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Stand 12.2009

DRM Versuche

Seit kurzer Zeit gibt es bei mir einen neuen PC (AMD 64 3000+ 1,9GHz) der nicht mehr so schmalbrüstig ist wie mein alter Rechner (PIII 450MHz). Die Versuche eine Elektor DRM Karte mit der alten Konfiguration zum laufen zu bringen scheiterten kläglich, weil die Softwarelösung doch einiges an Power benötigt. Aber jetzt geht es. Ich wollte einfach wissen, wie denn AM in QAM Modulation klingen kann. Da ich kein DRM Spezialist bin, bitte auch keine tiefergehenden Fragen. Aber als User kann ich nur sagen, es geht. Weitere technische Informationen gibt es im Netz. Einfach unter DRM mal suchen. Was mich aber eigentlich besonders interessierte war wie DRM im Amateurfunk funktioniert. Aber darüber werde ich wohl einen neuen Artikel schreiben. Die ersten Versuche habe ich dort schon gemacht, muss aber alles noch weiter erforschen. Ich begnüge mich erstmal zu beschreiben, wie einfach DRM mit dem Elektorplatinchen geht.

An der Platine wurde bei mir meine AFU Windom angeschlossen. Anhand der Infos und der Programme aus dem Netz konnte ich das ziemlich schnell in Betrieb nehmen. Das zur Soundkarte gehende 12kHz Signal habe ich zur Brummvermeidung über einen Übertrager geschickt. Spannung ran, Schnittstelle angeschlossen, zur Steuerung des Empfängers (ja, das kleine Platinchen ist ein fertiger RX!!) der vom Mittelwellenbereich bis etwa 20MHz funktioniert. Los ging es. Das in der Software (DREAM) enthaltene Programmschema, das über Netz upgedatet werden kann, liefert immer die Stationen die gerade in der Luft sind. Es sind nicht viele, aber immerhin stehen einem doch immer ein paar Sender zur Verfügung. Wer Lust hat kann’s einfach probieren, es funktioniert und ist für einen ersten Einstieg in die neue Technik nicht schlecht. Die empfangene Qualität ist wirklich gut!!

Der neue digitale Rundfunk auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle (DRM, Digital Radio Mondiale) schlägt hohe Wellen. Elektor stellt nun einen passenden Empfänger vor. Stückliste und Platinen-Layout findet man auf der Elektor-Homepage. Neben dem Selbstbau gibt es eine Alternative: Diese Platine wird fertig aufgebaut und getestet von AK-Modul-Bus im Online-Shop zum Preis von 119 Euro angeboten.

Elektor beschreibt das Gerät als ein Interface zwischen Antenne und PC. Der eigentliche Empfänger ist der Software-Decoder im PC. Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei Programmen. Das DRM Software Radio kann für rund 60 Euro online über www.drmrx.org bestellt werden. Daneben gibt es noch das Open Source Projekt DREAM, das allerdings nur im Quelltext verteilt wird.

Ein "normales" Radio besteht aus Antenne, Empfängerschaltung und Lautsprecher. So wird in Zukunft auch ein DRM-Radio aussehen. Heute kann man aber noch kein komplettes DRM-Radio kaufen. Trotzdem senden schon zahlreiche Stationen vor allem auf Kurzwelle digital. Mit einem AM-Radio hört man auf diesen Frequenzen nur ein starkes Rauschen, z.B. tagsüber auf 6096 kHz, der Frequenz von RTL-DRM. Damit man schon jetzt in den Genuss der digitalen Übertragung kommen kann, wurde Decoder-Software für den PC entwickelt.