Wien erleben - Wiener Leben
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Im alten Wien - Teil 1
Hafnersteig
Die Griechengasse steigt von der Rotenturmstraße über eine Kopfstein gepflasterte Rampe an und führt zum Fleischmarkt. Ein anderer Zugang ist über den Hafnersteig möglich.
DerName der Gasse soll an die griechischen Kaufleute erinnern, die sich im 18. Jahrh. hier niederließen. Das Haus Nr. 7 stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Fassade wurde jedoch im späten 18. Jahrhundert erneuert. 
Im Innenhof sind zwei Holztafeln mit ottomanischen Inschriften zu sehen, die möglicherweise aus der Zeit der türkischen Belagerung stammen. Von hier aus sieht man einen gotischen Wachturm aus dem 13. Jahrhundert, der vermutlich Teil der Stadtbefestigung war und zu Haus Nr. 9 gehört.
Dasaus heutiger Sicht originelle Schild mit der „Kundmachung“ vom 8. Mai 1912 fordert die damaligen Schwerfuhrwerkskutscher auf, Schritt zu fahren, und die „Fußgeher“, auf sie zu achten.
Hafnersteig
Griechengasse
Griechengasse
Hafnersteig
Hafnersteig
Griechengasse
Griechengasse
Griechengasse
Der liebe AugustinAn der Einmündung der Griechengasse in den Fleischmarkt steht das kleine, gemütliche Gasthaus "Griechenbeisl". Hier waren viele populäre Zeitgenossen wie Johannes Brahms, Richard Wagner, Franz Grillparzer und Johann Nestroy Stammgäste und hinterließen ihr Autogramm an der Wirtshauswand. An der Fassade ist das Holzrelief eines Dudelsackpfeifers angebracht, „Der liebe Augustin“. Das Lied „Oh, du lieber Augustin“ entstand 1679 während der Pestepidemie, als das damalige Bierhaus noch „Zum roten Dachl“ hieß.
DerUnterhaltungskünstler Augustin soll, resigniert von den finsteren Zeiten, betrunken in eine vor der Stadt ausgehobene Pestgrube gefallen sein. Erst am nächsten Tag wurde ihm klar, wo er die Nacht verbracht hatte und suchte das Weite. Die Melodie des Liedes wurde von Mozart und Schönberg verarbeitet.
Griechisch-orientalische Kirche am Fleischmarkt
Neben dem Griechenbeisl, am Fleischmarkt 15,
steht die griechisch-orthodoxe, in Österreich offiziell
griechisch-orientalisch bezeichnete Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit,
1782-87 von Peter Mollner errichtet und 1858-1861 von
Theophil von Hansen durch einen Vorbau mit byzantinischen
Formen erweitert. Die Rohziegelfassade und der achteckige Turm
stammen ebenfalls von ihm.
Fleischmarkt
Am Fleischmarkt 14 wurde 1898/99
vom Baubüro Ferdinand Dehm
und Franz Olbricht ein Mietshaus
mit Jugenstilfassade errichtet.
Die Holz-Glas-Eingangstür
ist noch original.
Jugendstilfassade am Fleischmarkt
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Schönlaterngasse
Eine der schönsten Gassen Wiens, die Schönlaterngasse, zweigt auf der Höhe der Dominikanerkirche von der Poststraße ab. Sie mündet in die Sonnenfelsgasse. Die Schönlaterngasse führte bis ins 18. Jahrhundert den Namen „Heiligenkreuzergasse“. Durch das Portal mit Steinwappen in Haus Nr. 5 neben der barocken Bernhardskapelle gelangt man in den Heiligenkreuzer Hof. Das malerische Aussehen verdankt die Gasse den schönen, farbigen Fassaden der alten Häuser. Haus Nr. 3 besitzt eine Fassade aus dem 17. Jahrhundert. Um 1600 entstand das Haus Nr. 4. Es fällt durch den turmartigen Runderker in der geknickten Front auf.
Schönlaterngasse
Schönlaterngasse
Schönlaterngasse
Schönlaterngasse
Schönlaterngasse
Schönlaterngasse
Galerie
Galerie
Das Haus Nr. 7 trägt in seiner aus dem Jahr 1740 stammenden Fassade einen Basilisken (eine Kreuzung aus Hahn und Kröte). Diesem verdankt die seit 1212 urkundlich belegte Bäckerei ihren Namen „Basiliskenhaus“. Er ist ein bizarr geformter Brocken aus Sandsteinkonglomerat, der 1212 im Hausbrunnen gefunden wurde. Heinrich Pollitzer, der „Doktor der Weltweisheit“, deutete ihn als Basilisk. Nach Wiens ältester Sage soll sein giftiger Hauch tödlich sein und dessen Blick versteinern.
Gedenktafel für Robert Schumann
Alte Schmiede
Alte Schmiede
Fleischhauer und Fleischselcher
Das Komponistenpaar Clara und Robert Schumann lebte von Oktober 1838 bis April 1839 in Haus Nr. 7a. Die Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien ließ zu Schumanns 100. Todestag am 29. Juli 1959 eine Gedenktafel anbringen.
DasNachbarhaus Nr. 9 beherbergt die Kunstgalerie „Alte Schmiede“. Eine Schmiedewerkstatt mit alter Einrichtung wurde im Kellergewölbe des Hauses wiederaufgebaut. Das Haus ist Heimstatt des „Literarischen Quartiers“ mit einem Saal für Dichterlesungen, Musikveranstaltungen und Ausstellungen.
Schönlaterngasse Nr. 6
Schönlaterngasse Nr. 6
Schönlaterngasse Nr. 6
Hinweistafel an Schönlaterngasse Nr. 6
An Haus Nr. 6 hängt eine schöne Laterne, die der Gasse ihren Namen gab. Es wurde um 1860 erbaut. Das Original der Laterne aus dem 18. Jahrhundert wurde 1971 ins Historische Museum der Stadt Wien gebracht und durch eine Kopie des Kunstschmiedemeisters Schmirler ersetzt. Dieser hatte bis 1974 seine Werkstatt im Haus Nr. 9 („Alte Schmiede“).
Schönlaterngasse
Schönlaterngasse
Die Schönlaterngasse trifft auf die Sonnenfelsgasse, einer Straße mit zahlreichen Kaffeehäusern.

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Für die freundliche Linkgenehmigung zum Griechenbeisl danke ich Herrn Alfred Pölzlbauer / tourist.net  Austria.
Für die freundliche Linkgenehmigung zur Griechischen Kirche danke ich Herrn Dipl.-Ing. Dimitrios Stefanoudakis.
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Copyright: Wolfgang Krause