.:Wildkrautmania
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Kalmus (Acorus calamus)Gehört zur Familie der Aronstabgewächse ( Araceae)
Schon 3700 vor Chr. stand der Kalmus in China in dem Ruf, ein Lebensverlängerer zu sein. Auch in Mitteleuropa ist der Kalmus seit Jahrhunderten heimisch. Seit ca. 4000 Jahren wirddiese Pflanze in Asien bereits angebaut. Schon im 13. Jahrhundert wurde der Kalmus zur Desinfektion des Trinkwassers benutzt. Volkstümlicher Name: Ackermann, Ackerwurz, Brustwurz, Kalmuswürze, Karmsen, Magenwurz, deutscher Ingwer, Zitwer, Bajonettstangen, Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock (Rhizoma Calami) Die Wurzel ist daumendick, wird bis zu 1 m lang und hat im frischen Zustand einen gewürzhaft bitteren Geschmack. Getrocknet wirkt sie milder. Sie wird im zeitigen Frühjahr Kalmus sollte nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden.
Seine besonderen Fähigkeiten entfaltet der Kalmus bei Magenbeschwerden, aber auch bei der Raucherentwöhnung leistet er wertvolle Dienste, wenn man die getrocknete Wurzel langsam zerkaut. Er gilt auch als (Aphrodisiakum) Weitere Anwendungen: Appetitlosigkeit, Darmkrämpfe, Blähungen, Verstopfung, Zahnfleisch stärkend, Mundschleimhaut Entzündungen, Zahnende Kinder. In der ayurvedischen Medizin ist er ein Stärkungsmittel für Gehirn und Nervensystem. Äußerlich wird der Kalmus gegen Hautausschläge und Rheuma verwendet. Kalmusöl ist Bestandteil von Mund- und Gurgelwasser. Er wird auch zur Aromatisierung von Likören verwendet und als Badezusatz mit aphrodisierender Wirkung. Wirkstoffe: Ätherisches Öl, beta-Asaron, Acorin (Bitterstoffglykosid),Gerbstoffe, Schleim, Cholin, Vitamine. Als Hauptwirkstoffe sind dieAsaroneund dasAcorinanzusehen. Da der Inhaltstoff beta-Asaron=cis-Asaron im Tierversuch als krebserregend und fruchtschädigend gilt, sollte auf Asaron-arme Züchtungen ausgewichen werden. Teebereitung: Da der Kalmuswurzeltee durch den Heißaufguß Wirkstoffe verliert, wird ein Kaltansatz hergestellt. Ein gestrichener Kaffeelöffel Kalmuswurzel wird in 1/4 Liter Wasser über Nacht angesetzt. Morgens wärmt man leicht an und seiht ab. Täglich vor jeder Mahlzeit einen Schluck nehmen, mehr sollte nicht getrunken werden. Es ist selbstverständlich, dass bei sehr schweren Erkrankungen der Tee einige Wochen hindurch schluckweise eingenommen werden muss. Frischsaft: Frische Wurzeln werden sorgfältig gereinigt und noch im feuchten Zustand in der Saftzentrifuge entsaftet. Der Saft hilft bei entzündeten Augen sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Vollbad: Ca. 200 g Kalmuswurzeln werden über Nacht in 5 Liter Wasser kalt angesetzt. Am nächsten Tag bis zum Kochen erhitzen, ziehen lassen und dem Badewasser zufügen. Als Badezusatz wirkt Kalmus bei Frostbeulen, Rheumatismus und Zuckerkrankheit, Gürtelrose, Kopfschuppen und Hautflechten.
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