Da
war
er – der Abreisetag. Allerdings sollte der Flug von Phnom Penh nach
Singapur erst um 18:00 Uhr gehen, somit hatten wir fast noch den ganzen
Tag zur
Verfügung. Nach dem Frühstück verabschiedete sich
allerdings
schon ein Ehepaar. Sie wollten noch ein paar Tage Singapur
besuchen
und flogen daher früher.
Wir dagegen schlenderten durch die Stadt in Richtung Zentralmarkt,
bummelten durch die Reihen, konnten uns aber nicht für irgendetwas
begeistern. Die steigenden Temperaturen waren dann der Grund dafür
schließlich zurück zum Hotel zu gehen. Die (klimatisierten)
Zimmer konnten wir
bis 14:00 Uhr belegen und nutzen daher noch den Pool. Wie vereinbart,
wurden wir um 15:00 Uhr zum Airport Phnom Penh gefahren. Auch dieser
war sehr übersichtlich und auch der Flugbetrieb war eher
mäßig. Spitze war aber die
Flughafensteuer: 25 $ pro Nase wurden gefordert, die bisher
höchste
Tax, die wir bezahlt haben. Hier stimmte das
Preis-/Leistungsverhältnis
nicht. Man nimmt’s halt gerne von den Touristen.
Der Flieger, der wie bei unserer Ankunft, von Siem Reap hier eine
Zwischenlandung nach Singapur einlegte, landete pünktlich. Start
war um 18:00 Uhr
(12:00 Uhr MEZ), knapp 2 Stunden später landeten wir in Singapur.
Hier hatten wir wiederum 3 Stunden Zeit, die aber mit bummeln,
einkaufen etc. relativ schnell vorbeigingen. Genau 24:00 Uhr (17:00 Uhr
MEZ) ging
es mit dem vollen Jumbo Richtung Heimat. Die Flugzeit betrug dieses mal
12 ½ Stunden, wobei ich einen guten Teil der Zeit mit schlafen
verbrachte.
Orchideeninsel
im Flughafen Singapur
In Frankfurt war es bei der Landung um 5:30 Uhr auch sonnig, aber
0°C, nicht 30° oder 35°C. Überraschenderweise waren
unsere Koffer fast die ersten, die am Gepäckband auftauchten.
Dadurch erreichten
wir schon den Zug um 6:42 Uhr ab Frankfurt Flughafen. Der Rest klappte
auch
gut und in Lüneburg stand unsere Tochter mit dem Auto bereit. Wir
waren zwar etwas müde, aber ansonsten gesund um kurz nach 13:00
Uhr wieder daheim.
Fazit:
Bei der Planung einer Reise hat man bestimmte Vorstellungen von dem
Land und Leben dort. Genau dieses hatte uns bewogen Vietnam und
Kambodscha als Reiseziel auszuwählen. Wir hatten wieder diese Form
einer Reise gewählt, obwohl diese Länder auch individuell zu
bereisen sind. Wegen der Verständigung, der Infrastruktur und die
dafür erforderliche Zeit wäre es jedoch sehr viel schwieriger
gewesen, eine derartige Reise durchzuführen.
Wir haben sehr viel von Indochina mitgenommen. Vietnam, ein Land,
welches erst vor kurzem von den vielen Kriegen zur Ruhe gekommen ist,
vermittelt einem das Gefühl, dass alles besser wird. Die Menschen
waren optimistisch, fleißig und aufgeschlossen. Sie freuten sich,
wenn Ausländer
ihr Land besuchen und sich dafür interessieren. Wir haben wieder
erfahren müssen, dass es auch hier vor langer Zeit schon
Hochkulturen (Cham
in Vietnam, Khmer in Kambodscha) gegeben hat. Kambodscha hat es zurzeit
noch schwerer als Vietnam. Das mag auch an der Lage des Landes liegen –
hier hat Vietnam mehr Möglichkeiten. Zu wünschen ist den
Menschen
hier, dass auch sie durch ihre Anstrengungen ein Stück mehr vom
Leben
haben.
Wir wurden von unseren Reiseführern gefragt, ob wir wieder
kommen würden. Wir könnten uns dieses mit einem Abstand von
ein paar Jahren vorstellen, um zu schauen, was dann erreicht wurde. Das
ursprüngliche, was wir hier erleben durften, wird dann
wahrscheinlich nicht mehr so vorhanden sein.