Walter`s Irlandchaos | home
Mein Irland
So ein Schwachsinn, diese Überschrift !!! Natürlich gehört mir nicht ein Quadratmeter dieser traumhaft schönen Insel - leider.
In den 80er Jahren habe ich es versäumt, mir meine Seniorenresidenz in Mayo oder Donegal zu erwerben, heute verhindert dies der Celtic Tiger - maybe better for the Irish !
Aber seit ich 1982 das erste Mal die Smaragdinsel betrat, trage ich sie in mir. Ich habe sie mit den Sinnen aufgenommen und natürlich mit der Kamera.
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Ich liebe diese Insel, ihre Menschen, die Landschaft, die Kultur.
Mit Irland meine ich immer die gesamte Insel, nicht nur die
26 Counties der Republik, sondern auch die (noch?) zu Groß-britannien gehörenden Sixcounties. Die Bezeichnungen Nordirland oder Ulster sind falsch, gehören doch auch die 3 Counties:
Donegal, Cavan und Monaghan ebenfalls zur Provinz Ulster und
der nördlichste Punkt Irlands liegt in der Republik.
Bei der Verwendung der Bezeichnungen Ulster und Six-
counties ist Vorsicht angebracht, bestimmt man hiermit
doch auch seinen politischen Standpunkt !!
Erst herausfinden, ob das Pub katholisch oder protestantisch ist, jedenfalls in den S I X C O U N T I E S.
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Die Iren
Alle Iren heißen Paddy, haben rote Haare und Sommer-
sprossen, sind Hitzköpfe, unheimlich durstig und haben
siebzehn Geschwister. Die Nachnamen lauten alle
O'-etwas oder Mac-irgendwas. Sie sind Spitzentänzer
und kennen alle Texte aller irischen Lieder. Schaut euch den Film "The Quiet Man" an und ihr kennt die irische
Volksseele ganz genau. Oder auch nicht...
Saufen
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Es stimmt einfach nicht, daß alle Iren unheilbare Säufer sind! Es gibt sogar Temperenzler
und Blaukreuzler - mir ist nur noch keiner begegnet. Ich treffe mit Iren auch meist im Pub
zusammen - wo auch sonst?
Aber ernsthaft, eine kürzliche Studie hat ergeben, daß Irland beim Alkoholkonsum erst an
19ter Stelle in Europa rangiert. Was hat der Taoiseach für die Statistik bezahlt?
Die Qualität irischen Whiskey`s (Uisce beatha = Lebenswasser)-es soll Leute geben, die
ihn unbegreiflicherweise ohne "e" schreiben- ist bei Kennern hochberühmt, besonders in
Irland.
Aus vergangenen Tagen kenne ich noch den Geschmack von Black Bush, Bushmills Malt
und Tyrconnell und ich kann sagen, sie sind wirklich einen zweiten Schluck wert, wenn
man nicht wie ich zum "teatotaler" wurde. Selbstverständlich gibt es auch noch andere
Sorten, die nicht zu verachten sind: Paddy, Jameson,Tullamore Dew, etc.
Fast so bekannt wie die Dubliners ist Guinness, ein sehr dunkles Gebräu mit heller
Schaumkrone. Das Brauwasser soll aus der Liffey stammen, was am St. James Gate heftig
bestritten wird, die Farbe jedoch erklären würde! Die Legende besagt, daß jeder, der 18
Pints Guinness auf einen Sitz trinken kann, das dringende Bedürfnis nach einer Toilette
verspürt!
Weitere häufig exportierte Biere sind Smithwicks, Kilkenny und Murphy's (kann man
neueren Forschungen Glauben schenken, so war Letzteres schon im 12ten Jahrhundert
das Lieblingsgetränk der Samurai).
Wein habe ich in Irland nur einige selbst importierte Flaschen getrunken. In kleinen Mengen
wird er auch angebaut, habe jedoch noch keinen gesehen. Die importierten Weine sind,
bei ansprechender Qualität, für den Normalbürger kaum erschwinglich und nur besonderen
Anlässen vorbehalten. Beim Alkoholkonsum spielt Wein nur eine untergeordnete Rolle.
"Trink, bis du die Enten in deinem Seidel schwimmen siehst.
Trink deine Leber ins Martyrium.
Oliver St. John Gogarty
Rote Haare und Sommersprossen
Stimmt, viele Iren haben rotes Haar, hauptsächlich durch den Kupfergehalt im Wasser,
wie ein führender Wissenschaftler kürzlich kundtat. Aber es gibt selbstverständlich auch
jede Menge Iren mit schwarzen, braunen, blonden,grauen oder gar keinen Haaren.
Einige lassen sich die Haare auch rostrot, erdbeerfarben oder silber färben, aber die ver-
arschen nur sich selbst!
Sommersprossen, diese melaningefüllten kleinen, bräunlichen Flecken auf der Haut
enstehen durch exzessiven Kontakt mit Sonnenlicht und Kohl.
Paddy
Eine freundliche Abkürzung von Padraigh-Patrick (dem Nationalheiligen), oder seltener
Patricia (the best Stripper in Town), oder noch seltener Brian.
Es ist eine weit verbreitete Annahme, alle irischen Männer heißen Paddy - ein Trug-
schluß! Nun, in einigen Teilen der Welt werden irische Männer Paddy gerufen, aber
das ist nicht notwendigerweise ihr Vorname. Es liegt eher an der schieren Unmög-
lichkeit für Nichtiren, irische Namen auszusprechen oder diese gar korrekt zu schreiben,
die zu dieser unzulässigen Vereinfachung führt, und auch in der Einstellung, sich für
einen "Paddy" damit garnicht erst bemühen zu müssen.
Beispiele:
Aidan, Cian, Ciaran, Craig, Darrah, Eoin, Liam, Niall, Oisin, Tadhg etc. (m)
Aishling, Aoife, Caiomhe, Clodagh, Maeve, Niamh, Saoise, Sinead etc. (f)
Tip:Die Buchstaben "f u. m" sind auch in Irland zu finden. Um peinliche Situationen in Toiletten
zu vermeiden: f = fir = Mann, m = mha = Frau !!!
Irische Musik und Tanz 
Studien haben gezeigt, daß zwischen dem nationalen Tanzstil und den üblichen Sexual-
praktiken eines Volkes direkte Beziehungen bestehen. Armes Irland, wenn das wahr ist,
haben wir hier doch eine Gruppe von Männern und Frauen in Röcken, die ganz still bleiben,
während ihre Füße die ganze Tanzfläche zertrampeln.
Gut vorgetragen, ist der irische Tanz schon sensationell. Man bedenke nur, was sich aus
dem Pausenfüller des RTE von 1994 entwickelt hat - Riverdance !
Lokale Tanzveranstaltungen sind weniger spektakulär, doch nicht weniger kunstvoll, wenn
von Könnern vorgetragen wird.
Die irische Musik hat in den letzten Jahren vermehrt Anhänger gefunden. Überall auf der
Insel gibt es in Pubs "Trad"sessions an denen sich oft auch Amateure aus dem Publikum
beteiligen können. Die spontanen Sessions sind selten geworden, aber wer Glück hat,
gerät hinein, - ein unvergessliches Erlebnis! (mehr unter Tips)
Siebzehn Geschwister
Die Großfamilien gibt es noch immer, das stimmt, schließlich hat der Papst seine treue-
sten Anhänger nicht im Vatikan, sondern in Eire. Ich war nicht schlecht erstaunt, als ich
1994 die ersten Kondomautomaten in der Republik entdeckte. Es gibt noch immer "katho-
lische" Apotheken! Außerdem stand auf den ersten Kondompackungen "geprüfte
englische Qualität" - das wurde von der Titanic auch behauptet!
Da heute die Kinderschar nicht mehr das Überleben der Familie zu garantieren hat und der
"cheque from abroad" nicht mehr die oft einzige Altersversorgung darstellt, geht auch in
Irland der Trend zur Zweikindfamilie. Die Kinderfreundlichkeit hat sich jedoch erhalten,
besonders Jungs gegenüber.
Unterhaltung zwischen zwei Nachbarinnen:
"Schon gehört? Fr. Murphy hat ihr Baby!"
"Jaysus,das ist großartig! Junge oder Kind?"
"Es ist ein kleines Mädchen."
"Naja, die sind ja noch jung, die können's immer wieder probieren!"
Mac, Mc und O`
Diese Namensvorsätze verraten das keltische Erbe, als es noch keine Vornamen gab. Mac,
Mc bedeuten "Sohn des", O' meint "von". Bei Frauen gibt es Entprechungen, hier wird
jedoch zwischen ledig und verheiratet unterschieden- Ní und Uú.
Man trifft jedoch auch Familiennamen wie: Baker, Smith oder deBurgh. Diese werden von
Nachfahren ehemaliger Invasoren getragen, mussten sich die Soldaten doch, in
Ermangelung eigener Frauen, mit dem weiblichen Teil der Eingeborenen vergnügen. Diese
Verschmelzung mit den jeweiligen Vorsiedlern ist ein Phänomen der gesamten irischen
Geschichte.
Das hitzige Temperament
Nicht wahr! Die Iren können eine ganze Menge Kummer ertragen (jahrhundertlange Übung),
bevor sie die Beherrschung verlieren. Sie neigen jedoch dazu, ziemlich reizbar zu sein. Das
ist nicht unbedingt das Selbe.
Gastfreundschaft
Hier wird der Fremde nicht mit Argwohn betrachtet, sondern mit Neugier und offenen
Armen empfangen.
"There are no strangers here,
only friends who have not yet met"
W.B.Yeats
Das "tausendmal willkommen!" ist keine leere Worthülse, sondern meist ernst gemeint.
Dieser Umgang mit Fremden hat mich anfangs, da ungewohnt, oft peinlich berührt, heute
freue ich mich über jede Begegnung!
In einem Pub in Mayo geriet ich 1994, zuerst da, in die Gesellschaft einer Goldenen
Hochzeit.
Es gab keine Möglichkeit, die Einladung auszuschlagen! In Deutschland hätte ich an der
Tür ein Schild:"Geschlossene Gesellschaft!!" vorgefunden.
Hektik
Als der liebe Gott die Zeit machte, machte er genug davon!
Irische Politik
Irlands Politiker sind die Besten!!! -die man für Geld bekommen kann.
Ähnlichkeiten in diesem unserem Lande können entdeckt werden.
Essen
Bei mir ist meist Selbstverpflegung angesagt, oder ich begnüge mich mit "Pub Grub".
Auf der Insel gibt es Restaurants aller Güteklassen, hervorragende Fischlokale und man
findet zumindest in Dublin die Küchen der Welt. Das große "M" fehlt ebesowenig, wie es
AbraKebabra gibt und Chinese-Takeaway's sind Legion.
Fisch mag ich nicht besonders gerne, die Sternerestaurants kann ich mir schlichtweg nicht
leisten und in den normalen Restaurants bekomme ich für die geforderten Preise nicht die
entsprechende Gegenleistung. Meine unmaßgebliche Meinung, Essengehen ist entweder
unverschämt teuer oder hundsmiserabel. Aber bis auf geräucherten Wildlachs aus dem
Moy fahre ich auch nicht zum Schlemmen nach Irland!
Landschaft
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"Von Glenvar Küstenstraße zum Fanad Head. Herrliches Wetter! Schon
die kurze Strecke bis Portsalon läßt erahnen, was dieser Tag an land-
schaftlichen Reizen bieten mag. Eine wunderschöne Küstenstraße mit
herrlichem Blick auf Inishowen und Fort Dunree. Die Strecke über F.H.
und entlang der Mulroy Bay bringt ständig wechselnde Eindrücke, die
kaum aufgenommen, geschweige denn verarbeitet werden können.
Alles erscheint irreal-traumhaft, man glaubt nicht, die Dinge wirklich
zu erleben! Aber das Alles bereitet noch nicht auf den Hammer vor, der
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folgt. Bei Carrickart biege ich auf die Rosguill Halbinsel ab. Der Atlantic Drive um die
Halbinsel ist das, bis dahin, größte Erlebnis in Irland und wird es wahrscheinlich bleiben!
Nach jeder Kurve eine andere Landschaft - Sandstrände - Klippen, hier muß Gottes
Lieblingsplätzchen sein! Ich bin innerlich zerissen, total durcheinander, Jubel wechselt mit
Traurigkeit, Demut ja Angst, Angst den Verstand zu verlieren. Ich fühle mich reif für die
Klappsmühle! Wo ist der geliebte Mensch, wo die Jungs, um dieses Erlebnis zu Teilen???
Das Ganze in absoluter Einsamkeit - 1 Auto auf ca. 20 Kilometer! Am Schluß bin ich
einfach fertig, ich fühle mich psychisch und physisch total ausgepumpt! Am Straßenrand 2
Whiskey, ich heule wie ein Schloßhund und bin für ca. 20 Min. nicht in der Lage auch nur
ein Wort von mir zu geben, obwohl ich nicht allein im Auto sitze! Dann Doe Castle,
Sheepheaven, Bloody Foreland, the Rosses, - traumhafte, beeindruckende Landschaften,
aber ich bin immer noch zu verwirrt, um die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Erst nach
Maas werde ich wieder normal und kann die Szenerie bei Naran u. Portnoo geniesen.
Schöne Strecke bis kurz nach Ardara, dann rechts zum Glengesh Pass. Soll die Seele
heute überhaupt keine Ruhe finden? Gelb-,Grün-, Brauntöne in allen Schattierungen, ein
Irrsinn! Und dann mute ich Vollidiot mir selbst gegen 16.00 Uhr noch einen weiteren, fast
schon sexuellen Höhepunkt zu, bei Teelin das Sträßchen zum Slieve League. Die
Strecke und die Klippen - keine Worte! Kaum Menschen, Sonnenschein, der Gipfel in
leichten Wolken. Wer depressiv und suizidgefährdet ist, der springt hier - 600 Meter!
In Kilcar ist als Erstes eine Pint Smithwicks und ein Black Bush fällig, Entspannung!!! Was
kann dieses Land nach solch einem Tag noch bieten?? Der absolute Höhpunkt ist hier wohl
erreicht!?"
Aufzeichnung vom 29.4.1994
Es war erst der siebente Tag von einundzwanzig und ich hatte schon einige Notizen dieser
Art gemacht. Mein Aufenthalt auf der geliebten Insel begann in jenem Jahr in Belfast und
endete auch dort. Auf der Antrim Coast Road, der Scenic Route stand ich einige Tage zuvor
auch schon heulend vor innerer Bewegung am Straßenrand, - ca. 30 Kilometer entlang
einer Traumküste und dabei fast immer der Blick zum Mull of Kintyre oder nach Rathlin
Island. Wäre am Abend nicht diese irre Fete im Marine's gelaufen -bis morgens um vier, ich
hätte wohl meine geplante Rundreise hier schon beendet.
Was diese Insel auf engstem Raum an landschaftlicher Schönheit und Abwechslung zu
bieten hat, ist im wahrsten Sinne unbeschreiblich und als ob dies für sich nicht genug wäre,
sorgt der himmlische Chefdramaturg noch für ständig wechselde Lichtverhältnisse und
Wolkengebilde, die einem den Atem rauben. Man muß entweder blind oder total gefühllos
sein, um von dieser Szenerie nicht ergriffen, ja fast erschlagen zu werden!
"To Hell or to Connaught!" - Für die bäuerlichen Iren mag es die Hölle gewesen sein,
unter Cromwell von ihren fruchtbaren Böden in Ulster dorthin vertrieben zu werden! Uns
bietet es Landschaften von außergewöhlicher Schönheit.
Erwähnt seien hier nur die Ox Mountains- Slieve Gamph, die Nephin Beg Range, Achill
Island, Corraun Halbinsel, die Céide Cliffs, die Moore Nordmayos, Murrisk u. Partry
Mountains und natürlich Connemara mit den Twelve Pins und traumhaften Küsten.
Munster ist ein einziges Naturereignis: Im Norden die Mondlandschaft des Burren und die
Cliffs of Moher, im Südwesten lassen die drei Halbinseln Dingle, Iveragh und Beara unsere
Herzen höherschlagen! Für mich ist dieser südliche Landesteil Irland für Einsteiger. Wer
diese Gegend erlebt hat, der kommt wieder!
! Den Ring of Kerry möglichst nicht in der Hauptsaison besuchen und auch sonst nur
gegen den Uhrzeigersinn befahren - immer schön hinter den Bussen her. Nur wer sehr viel
Geduld und Zeit mitbringt, kann es andersherum probieren. Aber ich habe gewarnt!
In Leinster begeistern mich immer wieder die Wicklow Mountains, besonders das Tal von
Glendalough und die Fahrt von Laragh über den Sally Gap Richtung Dublin. Zirka 30
Kilometer kommt kein Haus. In Glencree findet man dann den einzigen mir bekannten
deutschen Soldatenfriedhof in Irland. Hier liegen hauptsächlich Opfer der Luftschlacht um
England.
Kultur
Zu diesem Thema wäre eine eigene Website angebracht, stößt man doch auf Schritt und
Tritt auf die Zeugen der großen kulturellen Vergangenheit dieser Insel. Die Bedeutung der
irischen Mönche für die Christianisierung Nordwest- und Mitteleuropas erkennen wir in
deren Klostergründungen auf dem Festland. Für besonders Kulturbeflissene werden
entsprechende Studienreisen auf die Insel angeboten. Auf engstem Raum findet man
nördlich von Dublin, bei Drogheda die Nekropole von Newgrange(Brugh na Bóinne), Knowth
und Dowth mit ca. 40 Satellitengräbern, die Klöster Mellifont und Monasterboice, den Hill
of Slaine und kommt gleich noch zum Schlachtfeld am Boyne.
Hier lüfte ich auch das Geheimnis um die Abbildung oben links: in 5000 Jahre irische
Geschichte 
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Über die Urbevolkerung Irlands ist kaum etwas bekannt.
Legenden erzählen, daß die Insel zuerst von den Nemediern
dann den Firbolgs, Formorianern - angeblich afrikanische
Seeräuber - und dann von den Tuatha Dé Danann bevölkert
wurde. Diese Letzteren, das Volk der Königin Dana
geistern hauptsächlich durch die irischen Mythen und Le-
genden, meist dargestellt als Volk mit herausragenden
magischen und technologischen Fähigkeiten. Diese halfen
jedoch nicht gegen die neuen Invasoren, die um ca. 1000
v.Chr. die Schönheit dieser Insel und ihrer Frauen entdeck-
ten und sich breitmachten. Diese Milesianer - nach dem
Keltenkönig Miled od. Milesius- übernahmen nun die Herr-
schaft und teilten sich die Insel auf.
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Das älteste erhaltene Bauwerk Irlands ist Brugh na Bóinne-Newgrange im County Meath.
Nach örtlichen Legenden und alten Texten, soll sich die Bevölkerung der Umgebung am
Morgen jeder Wintersonnenwende im Inneren des Monuments versammelt haben. Bei Son-
nenaufgang, vorausgesetzt, es war nicht bewölkt, kam-und kommt-das Sonnenlicht direkt
durch den Gang und beleuchtete die Kammer im Inneren. Die Druiden unterhielten dann
das Volk mit Häschenschatten usw.
Vor ungefähr 1600 Jahren beschloß man im römischen Imperium für den Sommer eine
Wanderung durch Europa. Als sie Britannien erreichten, entschieden die Schotten, "Diese
verfluchten Südländer kommen hier nicht rein" und hauten den Römern so auf die Mütze,
daß diese den Hadrianswall bauten, der auf der schottischen Seite mit Wappen und
dergleichen und auf der anderen Seite mit toten Römern geschmückt war.
Etwas verstört bauten die Römer dann große Schiffe und setzten über die Irische See, wo
sie dann zu tausenden in der Bucht von Dublin landeten. Zum Glück war es nur eine
Männergesellschaft auf Kegelausflug, denen schon damals Mallorca zu überlaufen war,
und keine Invasionsflotte. Nachdem sie den Tempelbarbezirk unsicher gemacht hatten,
erklärten sie Irland zur Partyinsel, zu schade zum Zerstören und setzten am folgenden
Montag stockbesoffen wieder die Segel - Thanks to Arthur Guinness and Black Bush!
Die Wickinger dagegen waren überhaupt nicht in Partystimmung, als sie vor etwa 1200
Jahren ankamen. Nachdem sie 200 Jahre versucht hatten sich breit zu machen, sammelte
der irische Hochkönig seine Heerscharen, stellte sich vor die Front und sagte etwas wie:
"Also ihr Wickinger, ich hab jetzt die Schnauze voll von euch! Ihr glaubt, ihr
seid knallhart? Gut, treffen wir uns um 1/4 nach 10 Uhr in Clontarf !!!
Die Schlacht war traditionell wild und gemein und am Schluß zogen die Wickinger mit der
Silbermedaille in der Tasche nach Hause.
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Im Jahre des Herrn 1155 erhielt König Heinrich II. von England ein
Schreiben von Papst Adrian IV., das ihm die Erlaubnis gab, sich
Irland unter den Nagel zu reißen. Dies führte einige Jahre später zu
erheblichen Irritationen, als Heinrich's Leute in Dublin erschienen
und nach ihren Referenzen gefragt wurden. "Ich denke, ihr werdet
das alles O.K. finden," sagte Henry's Frontmann, als er den Brief
überreichte, in dem stand:"Lieber Hank, nimm dir alle Freiheiten,
Irland zu kassieren. Dein Adran. P.S. Fluffy hat letzte Woche Junge
bekommen, sie sind alle süß!" Genauere Analysen entlarvten den
Brief dann als Fälschung, weil er auf einem Papier geschrieben
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wurde, das der Papst nicht zu verwenden pflegte, aber auch weil es ungewöhlich erschien,
daß der Papst nicht einmal in der Lage sein sollte, seinen eigenen Namen richtig zu
schreiben.
Es stand nicht gut um Heinrich, der beschloß, der Insel einen Freundschaftsbesuch abzu-
statten - in Begleitung einer Riesenarmee. Verhandlungen waren erfolgreich (und im
Großen und Ganzen fatal), Henry veranlasste eine Herde Normannenführer große
Baronien in ganz Irland zu errichten. König John (Henry's Sohn) kam 1210, um den
Versuch zu unternehmen, die Normannen auszusortieren, die unheilsame Allianzen mit
den Iren eingegangen waren.
John war wenig erfolgreich: innerhalb von 100 Jahren waren die Normannen so von den Iren
vereinnahmt worden, daß man sie kaum unterscheiden konnte.
Während der nächsten paar hundert Jahre unternahmen die Briten alle möglichen Anstren-
gungen, einen Stützpunkt zu errichten, einschließlich des "Hölzernen Pferdes von Bray"
und einer erfolglosen Kettenbriefaktion. Als dies nichts fruchtete, nahmen sie ihre
Landkarten, zogen einen dicken Kreis um Irland und Britannien und überschrieben sie dick
mit "Britische Inseln. Dies gab Generationen erfolgreicher britischer Regenten die
benötigten Entschuldigungen, ihre Ansprüche in Irland geltend zu machen: "Schau nur
auf die Karte! Siehst du's? Es ist Teil der Britischen Inseln! Wenn es auf den Karten
eingezeichnet ist, muß es stimmen!" Entgegnungen wie: "Was ist dann mit der
Irischen See?" wurden geflissentlich übergangen.
Stück für Stück wurde Irland übernommen. Britischen Adeligen wurden riesige Ländereien
(und die Menschen die darauf lebten) zugesprochen, auf denen sie nach eigenem
Gutdünken schalten und walten konnten. Die Iren wurden zu Pächtern ihres eigenen
Landes. Dies führte weiterhin zur Kolonisierung der Insel durch englische Siedler, der
weiteren Teilung des Landes und zum Sturz jeglicher verbliebener irischer Herrschaft!
Um die Mitte des 19ten Jahrhunderts, als die Zustände für die irische Bevölkerung am
absoluten Tiefpunkt schienen,kam es sogar noch schlimmer: Die wachsende Bevölkerung
lebte in bitterster Armut. Alles war entweder besteuert oder verboten (Penal Laws). Es gab
sogar eine Fenster-Steuer, da diese von den Landbesitzern als Luxus betrachtet und für
Apple Macintoshbenutzer für unnötig erachtet wurden. Die Nahrung der meisten Iren
bestand nur aus dem, was sie selbst anpflanzten, hauptsächlich Kartoffeln! Dann schlug
die Hungersnot zu...Die Kartoffelfäule war(und ist) die größte Naturkatastrophe, die die
Insel je getroffen getroffen hat! Über den Zeitraum von 2 Jahren verringerte sich die
Bevölkerung um geschätzte 2 - 3 Millionen Menschen durch Verhungern oder
Emigration.
Politisch entwickelten sich die Dinge jedoch ein wenig besser: Im Jahre 1828 erhielten die
irischen Katholiken die Emanzipation, was bedeutete, daß ihnen der Zugang zu
öffentlichen Ämtern erlaubt wurde und später sogar der Sitz im britischen Parlament.
Um 1867 bildete sich unter der irischen Bevölkerung eine Anzahl von Geheimbünden. Der
Wichtigste unter ihnen waren "The Invincibles", die in Dublin und Kerry versuchten eine
Revolution zu starten. Andere Bünde, wie "Leute für die Abschaffung des Spitznamens
Paddy" waren weniger erfolgreich. Etwa 20 Jahre später initiierte der britische
Premierminister W.Gl. ein Selbstverwaltungsgesetz für Irland, eine mehr oder minder
symbolische Geste, da die Iren noch immer unter der enormen britischen Steuerlast litten.
Der Gesetzentwurf wurde vom irischen Nationalistenführer Charles Stuart Parnell
akzeptiert, jedoch von Ulster abgelehnt.
Somit passierte die Vorlage das House of Commons nicht. 1893 wurde eine zweite Vorlage
vom House of Lords zurückgewiesen, das sich beim letzten Mal übergangen fühlte.
Nach vielen Jahren, in denen das irische Volk die Tendenz zeigte, ihre Unzufriedenheit mit
der Fremdherrschaft zum Ausdruck zu bringen, vereinigten die Führer der verschiedenen
revolutionären Gruppen ihre Anstrengungen, was im Osteraufstand von 1916 gipfelte,
einem Wendepunkt der irischen Geschichte!
Obwohl selbst erfolglos, führte der Aufstand direkt zum jahrelangen Bürgerkrieg, der 1922
mit der Teilung Irlands endete und in dem auch die heutigen "Troubles" in den
Sixcounties ihre Wurzeln haben. Sechs der neun Counties der Provinz Ulster blieben mit
ihrer überwiegend protestantischen Bevölkerung unter britischer Hoheit, die übrigen 26
Counties bildeten den "Irischen Freistaat", der bis zur offiziellen Umbenennung in Eire
1937 bestand und 1949 "Republik Irland"(Poblacht na hEireann) wurde.
Gegenwärtig wird in der Nordprovinz der Versuch unternommen, auf friedlichem Wege eine
politische Lösung zu finden. Ein steiniger Weg, wie die diesjährigen, blutigen
Vorkommnisse um die Orangistenparadenparaden zeigten! Leider waren wieder Tote und
viele Verletzte zu beklagen, gingen katholische Schulen und Kirchen in Flammen auf.
Wer sich ernsthaft für diese Problematik interessiert, findet auf meiner Linkseite
genügend Möglichkeiten zur Informationbeschaffung.
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