Jungwaldpflege zum Anfassen

Bei herrlichem Wetter trafen sich am Samstag den 12. Juli 2003 zahlreiche Interessierte im Heuberggebiet, um Wissenswertes zum Thema Jungwaldpflege in der Bergwaldregion zu erfahren. Geladen hatte die Waldbesitzervereinigung Klein­walser­tal, deren Obmann Stefan Fritz die Möglichkeiten der Jungwaldpflege vorstellte. Es wurden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Durchforstungsmethoden ausführlich erläutert und diskutiert.

Nach dieser Theorie ging es dann zur Praxis. In der nahegelegenen Dickung wurde eine Rottenausformung ausgezeigt und freigeschnitten. Dabei konnte sich jeder selber Gedanken über die Auswahl der Rotte selbst und der zu entfernenden Bäume machen, um dem Bergwald eine überlebensfähige Struktur zu geben.

Mit der Waldpflege sollen stabile Bestandesaufbauten mit einer Förderung der Mischbaumarten erreicht werden. Ein frühzeitiger Pflegeeingriff kann naturbedingte kleinflächige Bestandeszusammenbrüche durch die Schneeauflast im geschlossenem Kronendach vermeiden. Bei allen Durchforstungsarbeiten ist auf die Vitalität der Bäume zu achten die sich großteils in der Grünastzone wiederspiegelt.

Versäumte Eingriffe in der Sturm- und Drangphase der Waldentwicklung können im ganzen Baumleben nicht mehr aufgeholt werden. Nur von einem stabilem Wald können wir die von ihm erwarteten Leistungen zuverlässig und dauerhaft entgegen nehmen.

Nach einer kleinen Brotzeit ging wieder eine sehr erfolgreiche Veranstaltung der WBVK zu Ende.

 

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