Dornwelse

Allgemeines:

Das Verbreitungsgebiet dieser Welsfamilie ist Südamerika. Ihren Namen verdanken diese Fische einer Reihe aus Knochenplatten auf etwa der Mitte des Körpers, die mit scharfen nach hinten gerichteten Fortsätzen ausgestattet sind. Dies ist eine wirksame Verteidigungswaffe. Die Fische sind mit ihren Brustflossen im Stande Feinde zwischen diesen knöchernen Spitzen und der Flosse einzuklemmen. Es versteht sich von selbst, dass man niemals versuchen sollte diese Welse mit der Hand zu fangen. Auch Netze scheiden aus, den die Welse würden sich darin hoffnungslos verfangen. Dornwelse sind überwiegend nachaktive Fische, die man tagsüber meist nicht zu Gesicht bekommt. Sie ruhen dann in ihren Verstecken unter Steinen oder Wurzeln und kommen im Aquarium erst nach dem verlöschen der Beleuchtung hervor und gehen dann auf Nahrungssuche. Nur in Ausnahmefällen lassen sich manche Exemplare auch bei eingeschalteter Beleuchtung zur Fütterung außerhalb ihres Versteckes beobachten. Dem muss man bei der Fütterung insofern Rechnung tragen, als man den Tieren nach dem Verlöschen der Beleuchtung Futter anbietet, da sie insbesondere in Gesellschaft gieriger Fresser sonst zu kurz kommen. Eingewöhnte Dornwelse lassen sich, entsprechend ihrer natürlichen Beutetiere, mit gefrosteten Mückenlarven, Würmern und ähnlichen Sorten gut ernähren. Sie nehmen nach Gewöhnung auch Futtertabletten und Sticks an, die allerdings nicht schwimmfähig sein dürfen. Über die Zucht ist nur wenig bekannt und sie ist unter "normalen" Aquarienbedingungen bislang auch noch nicht geglückt. Lediglich unter Hormonstimulation haben sich einige Arten in Gefangenschaft vermehrt. Den natürlichen Verhältnissen entsprechend sollte man die Tiere nicht zu kühl pflegen. Ein Minimum von  26° Celsius sollte nicht unterschritten werden. Zwar sind die Fische sehr anpassungsfähig was die Wasserwerte anbelangt, aber leicht saures und weiches bis mittelhartes Wasser bis etwa 12dGH kommt diesen Welsen sehr entgegen.

 Platydoras costatus 

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