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Die Ursprünge unserer Feldbahn reichen bis in die 50er Jahre zurück. Schon damals war Großvater Ferdinand im Besitz von Feldbahnmaterial - ein paar Loren und ein paar hundert Meter Schienen. Das
Material wurde direkt vor unserem Grundstück am Bach benutzt um den dort vorhandenen Mergel abzugraben, den man dann zum Düngen im Garten und auf dem Feld verwendete. Im Wedeler Moor besaß er eine weitere
Lorenbahn, die für die Abfuhr von dem dort gestochenem Brenntorf genutzt wurde, da ein direkter Abtransport per Ackerwagen aufgrund des wenig tragfähigen Untergrundes nicht möglich war.
Eine Lore hat von damals überlebt und die wurde liebevoll restauriert. Auch ein paar Schienen von damals sind erhalten geblieben.
Als 1974 im Garten des großen Grundstückes neu gebaut wurde, wurden Schienen und Lore für Erd- und
Steintransporte benutzt. 1980 gab es noch einen Einsatz beim Anbau unseres Hauses bei dem der Fundamentaushub per Lorenbahn verteilt wurde.
Kurze Zeit später fand sich dann etwas mehr Zeit um sich der kleinen Bahn zu widmen. Eine kleine Anlage wurde wieder aufgebaut und konnte noch mit Schienen und Wagen von der heimischen Fredenbecker
Ziegelei und vom Fredenbecker Sägewerk erweitert werden - beide Betriebe sind schon lange abgebrochen. Später kamen auch noch Schienen aus dem Nachbarort Farven von der dortigen Sägerei dazu.
Nun war auch der Gedanke an eine kleine Lok geboren, denn wer will seine
Loren schon schieben. Trotz intensiver Nachfrage ließ sich eine solche nicht auftreiben, und wir beschlossen uns eine Lok mit einem Walzengetriebe und einem Güldner Verdampfermotor selber zu bauen. Weitere Gleise kamen von einem stillgelegten Sägewerk in Fredenbeck hinzu. Als uns ein paar Tage später ein Oldtimerkollege besuchte, fragte dieser, als er die schmalen Gleise sah, ob wir noch eine kleine Lok bräuchten. Sie solle auf einem Schrottplatz in Hamburg dahinrosten. Nachdem wir die Lok eine Woche später besichtigt hatten, kauften wir sie und transportierten sie nach Wedel. Es war eine Kleinlokomotive Typ Lorenknecht, gebaut von der Maschinenfabrik Rudolf Kröhnke in Buxtehude.
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