| 02.07.09
Was passiert, wenn die Bahn vollständig privatisiert ist, können wir heute in Berlin beobachten. Die Berliner S-Bahn – seit Mehdorn nicht mehr der Personenbeförderung, sondern dem Profit verpflichtet – hat die Wartungsintervalle so lange ausgedünnt, bis das Eisenbahn-Bundesamt angeordnet, die Züge, deren Prüfungsfrist überschritten ist, aus dem Verkehr zu ziehen.
Resultat: die Züge fahren im Zwanzig- anstelle im Zehn-Minuten-Takt. Die Züge quellen über. Und das in der gegenwärtigen Juli-Hitze.
Randbemerkung: in Artikel 87e, Absatz 4 des Grundgesetzes ist festgeschrieben, dass der Bund für den Verkehr gerade steht.