.:Wildkrautmania
| |||||||||
|
Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)Gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae)
Es wird auch Blutkraut, Gänsekresse, Herzelkraut, Seckel- oder Täschelkraut genannt. Hirtentäschelkraut ist, wie manche andere Pflanze, schon weit gereist. Es soll z. B. mit den Pilgervätern 1620 von England nach Nordamerika gelangt sein. Außer in den Tropen ist es überall auf der Welt zu finden. Sein Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Samen mit den kleinen Ledertaschen, die früher die Hirten trugen. Vögel lieben den Geschmack der Samen, die auch in Vogelfuttermischungen verwendet werden. In der Türkei ist das Hirtentäschelkraut noch heute ein bekanntes und genutztes Wildgemüse und wird Vogelkraut genannt. Das anspruchslose Hirtentäschel gedeiht auf nahezu allen Böden. Es schmeckt würzig, etwas scharf und kresseähnlich. Das Kraut kommt, je nach Boden, in unterschiedlichen Größen vor. Nur die großen und saftigen Pflanzen eignen sich zum Verzehr. Die Pflanze bildet am unteren Ende eine Rosette mitunregelmäßig gezackten Blättern, ähnlich wie beim Löwenzahn. Blütezeit: März bis November Wirkstoffe: Gerbstoffe, ätherisches Öl, Cholin, Acetylcholin, Kalium Praktische Heilanwendung: Hervorzuheben ist die blutstillende Wirkung des Täschelkrautes. Hirtentäscheltee, zwei bis drei Tassen täglich, möglichst ungesüßt getrunken, wird bei allen Arten von Blutungen mit Erfolg angewendet. Bei Nasenbluten kann auch das frische, leicht zerquetschte Kraut in die Nasenöffnung eingeführt werden. Bei starken Menstruationsblutungen werden täglich, acht bis 10 Tage vor Eintritt der Periode, zwei Tassen pro Tag getrunken. Während der Wechseljahre sollte jede Frau vier Wochen lang den Tee trinken und im Zyklus wiederholen. Achtung: Nicht während einer Schwangerschaft anwenden! Das wunderbare Täschelkraut ist aber auch eine kreislauf ausgleichende Heilpflanze. Sowohl bei zu hohem, als auch bei zu niedrigem Blutdruck sehr zu empfehlen. Auch bei äußeren Muskelerkrankungen ist dieses Kraut ein guter Helfer. Dazu die Herstellung einer Hirtentäscheltinktur zu äußerlichen Anwendung: Frisches Täschelkraut, Blätter, Stängel, samt Blüten und Täschel werden kleingeschnitten und locker bis zum Hals einer Flasche gefüllt, darüber 38 bis 40%igen Korn gießen. (Die Kräuter müssen bedeckt sein.) Man lässt sie 14 Tage in der Sonne oder Wärme stehen. Innere Anwendung, Teebereitung: 1 gehäufter Teelöffel auf 1/4 Liter Wasser, brühen, kurz ziehen lassen. Grundsätzliches zur Teebereitung
|
.: AnmerkungenZeiten, in denen Krankheiten durch falsche Lebensweisen und
Hektiken verursacht werden, sollten wir zu den Heilkräutern
zurückfinden! » weiter |
|
.: Wolfgang Pfensig Middelweg 25 27432 Bremervörde |