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Die Schlacht von Nordendi

Aus den Aufzeichnungen des Adam v. Bremen:

Als in dem Jahre 884 die Barbaren bey ihrem mächtigen, fast über das ganze Reich der Franken sich erstreckenden Einfall unmenschlich hauseten, ereignete es sich auch, nach dem göttlichen Gerichte, daß sie einen entlegenen, hart am Meere liegenden District in Friesland, Norwiede genannt in der Absicht ihn zu vernichten, überfielen. Zu derselben Zeit befand sich grade der verehrte Bischof Rimbertus darselbst. Die, durch seine Aufforderungen und Lehren ermutigten und belehrtten Christen, fielen über die Feinde her, und machten zehn tausend dreyhundert sieben und siebenzig derselben nieder. Überdem fanden noch viele, welche ihr Heil in der Flucht suchten, bey dem Durchgange durch die Flüsse darselbst ihren Tod.

(Dies ist die, von dem Verfasser uns hinterlassene Beschreibung des Wunders, welches durch die ausgezeichneten Verdienste des heiligen Rimbertus bewirkt wurde, dessen Andenken bei dem friesischen Volke in hoher Achtung steht. Sogar der Hügel, worauf der Heilige während der Schlacht betete, ist, seiner immergrünen Rasen wegen merkwürdig.)

Die Nordmannen drangen, um sich wegen der, in Friesland erlittenen Niederlage an dem ganzen Reiche zu rächen, unter Anführung ihrer Könige Sigafrid und Gotafrid auf dem Rhein, der Mosel und Schelde in Gallien ein, ermordeten darselbst die Christen auf die grausamste Weise, und trieben ihre Geringschätzung gegen uns Sachsen so weit, daß sie den König Karl selbst mit Krieg bedrohten. Auch nach England fanden sie Haldan, einen ihrer Gefährten; und da dieser von den Engländern getödtet wurde, ersetzen sie denselben heimlich durch den Gundred, welcher Nordumbrien eroberte. Seit der Zeit soll, der englischen Geschichte zufolge, das Land der Friesen und England von den Dänen beherrscht worden seyn.

 

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