakukampf konnte ich sowieso nicht
mitmachen, also übergab ich meine frisch gebauten Teile 2 Kollegen,
die mit angereist waren, einer sogar aus dem Schwarzwald. Nach einigem
Hin und her begann der Kampf, den ich zu kommentieren hatte. So schlecht
meine Moderation war, so gut kämpften alle während der 3 Wettkämpfe.
Dabei zeigte sich, daß es wohl besser gewesen wäre, wenn ich
statt eines extra Damen-Rokkaku einen Männer-Rokkaku ausgerufen hätte.
Die Damen waren eindeutig besser als die Herren der Schöpfung! ;-)
Nach dem Programm sollten eigentlich gleich
danach die Kinder kämpfen dürfen, aber das war bei dem starken
Wind nicht möglich. So hatten auch mal Schlotty und Norbert Klier
etc. Platz und Zeit, ihre Kunst im Vierleinerflug zu zeigen.
Ein toller Vierleinerpilot war auch der kleine
Matti Hippauf, der mit
seiner Mami und dem Rest der Familie aus Zingst angereist war. Der Knirps
von 7 Jahren flog den Revolution wie ein Alter. Und das auch noch im Team
mit Norbert.
Da wir gegen 14:30 den Start der Eddykette
angekündigt hatten, machten wir uns 20min vorher auf den Weg ins Festzelt,
wo wir die Drachen gelagert hatten. Als Leitdrachen hatte Thomas
Willgeroth seinen Eddy zur Verfügung gestellt, der Flug konnte
beginnen. Nachdem wir etwa 60 Drachen in der Luft hatten, war abzusehen,
daß der Eddy die Kette nicht nach oben tragen würde. Also alles
erstmal wieder runter und den Roloplan von Jürgen aus Augsburg drangemacht.
Dann erneuter Start und es ging so gut es eben ging. Als wir fast alle
Drachen der ersten Schnur draußen hatten, war nicht mehr ganz klar,
ob das Seil halten würde. Wir machten trotzdem weiter. Die zweite
Schnur wurde angemacht und weiter ausgelassen. Die Eddykette flog!!! Alle
waren happy, auch wenn die Kette nicht allzu hoch ging. Der erfolg dauerte
allerdings nur etwa 20min, dann riss die Schnur in einer Böe. Wir
machten die Drachen am Aktionsfeld quer an, so konnte sie dann noch jeder
sehen.
Der DCB hatte seine Teddyfähraktion aufgebaut
und ließ große Stofftiere am Fallschirm abspringen. Am Nachmittag
war schier die Hölle los, jeder wollte etwas veranstalten und zum
Glück war genügend Platz vorhanden, um es auch niemandem verbieten
zu müssen.
Am späten Nachmittag waren alle schon
ziemlich fertig, als Bärbel Schulze (die eigentlich das meiste
in Sachen Organisation managte) zum Briefing für´s Nachtdrachenfliegen
rief. Dafür hatte ich 100 Knicklichter besorgt, um allen Eventualitäten
vorzusorgen. Bei Einbruch der Dunkelheit, es war nur noch etwas Abendrot
zu sehen, begann das Nachtdrachenfliegen. Die Fledermäuse und Eulen
kamen bei dem Ostwind erstmal richtig zur Geltung, da sie sich im letzten
Abendrot abzeichneten. Thomas Roth brachte seinen weißen Drachen
in den Himmel und Willi Koch seinen 6m Stern. Zu meiner großen Überraschung
hatten mir die Drachenflieger ein besonderes Geschenk gemacht: Ein Feuerwerk!
Sicher gibt es große und pompöse Feuerwerke, aber hier war es
der Effekt, der damit verbunden war. Es war für meine Begriffe gigantisch
schön! Bärbel und die beteiligten Drachenflieger hatten mir damit
wirklich einen Wunsch erfüllen können, den ich nicht finanzieren
konnte.
Mit dem Ende der Nachtflugshow, bei der an
viele Besucher noch Wunderkerzen verteilt wurden, hatte ich mal etwas Zeit,
mich dem Drachenfliegen hinzugeben. Mein Tricktail war mit langen Knicklichtern
ausgestattet und ich flog eine ganze Weile in der Nacht.
Im Festzelt waren schon einige Kiter versammelt
und das Freibier stand an sich für alle bereit. Aber es wurde nur
zu einem geringen Teil getrunken, so fertig waren alle. Außerdem
hatte Dannie "Lowind"Kaufmann
ja auch noch 14 Flaschen Sekt dabei, die sie spendierte! Die
Engel aus Roth hatten aber selbst auch kaum noch das Stehvermögen,
um bis in die tiefe Nacht zu feiern, wie eigentlich fast alle. Lediglich
die Buggyfahrer sind wohl ganz spät in der Nacht nochmals ins Zelt
gekommen, um ein paar Bier zu nehmen. Das Gros´ der Drachenflieger
hatte sich schon in die WoMos und Zelte oder Pensionen verzogen, als ich
auch Richtung Bett marschierte.
Der Sonntag begann mit dem gleichen Wind und
sonnigen Himmel wie der Tag zuvor endete. Wieder war mein Drachen der erste,
nur war der Wind stärker. Mein großer Rokkaku war auch zu steil
eingestellt, so hatte ich Mühe, ihn allein hochzulassen. Als ich vom
Brötchen holen kam, war für den Rest der Teilnehmer auch die
Nacht vorbei, denn mit meiner Hupe machte ich alle wieder auf die frischen
Brötchen aufmerksam. Das Feld füllte sich schnell wieder mit
Drachen und die Wiese mit Besuchern. So wurde der Damen-Rokkaku am Vormittag
ausgetragen, bei dem meine Katrin sogar den
Pokal nach Wittenberg holte! Wieder war die Hölle los auf dem Aktionsfeld.
Die Pokale der am Abend schon im Bett befindlichen Sieger wurden überreicht
und der kleine Matti flog nochmal auf dem Aktionsfeld vor den Zuschauern.
Endlich hatte ich mal Zeit, mit Michael
"revmaster"Hildebrandt über den Revolution zu sprechen, den er
mir genaut hatte. Der Drachen ist ein wahres Meisterstück! Überwiegend
in Mylar gehalten und ganz super zu fliegen! Er hatte ihn mir auch noch
signiert und wünschte mir viel Spaß damit. Gleich daneben bekam
ich dann auch noch von Wolfgang "cits"
Werner den Radian geschenkt, da ich den Bauplan auf meiner Download-Seite
stehen habe. Danke auch an ihn!!!
So nach und nach mußten leider alle
den Heimweg antreten, viele hatten ja einen weiten Weg vor sich. Es gab
trotzdem noch viel zu sehen. So zeigte das Team
"Cloud Nine" eine Demo im Teamflug, was viele begeisterte. Vielen Dank
an das ganze Team! Ihr habt mächtig Eindruck gemacht!
Leider wurde die Wiese immer leerer und gegen
18:00 waren nur noch wenige Teilnehmer da. Das Festzelt wurde schon wieder
abgebaut, so daß ich das ganze Material erstmal verstauen mußte,
der Lkw, der als Bühne fungierte wurde abgeholt und die Augsburger
waren mit dabei, als die Absperrungen alle abgebaut wurden. Gegen 20:00
erinnerten nur noch die Mülltonnen und Toiletten daran, daß
eben erst ein Drachenfest hier stattgefunden hatte. Schon ein wenig wehmütig,
aber glücklich über das gelungene Fest verabschiedete ich mich
von den 4 Augsburgern, die die Nacht noch auf der Wiese verbrachten.
Am Montag morgen regnete es aus allen Wolken.
Die Wiese mußte fast gar nicht aufgeräumt werden, da alles sehr
sauber hinterlassen wurde. So fuhr ich erstmal los, um alle geborgten Sachen
wieder zurück zu geben und mich überall zu bedanken. So ist an
sich schon klar, daß dieses Fest eine Wiederauflage im nächsten
Jahr bekommt und niemand etwas dagegen hat, wenn zum 2.
Großen Wittenberger Drachenfest aufgerufen
wird. Ich hoffe nur, daß ich dann wieder so viele Drachenflieger
auf der Elbwiese begrüßen kann wie zum 1. Fest. Und daß
alle Beteiligten wieder solch einen Enthusiasmus an den Tag legen und Freude
am Drachenfliegen haben denn dann macht so ein Fest aus jeder Sicht ungemeinen
Spaß! Die Stimmen, die ich jedenfalls gehört habe, hatte alle
ihre Freude daran, beim 1. Großen Wittenberger Drachenfest dabei
gewesen zu sein.
In diesem Sinne
*Drachen
verbinden* (geklaut von "cits")
An dieser Stelle möchte ich mich bei all denen bedanken, die mir ihre Bilder für die Seite zur Verfügung gestellt haben, da ich leider keine Bilder gemacht habe (warum eigentlich nicht? ;-) )
Die folgenden Bilder wurden mir von Andreas
Napravnik zur Verfügung gestellt und sind auch auf seiner Homepage
zu finden. Er hat sie mir kurz nach dem Fest per Mail zugesandt. Danke
an Andreas! Ich habe absichtlich keine Kommentare dazu geschrieben denn
die Bilder sprechen für sich.
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Die nächsten Bilder sind von Michael Stegherr gemacht worden und auch auf seiner Homepage zu finden. Er gab mir die Erlaubnis, die Bilder auch hier unterzubringen. Vielen Dank an Michael Stegherr!



































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