Marokko 2003

Eine (zu kurze) Woche Agadir haben wir u.a. zu zwei , von dem Reiseveranstalter mit  angebotenen Ausflügen genutzt.

1. Einen Tagesausflug durch die Bergwelt und Oasen des Hohen Atlas nach Imouzzer.
Mit einem Geländewagen fuhren wir durch eine wunderschöne, abwechslungsreiche und wilde Landschaft zu einem (angeblich) typischen Berberfrühstück. Nach der willkommenen Pause und weiteren Besuch eines Berberdorfes hatten wir die Möglichkeit, auf Eselsrücken, über schmale Gebirgspfade die atemberaubende Landschaft zu bewundern. Nach dem Mittagessen, das Restaurant hatten wir in dieser Landschaft nicht erwartet, ging die Geländewagenfahrt auf holprigen und schmalen Pisten weiter.
Fazit: Ein gelungener Ausflug mit faszinierenden Ausblicken. Empfehlenswert.

 

2. Eine 2-tägige Rundreise von Agadir nach Marrakech und Essaouira
Vor fast genau 30 Jahren war ich das letzte Mal in Marrakech gewesen (siehe hierzu "133 Tage auf Rädern") und es reizte mich, diesen Ort mit Familie wieder zu entdecken. Also buchten wir über den Reiseveranstalter den (viel zu teuren) Ausflug Marrakech und Essaouira. Zwei völlig unterschiedliche Orte, einmal das quirlige orientalisch geprägte Marrakech, zum anderen das portugiesisch anmutende schöne kleine Fischerstädtchen Essaouira. In Marrakech angekommen besuchten wir die prachtvollen Grabstätten der Saadier sowie die Koutubia-Moschee, ein Meisterwerk der maurischen Architektur. Nach einer Pause und Mittagessen in unserem "EineNacht-Hotel" besuchten wir das "Jardin Majorelle", eine wunderschöne Gartenanlage inmitten der Stadt. Abgesehen von der nicht erwarteten Gartenpracht beeindruckte uns am meisten die tiefblauen farbigen Gebäude. Ein wunderschöner Besuch und immer wieder zu empfehlen. Dann ging es weiter in die farbenprächtigen Souks, mit Ihren Werkstätten und Geschäften. Nach dem Besuch einer Koranschule und Heilkräuterapotheke endete die Tour durch die Souks am Jemna el Fna, der Platz der Schausteller, Märchenerzähler und Gaukler. Um einen Überblick zu bekommen lohnt sich der Besuch eines angrenzenden Cafes mit Dachterasse. Ein herrlicher Überblick. Am Abend besuchten wir eine, hinter alten Mauern nicht vermutete, prachtvolle Schlossanlage außerhalb Marrakech. Hier fand dann ein marokkanisches Abendessen mit anschließender Fantasia (Reiterspiele) statt. Das ganze wurde durch Folkloregruppen einzelner Berberstämme abgerundet. Ein toller Abend, welcher als Krönung des Tages gesehen wurde und jedem Marrakech-Reisenden zu empfehlen.
Nach einem kurzen Abstecher zu den Stadtmauern von Marrakech fuhren wir anderntags nach Essaouira, der "Weißen Perle am Atlantik". Ein malerisches, altes Fischerstädtchen. Hier überwiegt die Hausfarbe Weiß, mit blauen Türen und Fenstern. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und dicken Mauern stammt noch aus der Zeit der Portugiesen. Oberhalb der Altstadt, auf der Zitadelle, kann man eine endlos lange Reihe von Bronzekanonen sehen. Wunderschöne Holzeinlegearbeiten und viele andere Dinge gibt es im Viertel der Kunsthandwerker zu finden. Auch der Fischereihafen, mit seiner "blauen Bootflotte" ist sehenswert.

 


 
Marokko 2004



 

Da wir von unserer Reise 2003 leider einige Bilder wegen Beschädigung der Speicherkarten abschreiben mussten, und wir auch das Gefühl hatten, noch nicht alles um Agadir gesehen zu haben, sind wir in diesem Jahr nochmals nach Agadir geflogen. Diesmal bereits Anfang Mai, wo die Temperaturen  hervorragend auszuhalten waren.
Wir hatten uns vorgenommen, keine Ausflüge über den Reiseveranstalter mehr  zu buchen. Vom letzten Jahr hatten wir noch einige Kontakte, so das wir diesmal alle Touren mit den überall anzutreffenden Überland-Taxis durchführten. Für uns waren die Fahrten mit dem Taxi, deutschsprachig, in jeder Beziehung geeigneter. Wir wurden pünktlich vom Hotel abgeholt, wir fuhren allein ohne großen Anhang, wir konnten halten und fotografieren wann wir wollten und wir konnten falls notwendig die Reiseroute kurzfristig ändern. Die Preise lagen ca. 30 % unter denen der Reiseveranstalter, die Leistungen waren gleichwertig. Also, immer weiter  zu empfehlen.


1. Eintägige Rundreise durch das Anti-Atlasgebirge
Von Agadir über Biougra - Ait Boha - Tioulit - Tafaroute - Tahala - Tirhmi - Tiznit - Agadir.
Ideale Streckenführung zur Einstimmung in das Land. Über schmalen Strassen schlängelt sich der Weg in Serpentinen durch das Anti-Atlas Gebirge. Vorbei an malerischen Dörfern und Speicherburgen (Agadire), welche sich farblich kaum von der Gebirgslandschaft abheben, (man fragt sich unbewusst: wovon lebt man in dieser Einsamkeit hier ?) gelangt man nach Tafraoute. Unterhalb von riesigen, aufeinander getürmten Granitblöcken liegt der Ort und bietet einen wunderbaren Anblick. Weiter über eine immer schmaler werdende Strasse, vorbei an dem mitten in der Gebirgseinsamkeit liegenden 5-Sterne Hotel "du Kerduoz", überwindet man die Gebirgszüge des Anti-Atlas, und es geht bergab, in Richtung Tiznit. Tiznit, bekannt für die Herstellung von Silberschmiedearbeiten, eine kleine, schöne hinter einer Lehmmauer liegende Medina, mit vielen Möglichkeiten den Silberschmieden bei ihrer Arbeit über die Schulter zu sehen. Doch Vorsicht, kaufen, vor allem preiswerter, kann man besser in Agadir. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fuhren wir von Tiznit auf direkten Weg, mit kleinen Abstecher in einer Töpferei, zurück nach Agadir. Im Rückblick, einer der lohnenswertesten Tagesausflüge.


2. Zweitägige Reise über Essaouira nach Marrakech und durch den Hohen Atlas zurück nach Agadir.
Nachdem uns der Ausflug nach Marrakech und Essaouira im vergangenem Jahr so gut gefallen hatte, wollten wir diesen nochmals wiederholen. Diesmal jedoch nicht mit einer Reisegesellschaft, sonder mit einem (viel günstigerem) Taxi. Die Fahrtstrecke hatten wir auch etwas abgeändert. So fuhren wir von Agadir an der Küste entlang zuerst nach Essaouira. Unterwegs konnten wir, im Gegensatz zum vergangenem Jahr die Ziegen auf den Arganienbäumen bestaunen und fotografieren. In Essaouira angekommen besichtigten wir eine Fertigungswerkstatt für diverse Holzartikel, sehr interessant. Essaouira hatte uns danach diesmal nicht so gut wie im Vorjahr gefallen. Vielleicht lag es an den überall im Ort laufenden Vorbereitungen zu einem Kinofilm, wodurch natürlich das Besichtigen stark eingeschränkt wurde. Weiter ging es nach Marrakech, wo wir wieder den berühmten, wunderschön angelegten Garten "Jardin Majorelle" besuchten und bewunderten. Als Unterkunft hatten wir diesmal ein einfaches, alteingesessenes Altstadthotel, in unmittelbarer Nähe des Djema El Fna-Platz gewählt. Da wir gut in unserem  Zeitplan lagen, besichtigten  wir einen Teil der Altstadt bei einer Kutschfahrt, welches im Nachhinein nicht gerade empfehlenswert ist. Nach einem anschließenden kleinen Rundgang durch die Souks suchten wir uns einen Platz auf der Dachterrasse des Cafe France, wo wir den Sonnenuntergang über den El Fna-Platz erleben wollten. Ein tolles Bild, wenn die Sonne über der Moschee untergeht und der Gauklerplatz, wo mittlerweile die Garküchen und Imbissbuden aufgebaut waren, im abendlichen Lampenlicht erstrahlt. Nach diesem Erlebnis fuhren wir ca. 13 km außerhalb von Marrakech zu einer Fantasia-Vorstellung mit vorherigem Essen und Trinken. Tolles Erlebnis. Anderntags machten wir noch eine Führung durch die Souks und anderen Sehenswürdigkeiten mit, so das wir gegen 11Uhr wieder Marrakech verlassen konnten. Den Rückweg nach Agadir machten wir über den, von den großen Reisebüros nicht angebotenen Weg durch das Hohe Atlas-Gebirge. Eine Gute Entscheidung, denn die Gebirgsstrasse über Asni, Imigdal nach Tin Mal, einer Grabmoschee im Hohen Atlas, weiter über den Tizi n`Test-Pass ( immerhin über 2000 m hoch) nach Tachguelte und Ouad Aissa  war schon ein Erlebnis zu fahren. Abwechslungsreiche Fahrtstrecke mit tollen Ausblicken. Am späten Nachmittag kamen wir dann in Taroudannt an, welches man auch als kleine Schwester von Marrakech bezeichnet. Die Altstadt hat noch eine sehr gut erhaltene Stadtmauer, ein Besuch in dem ehemaligen Palast und heutigem Hotel Palais- Salam, lohnt sich. Schöner Garten und orientalisch eingerichtete Räume, gut gepflegte Getränke, so konnte man den Ausklang der Rundreise genießen. Von Taroudannt fuhren wir ohne Unterbrechung weiter zurück nach Agadir.


3. Nachmittagsausflug nach Tioute
Von Agadir fuhren wir über Oulad Dahom, wo wir einen interessanten Wochenmarkt besuchten (Sonntags), vorbei an Taroudant, welches wir bereits kannten, zu der schön gelegenen  Palmenoase Tiout. Dort haben wir, nach der obligatorischen Einladung zum Tee durch den Dorfvorsteher, die Oase auf Eselsrücken erkundet. Vorbei an interessante, alten Bewässerungssysteme wurden wir durch die Oase geführt. Auf einer Anhöhe steht malerisch eine alte Kasbah mit integriertem Hotelrestaurant.


4. Tagesausflug nach Massa und "Kleine Sahara"
Interessanter und nachahmenswerter Tagesausflug. Von Agadir fuhren wir zu dem Naturschutzpark Massa. Hier mündet der Fluss Massa in den Atlantischen Ocean. Nach Besichtigung der "Grünen" Gegend, einer Bananenplantage und einer interessanten Höhle fuhren wir weiter zum Stausee Youssef Ben Tachfine, wo man auf einer Berghöhe einen wunderbaren Überblick über die Seenlandschaft erhält. Weiterfahrend in Richtung Tiznit findet man eine Sandwüstenlandschaft, welche als "Kleine Sahara" bezeichnet wird. Wer Sanddünen bisher noch nicht gesehen hat, bekommt hier einen kleinen Vorgeschmack auf die Sandwüsten der Sahara. Auf den Rückweg nach Agadir besuchten wir den Küstenort Tifuite, wo man kilometerlange Steilküsten, zum Atlantischen Ocean hin, findet. An den Steilhängen sind überall kleine Hütten angebaut, welches die sogenannten "Wochenendhütten" der Einheimischen sind. In Agadir wieder angekommen fuhren wir zu der Oued Sous-Mündung, wo wir das Glück hatten,  Flamingos am Nachmittag beobachten zu können.
 

Unsere Führer bzw. Taxis:
 
unser Fahrer / Führer:

Madani Daoudi

Tel.: 0212 66533573

unser Fahrer / Führer:

Adi Abaidat

Tel.: 0212 68805586