Leyens Fahrtenbücher

|  29.07.09

Dienstwagenaffäre extended. Wie der stern in der kommenden Ausgabe berichtet, fällt unser politisches Naturblondchen Leyen unangenehm auf: offensichtlich lässt sie sich auch in Berlin regelmäßig von ihren Bonner Chauffeuren fahren. (Bonn ist der zweite Dienstsitz des Familienministeriums.) Und sie will die Fahrtenbücher nicht rausrücken.

Leyen argumentiert, a) nur zu diesen Chauffeuren bestehe das nötige Vertrauensverhältnis, und b) die Fahrtenbücher enthielten zu viele „persönliche Daten“.

Argument a) ist genau dann schlüssig, wenn zur Einhaltung von Fahrtziel und -termin ein Vertrauensverhältnis erforderlich ist, wenn also andernfalls der Fahrer zickzackfahrend Kilometergroschen rausschindet. Richtig verstanden, Frau von der Leyen?

Argument b) müsste ich allerdings erläutert kriegen: „persönliche Daten“? Der Wagen wird zu Dienstzwecken gestellt. Ich bezahle ihn via Steuern mit.

Frau von der Leyen, ich bitte um Ihre Auskunft!

Nachsatz, weils thematisch so schön passt: und unsere Kanzlereuse fliegt mit einem Jet der Bundeswehr-Bereitschaft zu einem Privattermin. Korrupt wie die Nacht, alle beide.

Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: abwählen.

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