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Stand 12.2008

Kommerzielle Empfänger; oder hören ist viel besser wie senden.

Im Laufe meines Lebens habe ich schon viele Empfänger in der Hand gehabt oder durfte daran spielen. Aber so richtig Eindruck hatten auf mich immer nur die kommerziellen Empfänger gemacht. Sie waren ruhig und doch empfindlich (das hat nix mit der Mechanik zu tun!!) Dort konnte ich Signale hören die sauber und klar waren. Ganz im Gegensatz zu den AFU Geräten die wie die Rennpferde auf maximale Empfindlichkeit auf die Signale warteten. Allerdings weiß ich auch, dass es eigentlich unredlich ist, sogenannte Massenware, die ja für den armen Funkamateur nix kosten dürfen, mit solchen hochwertigen Empfängern zu vergleichen. Wie auch immer, irgendwie habe ich eine Schwäche für solche hochwertigen Teile. Als ich zum erstenmal mit einem solchem Drum (50kg) in Berührung kam, war ich begeistert, wollte nicht nur dran drehen sondern auch solch schönes Stück besitzen, damit ich spielen konnte wann und solange ich es wollte. Wann das war, weiß ich nicht mehr so genau, so etwa 1976, kaufte ich mir einen alten Telefunken E127 KW5 aus Bundeswehrbestand. Sehr schwer, natürlich mit Röhren und Handregelung und mit der legendären Regenbogenskala. Das Ding ging aber so gut, dass ich nachher immer wieder in die Versuchung kam mir solche Empfänger zuzulegen. Schon damals war das Kurzwellenhören mit dem Telefunken für mich ein Genuss. Den stellte man einfach auf eine Frequenz, wenn er warm war, und wenn man nach 2 Tagen wiederkam schrieb der immer noch einwandfrei das RTTY Signal mit. Standby auf einem Kurzwellenkanal zu sein war ein Erlebnis. Der Kanal war ruhig, kein nerviges Rauschen, wenn Verkehr war konnte man das NF Signal einwandfrei mitlesen. So gefiel mir Kurzwellenempfang.

Mein nächster eigener Empfänger war ein Siemens E311b. Wieder groß, schwer und Klasse. Gut kann ich mich noch daran erinnern wie ich diesen grauen Kasten das erste mal öffnete. Als Elektromechaniker war ich von der Qualität der Mechanik gefesselt. Wie die Siemens Leute das mit der Anzeigemechanik und den großen Zahnrädern gelöst hatten war super. Immer wieder schaute ich und konnte  mich vor der Mechanik kaum losreißen. Dieser Siemens funktionierte ebenfalls ganz hervorragend und leistete mir viele Jahre lang treue Dienste. Der Nachbesitzer kam extra viele hundert Kilometer angereist und holte das Schmuckstück eigenhändig bei mir ab. Der alte Herr bekam ganz strahlende Augen wie er den Siemens bei mir stehen sah, so einen guten Zustand hatte er nicht erwartet.

Wenn man einmal mit dem Großempfängervirus infiziert ist, dann gibt es keine Heilung mehr. Nach Öffnung der Grenzen hatte ich dann bei einem anderen Funker einen RFT EKD315 stehen sehen. Ein kurzer Test ergab super Teil gerade auch im CW Bereich mit sehr schmalen Filtern. Für mich als CW Mann ein muss HIHI ;-)) Der wechselte dann in meinen Besitz über und ist bis heute auch noch hier zu Hause.

Kurz vor Weihnachten war ich wieder einmal bei ebay in der Empfängersparte unterwegs. 20 Minuten vor Ablauf einer Auktion wurde ich dann aufmerksam auf einen Telefunken EGS 1200 den ich so noch nie gesehen hatte. Das Internet wusste über das Gerät auch nichts?? Wollte eigentlich dieses Jahr nichts mehr investieren, konnte aber nicht widerstehen und bot mit. Seit dem steht es bei mir und ist mein Hauptempfänger geworden. Der ganze Empfänger besteht aus 3 Teilen. Dem eigentlichen abgesetzten Empfänger (ca. 45 kg) Baujahr 1987, volltransistorisiert, Dreifachsuper 52,7MHz/10,7MHz/200kHz). Dem Bediengerät BE1200/E und dem Frequenzspeicher FS1200/2. Bediengerät und Frequenzspeicher sind in einem stabilen Schwenkbügel eingebaut. Über 4 Stück 30m Kabel (50 polig) ist der Empfänger absetzbar. Der Empfänger ist bei mir in einem anderen Zimmer untergebracht. Die Empfangsleistungen sind wie zu erwarten war, Spitze. Vor allem stechen ein paar Merkmale hervor die das arbeiten mit dem Empfänger besonders angenehm machen. Als erstes wären da die Vielfalt der Filtermöglichkeiten (alle mechanisch) zu nennen. Allein bei CW Betreib sind 4 Bandbreiten zu schalten bis herunter zu 100Hz. Die Regelung ist vielfältig zu beeinflussen. Exakt und präzise die Rauschsperre bei SSB Sendungen. Wenn keine HF anliegt wird die NF weggeschaltet, wenn HF über einen einstellbaren Pegel kommt, wird die NF durchgeschaltet. Super! Vor allen Dingen schätze ich die Suchschaltung und die eingebauten ZF Ausgänge. Mit einem PAG148 Panorama Zusatzgerät sehe ich zu jeder Zeit was plus/minus 200kHz um die Mittenfrequenz los ist. Nach einigen Stunden Einarbeitung kann man die diversen Trägeranzeigen klassifizieren und richtig zuordnen. Für mich ein Leckerbissen da ich sowieso die meiste Zeit mit hören verbringe.

Bandbelegung SSB 80m

Bake 28265 kHz JN59PL

Ganzes Paket AM Radiostationen

In der Panorama Ansicht sieht man wirklich alle Signale die rings herum auftauchen. Man entdeckt Signale die einem sonst verborgen bleiben würden. Äußerst interessant! Dort habe ich auch die sogenannten Chirpsounder aufgespürt. Die habe ich zwar immer wieder gehört, aber auf dem Panorama konnte man die auch wunderbar sehen und verfolgen. Wer nicht weiß was Chripsounder sind, möge doch mal mit dem Stichwort googeln. Sehr interessant. So macht es wirklich Spass zu arbeiten. Mittlerweile kann ich manchmal durch genaues beobachten der Kurven sogar CW mitlesen ohne zu hören. hi

Text und 6 Bilder von DF1NH

Nun is es passiert, the next Generation KW RX ist auch bei mir eingezogen