.:WildkrautmaniaHeilkräfte der Natur
   .:  Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut....

Andorn (Marrubium vulgare)

Gehört zur Familie der  Lippenblütler = Lamiaceae


 Andorn.gif

 

Obwohl es auf die meisten Organe eine heilsame Wirkung ausübt, ist das  Wildkraut Andorn in Vergessenheit geraten.

Die Bezeichnung  Andorn  stammt aus dem Hebräischen  und bedeutet "der bittere Saft".

 

Das ca. 40 cm hohe Kraut ist filzig behaart. Der Stängel ist vierkantig und hohl.

Ursprünglich in Zentralasien und am Mittelmeer beheimatet, durch Anbau in Klostergärten in Mittel- und Nordeuropa eingebürgert.

Er wächst bevorzugt auf Magerwiesen, trockenen Weiden, Ödland, entlang von Wegen, dort, wo es warm und trocken ist.

Sammelzeit: Juni bis August

Verwendete Pflanzenteile:   Blühendes Kraut

Andere Bezeichnungen für den Andorn:  Mutterhaut, Mauer-Andorn, Weißer Andorn, Weißer Dorant, Gotteshilfe, Berghopfen, Mariennessel

Andorn/marrubium_vulgare.jpg

Wirkstoffe:

Bitterstoffe,   Harze, ätherisches Öl Gerbstoffe

Praktische Heilanwendung:

Der Andorn stärkt Abwehrkräfte und den Kreislauf, stabilisiert das Immunsystem. blutbildend, entzündungshemmend, Husten, Chronische Bronchitis, Magenentzündung, Darmentzündung, Gallenschwäche,  Leberfunktions-schwäche, Menstruationsfördernd, Geschwüre,  Ekzeme.

Andorn kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.

Teeaufguß:

2 gehäufte TL Kraut mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, 3 bis 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich 3 - 5 Tassen trinken. Bei Leber- und Gallenbeschwerden sollte der Tee morgens getrunken werden.  

Grundsätzliches zur Teebereitung:

Tinktur:

Frisches Kraut zerkleinern, in ein verschließbares Glasgefäß füllen, Korn oder Weingeist drüber gießen, bis alle  Pflanzenteile bedeckt sind, dann verschlossen 4-6 Wochen ziehen lassen. Abseihen, und in eine dunkle Flasche füllen. Ein bis drei mal täglich bis zu 50 Tropfen einnehmen.

Andorn kann man innerlich, -als Tee oder Tinktur- gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege einsetzen.

Für Frühjahrskuren eignet sich auch der Presssaft aus dem frischen Andorn.

Äußerlich  lässt sich der Tee oder die verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen anwenden.

 

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.: Wolfgang Pfensig
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27432 Bremervörde