Pimelodus pictus, Steindachner, 1876
Herkunft/Vorkommen:
Dieser Antennenwels bewohnt das peruanische und kolumbianische Amazonasgebiet. Dabei unterscheiden sich die Fische in ihrem Zeichnungsmuster. Die peruanischen Tiere zeigen größere schwarze Körperflecken , die am Kopf kleiner werden. Die kolumbianische Variante zeiht einheitlich kleine Flecken sowohl am Körper als auch am Kopf. Diese Tiere sollen auch größer werden als die peruanischen Verwandten.
Pflege im Aquarium:
Die Art gehört zu den kleinen Arten der Antennenwelse und ist mit 12-13 cm ausgewachsen. Sie benötigt ein Aquarium ab einem Meter Kantenlänge. Der Bodengrund darf nicht scharfkantig sein. Unterstände aus Steinen und Wurzeln, die Höhlen bilden werden gern angenommen. Dass Aquarium kann durchaus bepflanzt werden, da die Welse sich nicht an ihnen vergreifen. Ihren Herkunftsgebieten entsprechend tut man ihnen mit weichem und leicht saurem Wasser einen Gefallen (PH6-7, KH bis 6, GH bis 12). Im Vergleich zu ihren größeren und riesigen Vettern kann sie als harmlos bezeichnet werden. Dennoch werden ausgewachsene Exemplare Begleitfische der Größenordnung "Neon" dankend als Bereicherung des Speisezettels ansehen. Die Fütterung erfordert keine Klimmzüge. In der Natur werden kleine Krebstiere, Insekten und deren Larven gefressen. Dies bereitet bei dem großen Spektrum an Frostfutter im Handel keine Probleme. Es wird auch Trockenfutter akzeptiert, sollte aber nicht als Alleinfutter benutzt werden!
Besonderheiten/eigene Erfahrungen:
Während meiner aquaristischen Laufbahn pflegte ich diesen Wels mehrmals. Bislang handelte es sich immer um die kolumbianischen Tiere. Da Peru seit einiger Zeit ein Exportstop für Aquarienfische verhängt hat, werden Wildfänge von dort vermutlich nicht mehr zu haben sein. Wer also P. pictus mit großen Flecken im Handel entdeckt sollte ohne zu zögern zugreifen. Da die Zucht dieser Welse im Aquarium bislang nicht geglückt ist, kann sich mit dieser Art noch aquaristische Lorbeeren verdienen. Dazu wäre ein Artaquarium ratsam. Nach meiner Erfahrung sollten die Fische nicht mit zu großen Gesellschaftern gepflegt werden, da sie dann sehr nervös werden. Dies bekunden sie indem die fast Körper langen Barteln senkrecht nach oben stellen und ständig in Bodennähe hin und her schwimmen. Sie verweigern dann auch die Nahrung. Generell sind Pimelodus pictus Einzelgänger! Auch wenn der Eindruck, den die Tiere oft im Händlerbecken hinterlassen, ein anderer ist. Dort fehlt ihnen die Rückzugsmöglichkeit, denn diese Verkaufsbecken sind oft ohne jegliche Dekoration und grell beleuchtet. So schwimmen die Fische gemeinsam auf der Suche nach einem Schutz vor dem Licht, den sie schwerlich finden werden. Sind sie dann in einem Aquarium gelandet, in dem sie Rückzugsmöglichkeiten haben, werden sie diese auch nutzen. Nach einer Eingewöhnungszeit sind sie dann aber auch dort tagaktiv und ziehen sich nur bei Gefahr oder Störung in ihren Unterschlupf zurück.
Literatur zum Fisch:
Schöns, Bernd: Leider kein Zuchtbericht, DATZ 48.(05/1991) S. 334
Pirotte, Roland: Betr.: Leider kein Zuchtbericht, DATZ 48. (09/1991) S. 608
Franke, Dr. Hans-Joachim: Echte Antennewelse, Welsjahrbuch 1993
- S. 52
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