Cichlidenarten aus Mittelamerika

Allgemeines:

Wohl zumeist aus Unkenntnis der geographischen Gegebenheiten werden die Großcichliden des amerikanischen Kontinents sehr häufig als "Südamerikaner" bezeichnet. Diese Aussage trifft aber eben nur auf die Arten zu, die eben südlich der mittelamerikanischen Landbrücke heimisch sind. Die politische Grenze bilden hierbei die Länder Panama als südlichstes Land Mittelamerikas und Kolumbien als "Kontaktpunkt" zum südamerikanischen Kontinent. Das Verbreitungsgebiet dieser Cichliden erstreckt sich von Mexiko im Norden über Guatemala, Honduras, Belize, Nicaragua, El Savaldor, Costa Rica und Panama. Weitere Vorkommen von endemischen Cichliden finden sich auf den Karibikinseln Kuba und Hispaniola mit den Länder Haiti und Dominikanischer Republik.  Von Bächen über Flüsse bis hin zu den großen Seen besiedeln die Fische unterschiedlichste ökologische Nischen und habe sich an zum Teil extreme Umweltbedingungen angepasst. So vielfältig wie die Gewässer sind die Lebensräume unter Wasser. Flussläufe mit steinigen bis felsigen Betten, Uferbereiche mit Todholzeinlagerungen oder tiefe Seen mit sandigen bis schlammigem Untergrund bilden die Habitate. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden diese Buntbarsche beliebte Aquarienfische all derer, die entsprechend dimensionierte Behälter ihr Eigen nennen konnten. Da es sich bei den Cichliden Mittelamerikas ausnahmslos um Offenbrüter oder Höhlenbrüter handelt (die Maulbrutpflege kommt  bei diesen Buntbarschen generell nicht vor!), die sich oftmals mit mehreren hundert Nachkommen umgeben, war der Markt für Nachzuchten schnell gesättigt und nach und nach verschwanden diese sehr imposanten Fische wieder aus den Aquarien. Nur ein eingeschworener Liebhaberkreis nahm und nimmt sich dieser Fische auch heute noch an, um die Aquarienbestände zu erhalten. Einerseits sind Wildpopulationen stark durch Umweltverschmutzung und Biotopzerstörung bedroht, und andererseits existiert für diese Cichliden kein kommerzieller Export aus den Herkunftsländern, wie das in Südamerika der Fall ist. Ausnahmslos alle heutigen Aquarienbestände gehen auf Wildfänge zurück, die rührige Liebhaber aus den Ursprungsländern von privaten Fangreisen mitbrachten und durch Nachzucht anderen Aquarianern zugänglich machten! Bleibt zu hoffen, dass diese Seiten ein wenig dazu beitragen den mittelamerikanischen Cichliden  nicht nur aus aquaristischer Sicht wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

 Archocentrus centrarchus
 Cryptoheros nigrofasciatus
 Cryptoheros sajica
 Cryptoheros spilurus
 Cryptoheros spilurus "cutteri"
 Herichthys carpintis  
 Herichthys cyanoguttatus  
 Herotilapia multispinosa
 Hypsophrys nicaraguensis
 "Cichlasoma"  grammodes
 "Cichlasoma" octofasciatus
 Nandopsis tetracanthus
 Nandopsis urophthalmus
 Parachromis loisellei
 Petenia splendida
 Theraps lentiginosus "Rio Nututun"
 Thorichthys ellioti "Rio Papaloapan"
 Vieja cf. guttulata
 Vieja synspila

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